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Ägypten

Von der Sonne verwöhnt, zog Ägypten seit 5.000 Jahren verschiedene Völker in seinen Bann, die für den heutigen Besucher eine faszinierende Fülle von Kulturdenkmälern hinterlassen haben. Neben den monumentalen Bauten des Pharaonenreiches gibt es auch weniger bekannte christliche und römische Denkmäler zu entdecken. Nach Ihren Wünschen können Sie während einer Kreuzfahrt oder Rundreise die Schätze entlang der Lebensquelle Nil entdecken oder das Naturschauspiel und faszinierende Ökosystem Wüste erleben. Ob als Erholungsuchender oder Aktivurlauber: das facettenreiche Land hält einige Juwelen bereit. Schöne Strände und das ganzjährig milde Klima laden zum Entspannen und Sonnenbaden ein, unterstützt von modernsten Wellnesszentren, mit hohem Standard. Nach wie vor ungebrochen ist die Anziehungskraft der unvergleichlichen Unterwasserwelt am Roten Meer und der Sinai-Halbinsel mit ihren farbenfrohen Korallengärten bei Tauchern und Schnorchlern. Für Golfer bietet Ägypten drei traumhafte 18-Loch-Golfplätze.

Willkommen in Ägypten
Ahlan wa sahlan! ... oder »Marhaba«, sagt der Ägypter, wenn er, und das hört der Gast noch viel öfter, »Welcome to Egypt« meint. In nur vier Flugstunden Entfernung von Europa befindet man sich im wundervollen und oft wundersamen Orient und an einer der Wiegen der Zivilisation, wie die Ägypter stolz sagen, wenn sie auf ihr pharaonisches Erbe zu sprechen kommen. Ägypten bedeutet mehr als nur Tempel und Pyramiden, Moscheen und Minarette, mehr als Götter, Gräber und Gelehrte - das moderne Land bietet nicht nur dem Kulturreisenden eine ganze Menge, sondern überrascht Taucher, Surfer, Sonnenhungrige und Wüstenfreaks mit einigen der schönsten Flecken dieser Erde.

Wer heute nur an den Nil reist, um zwischen Kairo, Luxor/Theben-West, Assuan und Abu Simbel jeden Tempel, jede der 101 Pyramiden und jede wichtigere Moschee zu besichtigen, der hat zwar viel von der jahrtausendealten Kultur gesehen, aber all das verpasst, was heute Ägyptens Reiz mit ausmacht: die wunderbaren Strände, die phantastischen Tauchgründe und die windsicheren Surfreviere am Roten Meer, die für Wanderungen, Kamel- und Jeeptouren ideale Berg- und Wüstenwelt des Sinai oder die abgeschiedenen Oasen der Libyschen Wüste - das Urlaubs- und Freizeitland Ägypten.

Und dann ist da noch die berühmteste ägyptische Eigenheit, genannt das ägyptische IBM, mit der sich der Reisende am besten schon vor der Ankunft anfreundet und westeuropäische Gedanken von Effizienz für die Dauer des Urlaubs vergisst. Die Initialen stehen für insha’allah (So Gott will), bukra (morgen) und malesh (Macht nichts, Entschuldigung!). Insha’allah bedeutet, dass alles schief gehen kann, wenn es Gottes Zustimmung nicht findet. Andersherum liegt der Grund für alles Scheitern damit immer außerhalb menschlicher Einflussnahme. Bukra ist ein dehnbarer Begriff, der die Dimension von Ewigkeit annehmen kann: vielleicht morgen, übermorgen oder überübermorgen. Malesh entspricht dem ägyptischen Gemüt, die Ruhe zu bewahren, da man doch nichts ändern kann. Vielleicht klappt es ja, insha’allah, bukra. Alles ist nämlich mish mushkella, kein Problem!

Hauptstadt: Kairo
Fläche: 1.002.000 km²
Einwohner: ca. 62,7 Mio.
Bevölkerungsdichte: 63 Einwohner je km²
Amtssprache: Arabisch
Staatsform: Präsidialrepublik
Religion: 90 % Muslime (Staatsreligion), 6 Mio. Kopten, Minderheiten: Griechisch-Orthodoxe, Katholiken, Protestanten, Juden
Währung: 1 Ägyptisches Pfund (EG£) = 100 Piaster
Netzspannung: 220 Volt Wechselstrom, 50 Hertz
Zeitzone: MEZ + 1 h
Landesvorwahl: +20
Internet-Kennung: .eg
Höchste Erhebung: Djabal Katherine (2.637 m)
Längster Fluss: Nil (1.550 km)
Reisemonate:
November
Dezember
Januar
Febuar

Allgemeine Informationen

Bevölkerung

Im Niltal leben heute dichtgedrängt 1.000 Menschen auf einem Quadratkilometer, wohingegen in der Wüste kaum Menschen leben. Die Gesamteinwohnerzahl Ägyptens beträgt ca. 72 Millionen Menschen. Der Bevölkerungszuwachs ist enorm: Jährliche wächst die Bevölkerung um weit mehr als eine Million an. Viele junge Leute flüchten vom Land in die Städte, da sie sich dort bessere Aussichten versprechen. Die Folge ist, dass die Städte völlig überbevölkert sind. Allein in Kairo leben 18 Millionen Menschen und in Alexandria 4,5 Millionen. Die Dunkelziffer liegt durch die grosse Landflucht bei ca 14 bis 15 Millionen. Eine Volkszählung hat sich als undurchführbar erwiesen, da viele Menschen in selbstgebauten Hütten am Nil, in Rohbauten, auf Dächern oder sogar auf Friedhöfen leben und keinen registrierten Wohnsitz haben.

In der östlichen Wüste und im Sinai leben die Bedouinen. “Bedouine” bedeutet Herdenbesitzer und stellt somit eine Berufsbezeichnung dar. Ein Volk der Bedouinen gibt es daher nicht; vielmehr wird jeder, der entsprechend in der Wüste lebt, nach gewisser Zeit zu einem Bedouinen. Als Folge der Industrialisierung und der Veränderung der sozialen Strukturen, die auch die Bedouinenkultur erfasst haben, findet man nur noch sehr wenige Zelte in den ägyptischen Wüsten und diese bestehen meist aus simplen Stoffbahnen oder aufgeschnittenen Plastiksäcken. Ansonsten lebt man wie anderswo in Hütten, die gewöhnlich aus Sperrholz, Autodächern, Wellblech oder gestreckten Benzinfässern bestehen. Der Sinai-Bedouine lebt heute nur noch bedingt nomadisch. Ursachen sind zum einen die politischen Grenzen, die speziell nach der Gründung Israels keine Wanderungen mehr erlauben, und zum anderen die Verdienstmöglichkeiten in Bergbau und Tourismus, was natürlich Sesshaftigkeit voraussetzt.

Währung & Geldumtausch

Währungseinheit ist das Ägyptische Pfund. Geld können Sie in den meisten Hotels und Banken tauschen. Euroschecks werden (wenn überhaupt) nur gegen Vorlage der Scheckkarte und des Reisepasses eingetauscht. Es ist ratsam, Reiseschecks mitzunehmen. Kreditkarten werden in den meisten Hotels und in Banken akzeptiert. Es gibt kaum EC-Automaten. Auf den Nilkreuzfahrtschiffen werden Euro und USD in bar akzeptiert. Eine Bank befindet sich jeweils an Bord.

Geschichtlicher Überblick

Die Epoche der Pharaonenzeit wird in Dynastien, also Herrschergeschlechter, eingeteilt. Unter Pharao Menes findet eine sprunghafte Entwicklung statt. Die Erfindung der Schrift macht die staatliche Organisation grosser Räume dadurch möglich, dass Anordnungen über weite Entfernungen erteilt, das sie und die Ergebnisse kontrolliert und zeitlos festgehalten werden können.

Ab 2 670 – 2 195 v. Chr. (3. – 6. Dynastie)
Es startet das sogenannte Alte Reich. Diese Zeit kann als die Zeit der grossen Pyramidenbauer benannt werden. Für Pharao Djoser baut Imhotep in Saqqara die Stufenpyramide. Die gossen Pyramidenbauer Snofru, Cheops, Chephren und Mykerinos erichten in Dahshur und Giseh gewaltige Grabmonumente. Aus Löwenleib und Königskopf entsteht die grosse Sphinx. Memphis wird nahe dem Kultzentrum des Sonnengottes Re, in Heliopolis, als Hauptstadt gegründet. Nebenbei blüht aber auch die Kunst und die Literatur auf. Die Religion wandelt sich insofern, das der Pharao bis dahin selbst ein lebender Gott war, nun aber Horus wird, d.h. den Sohn eines Gottes zu interpretieren. Das Alte Reich zerfällt bald darauf durch innere Unruhen, durch das Machtstreben der Gaufürsten. Mit dem Ende der 6. Dynastie fällt Ägypten in Anarchie.

7. – 11. Dynastie
Während der Ersten Zwischenzeit halten politische Verwirrungen Ägypten in Atem. Das Land ist zweigeteilt und von der Hauptstadt Heraklopolis beherrschen die Pharaonen Mittel- und Unterägypten, während Oberägypten in den Händen thebanischer Herrscher liegt.

11. – 14. Dynastie
Im Mittleren Reich gelingt unter Mentuhotep I. die zweite Reichseinigung. Theben wird kurzzeitig zur Hauptstadt des ganzen Landes. Sein Reichsgott Amun, steigt zum mächtigsten Reichsgott auf. In Lisht, Dahashur und im Faiyume werden Ziegelpyramiden angelegt.

15. – 16. Dynastie
Die zweite Zwischenzeit wird durch die Eroberung der "Hykos" (Herrscher des Fremdlandes) eingeleitet.  Sie besetzen Memphis und errichten ihre Residenz im Ostdelta Auaris. Ende der zweiten Zwischenzeit gelingt es den Fürsten Kamose und Ahmose die Fremdherrschaft abzuschütteln.

18. – 20. Dynastie
Das Neue Reich beginnt kriegerisch. Unter Thutmosis III. stehen die ägyptischen Soldaten sogar am Euphrat. Zur Zeit Amenophis III. geniesst Ägypten wirtschaftlichen Wohlstand, eine kulturelle Blüte und grosses Ansehen als Weltmacht. Durch den Nachfolger Echnaton wird alles erreichte jedoch aufs Spiel gesetzt. Die ausschliessliche Verehrung des Sonnengottes Aton, führt zur Verfolgung aller Andersgläubigen. Nach dem Tod von Echnaton beugt sich Tutanchamun dem Druck von Militär und Priesterschaft und setzt die alten Götter wieder in ihre alten Rechte ein. Unter den  Pharaonen der 19. Dynastie entstehen gewaltige Tempelbauwerke. Ramses II. setzt sich, als grösster Bauherr in ganz Ägypten, Denkmäler. So auch z.B. Abu Simbel, Luxor, Ramesseum und Abydos. Während Ramses Regierungszeit kommt es zum ersten schriftlichen Friedensvertrag der Weltgeschichte, zwischen der Regierung Ramses II. und den Hethitern, inklusive Beistandspakt und politischer Eheschliessung.

In der 20. Dynastie muss Ramses III. die Seevölker abwehren und sich gegen dem Zerfall des Reiches, durch die Priesterschaft Amun, wehren.

21. – 24. Dynastie
Um ca. 745 v. Chr., der Spätzeit, herrschen vor allem Pharaonen fremder Herkunft, so z.B. aus Libyen, Äthopien, Assyrien und Persien. 322 v. Chr. fällt das Land Alexander dem Grossen in die Hände. Durch den Sieg bei den Persern wird Alexander der Grosse in Memphis zum König gekrönt. Vom Orakel des Amun lässt er sich als Pharao bestätigen. Die Ptolemäer setzen sich nach dem Zerfall von Alexanders Weltreich in Ägypten fest. Es wird viel an den Denkmälern gebaut und in der Landwirtschaft wird die Trockenlegung grosser Sumpfgebiete gefördert. Nach blutigen Thronfolgerstreitereien kommt als letzte Pharaonin Kleopatra VII. an die Macht. Sie regiert geschickt und skrupellos. Nachdem sich die aufstrebende Weltmacht Rom immer stärker in die ägyptische Innenpolitik einmischt, kann Kleopatra Cesar und Mark Anton für sich gewinnen. Doch Octavian wird ein unversöhnlicher Feind. Auch die Christianisierung greift auf das Römische Reich und somit auch auf Ägypten über. Während der Christenverfolgung retten sich viele Gläubige in die Wüste, dort entstehen dann die ersten Klöster.

Islamisch – Arabische Epoche
639 n. Chr. tauchen die islamischen Eroberungsheere der Araber auf und nehmen wenig später Ägypten unter die Fahne der Propheten. Der Islam wird Staatsreligion, die arabische Sprache Landessprache. Aus dem Zeltlager der Eroberer, El Fustat, entwickelt sich sehr schnell eine Metropole, die heute Kairo heisst. Ägypten bleibt für viele Jahrhunderte eine Provinz des Kalifenreiches, das von Damaskus, später von Bagdad aus regiert wird. Dennoch verstehen sich die Ägypter, unter der neuen Fremdherrschaft eine gebührenden Stellung zu verschaffen.

Mit der Gründung der El Azhar Universität, der ersten Universität der Welt, wird Kairo das religiös-intellektuelle Zentrum der Welt.

1798 landet Napoleon in Ägypten, weniger um das Land zu erobern, als um Englands Mittelmeerhandel zu lähmen. Die Franzosen beenden die 250 jährige Herrschaft der Osmanen, können sich aber nur drei Jahre halten. Das neue Machtvakuum macht sich Mahamed Ali (1805 – 1848) zunutze, der sich brutal zum Regenten aufschwingt. Abr Mohamed Ali reformiert und reorganisiert den Staat und legte somit den Grundstein für ein modernes Ägypten. Er holt europäische Experten ins Land und entwickelt die Landwirtschaft, vor allem den Baumwollanbau, weiter. Durch ihn wird eine erste Industrialisierungsphase eingeleitet und eine schlagkräftige Armee aufgebaut. Seine Nachfolger Abbas und Mohamed Said, , führen das Werk der Modernisierung fort. Unter Said wird 1859 mit dem Bau des Suezkanal begonnen, den Mohamed Alis Enkel Ismail (1863 – 1879) vollendet. Immense Schulden zwingen Ägypten, die Suezkanalgeschäfte an Grossbritanien zu übergeben. Eine internationale Kommission verhängt drastische Sparmassnahmen.

Unter Taufik, dem Sohn Isma'ils, brach in Kairo ein Militäraufstand aus, der in der Gesamtbewegung "Ägypten den Ägyptern" das Land europäischem Einfluss befreien wollte. Die Unruhen in Alexandria kosteten vielen Engländern das Leben, jedoch siegte die eingesetzte englische Flotte über das militärisch schwächere Ägypten. Die Briten, deren Interesse Ägyptens geographischer Lage auf dem Wege nach Indien galt, wurden Herr im Lande. Lord Cromer wurde 1883 Generalkonsul in Ägypten – er festigte endgültig die Stellung der Engländer im Niltal und hob gleichzeitig den Wohlstand. Der türkische Einfluss auf die ägyptischen Angelegenheiten wurde abgedrängt. Unter der englischen Regierung wurde das Land zivilisatorisch gehoben, eine Reihe von Eisenbahnen gebaut, die Landwirtschaft gefördert, besonders durch neue Bewässerungssysteme.

Umwälzend wirkte sich die Errichtung des Assuan-Dammes aus, der 1902 vollendet, danach aber noch erhöht wurde. Gleichwohl wuchs die antienglische Bewegung.

Zu Beginn des 1. Weltkrieges hob England das Hoheitsrecht der Türkei über Ägypten auf und erklärte Ägypten zum britischen Protektorat. Alexandria diente den Engländern als Flottenbasis. Ägypten erklärte den Mittelmächten den Krieg, ist aber strategisch nur als Glied des britischen Reiches zu verstehen. Erst 1922 wurde das Protektorat aufgehoben und Ägyptens Unabhängigkeit, bis auf gewisse Einschränkungen anerkannt. 1923 wurde Fu'ad König von Ägypten und verkündete eine neue Verfassung. Der König regierte weise und erfreute sich allgemeiner Beliebtheit. Nach seinem Tod folgte Ihm 1936 sein 16 jähriger Sohn Faruk auf dem Thron, der scih von Anfang an durch lasterhaftes Leben und skrupellose Korruption verhasst machte. Er wurde 1952 bei dem Staatsstreich der "Freien Offiziere"aus dem Lande gejagt.

Republik erstmals wieder stammen die Machthaber aus dem eigenen Volk. Ihr Kampf gilt der Korruption, sozialer Ungerechtigkeit und der Tyrannei. Sie bekämpfen den Feudalismus und Imperialismus, es wird das Gesetz der Agrarreform verkündet, wonach der Landbesitz auf 200 Feddan – knapp 100 Hektar – begrenzt ist. Der darüber hinausgehende Bodenbesitz wird enteignet und zugunsten der landlosen Fellachen neu verteilt. Am 18. Juni 1953 übernimmt Oberst Nasser diktatorisch die Regierungsgewalt.

Die Nationalisierung der Suezkanalgesellschaft im April 1956 führte zum ersten Krieg des republikanischen Ägypten: Frankreich, Grossbritanien und Israel besetzten östliche Teile des Landes, mussten sie aber unter dem Druck der Vereinten Nationen und der USA schon im Dezember wieder räumen.

Versuche, Ägypten mit Syrien und anderen arabischen Staaten zu einem grösseren Gebilde zu vereinen, führten zu keinem bleibenden Erfolg.

Unter Nasser wurde der Hochdamm südlich von Assuan fertiggestellt, er hoffte durch diesen Bau den Fruchtboden um ein Drittel zu vergrössern, durch die ihm angeschlossenen Kraftwerke, Fabriken mit Energie zu beliefern, die Stromversorgung im Lande zu heben und den Fellachen Arbeit zu verschaffen..

Durch Schulpflicht suchte man dem Analphabetentum beizukommen und einsatzfähige Arbeiter zu erziehen. Fliegende Stationen erteilten den Frauen Unterricht in Haushalts-, Säuglings- und Krankenpflege, Musterdörfer sollten Beispiel geben für gesundes und wirtschaftliches Leben. Die höhere Erziehung zielte auf Ärzte und Ingenieure. 1969 hatte Ägypten erstmals einen Exportüberschuss. Die leichte wirtschaftliche Besserung wurde aber durch die Niederlage im sogenannten "Sechstagekrieg" gegen Israel zunichte gemacht. Israel besetzte den Sinai und das Ostufer des Suezkanals. Die wirtschaftliche Lage verschlechterte sich trotz beachtlicher Funde von Erdöl und Erdgas in verschiedenen Teilen des Landes. Am 28.09.1970 erlag Nasser einem Herzschlag.
Sein Nachfolger wurde Vizepräsident Anwar as-Sadat. Im Grundsatz setzte er die Wirtschaftspolitik Nassers fort, wobei er aber versuchte, den Wirtschaftsaufschwung durch liberale Politik zu erreichen, in dem er privatwirtschaftliche Initiative und ausländische Investoren ermunterte.

Aussenpolitisch löste Sadat die Bindung an die Sowjetunion und schickte 1972 die sowjetischen Militärberater nach Hause. Ägypten weigerte sich, eine Unterstützung durch die UDSSR mit politischen Zugeständnissen zu erkaufen.

Der Oktoberkrieg 1973, überrachend von Ägypten und Syrien am israelischen Feiertag Jom Kippur begonnen, brachte Sadat durch die Besetzund des Ostufers des Suezkanals einen Prestigegewinn. Auf Druck der Grossmächte kam es zu einem Waffenstillstand.Am 05.06.1975 konnte der Suezkanal nach langwierigen Räumungs- und Instandsetzungsarbeiten wieder dem Verkehr übergeben werden.

Vom 26.–28.11.1977 verursachte Präsident Sadat ein "Erdbeben im Heiligen Land", in dem er eine Reise nach Jerusalem unternahm, dort vor dem israelischen Parlament die arabischen Forderungen auf Räumung der besetzten Gebiete vorbrachte und seinerseits die friedliche Koexistenz beider Länder zusagte. Am 05.12.1977 brach Ägypten die diplomatischen Beziehungen zu den Staaten der "Ablehnungsfront" (Algerien, Jemen, Libyen, Syrien, PLO) ab und schloss osteuropäische Kulturzentren und Konsulate außerhalb Kairos. Auf der Gipfelkonferenz von Camp David im Jahre 1978 wurden zwei Rahmenabkommen unterzeichnet, für den Frieden um Nahen Osten und für den Abschluss eines Friedensvertrag zwischen den beiden Ländern in Washington unterzeichnet und in einer Volksabstimmung von den Ägyptern bestätigt. Sadat und Begin erhielten je zur Hälfte den Friedensnobelpreis 1978.

Durch das Camp David Abkommen stieß Sadat auf den Widerstand extremer Muslime, die den Frieden mit Israel und die Orientierung nach dem Westen verwarfen und überdies den Koran als das einzige Gesetzbuch forderten. Doch Sadat erklärte Ägypten als ein Land der Muslime und Christen.

Am 06.10.1981 gelang es den Regimegegnern den Präsidenten bei Abnahme einer Militärparade zu ermorden. Für den Anschlag hat sich die "Unabhängige Organisation für die Befreiung Ägyptens" verantwortlich erklärt. Auch der Stellvertreter des Patriarchen, Bischof Samuel, wurde von den Attentätern getötet.

Unter dem neuen Präsidenten, Mohammed Hosni Mubarak, hat sich die Politik des Landes langsam gewandelt. Zwar ist die Bindung an den Westen nicht aufgegeben, doch strebt das Land engere Fühlung mit den nicht schiitischen arabischen Staaten an. Anfang 1984 wurde Ägypten wieder in die Konferenz arabischer Staaten aufgenommen. Die Gesetzgebung, besonders im Ehe- und Familienrecht, hat sich 1985 gemäßigt fundamentalistisch gewendet.  Die von Israel besetzten ägyptischen Gebiete, inkl.dem Sinai, wurden - 1982 zurückgegeben. Der Gahzastreifen bleibt in israelischer Hand. Um Taba wurde bis 1989 verhandelt.

Kinder
Erst allmählich entdeckt Ägypten, dass auch Kinder verreisen. Spielplätze kennt man, außer bei den Hotels in El Gouna, so gut wie nicht. Bei Kairo (Richtung 6th October City) gibt es Dreamland und andere Rummelplätze. Wenige Hotels (Club Robinson Soma Bay, Steigenberger La Playa Taba) bieten Kids Clubs mit Tagesbetreuung. Da die Hotels sukzessive »nachrüsten«, Details bei der Buchung klären.
Anreise
Flugzeug
Kairo wird tgl. von Lufthansa, Austrian Airlines, Swiss, KLM, British Airways und allen anderen großen Gesellschaften angeflogen. Sharm el Sheikh auf dem Sinai, Hurghada am Roten Meer und Luxor sind die großen Flughäfen für Charterflüge aus Europa. Kairo wird oft als Zwischenstopp bedient. Ein neuer Flughafen ist bei Marsa Alam entstanden.

Wer seine Ägyptenreise mit einem Israel- oder Jordanienaufenthalt verbindet, kann auch Eilat/Israel, den Grenzort zu Taba, oder Aqaba/Jordanien anfliegen oder von dort abfliegen; Charterflugzeuge landen auch in Taba.
Schiff
Zwei Frachtschiffe der »Grilnavi Lines« fahren etwa alle 14 Tage ab Genua (Reisedauer 10-14 Tage) und Neapel (Dauer 5-7 Tage) nach Alexandria und Port Said und nehmen bis zu zwölf Passagiere mit. Info: Transcamion Schiffsagentur, Bodenseestr. 5, D - 81241 München, Tel. +49 (0)89 / 8 96 07 30, Fax +49 (0)89 / 89 60 73 51.

Die »Grimaldi Freighter Cruises« fahren jede Woche ab Venedig nach Alexandria (Dauer 7 Tage). Info: Hamburg-Süd Reiseagentur, Tel. +49 (0)40 / 37 05 25 93.

Zweimal tgl. besteht zwischen Aqaba/Jordanien und Nuweiba (11 und 18 Uhr) eine Fährverbindung, die vor allem von ägyptischen Gastarbeitern genutzt wird. Das Ticket sollte man am Vortag an der Anlegestelle im Hafen besorgen.
Bus
Von Israel kommend, gibt es tgl. außer am Sabbat (Fr Sonnenuntergang bis Sa Sonnenuntergang) mehrere Busse, die Tel Aviv, Haifa, Jerusalem und andere Orte mit Eilat/Taba verbinden; tägliche Busverbindungen gibt es auch in Jordanien von Amman aus über Petra Richtung Aqaba. Von Aqaba und Eilat aus muss man sich dann mit dem Taxi und zu Fuß über die Grenzen bewegen. Ein tgl. Bus verbindet Kairo und Jerusalem.

Sehenswertes

Kairo
Afrikas größte Stadt ist der Horror aus Schmutz, Staub, Smog und Lärm. Das ist der erste Eindruck, der niemandem erspart bleibt. Doch »die Mutter der Welt«, Umm el Dunja, wie sich El Qahira (»die Unbesiegbare«) ganz unbescheiden nennt, offenbart bei näherem Hinsehen ziemlich rasch ihren orientalischen Reiz. Kairo - das ist ein multikultureller Schmelztiegel, Verwaltungs- und Handelszentrum des Landes am Nil, gleichermaßen orientalisch und antiquiert wie modern. Kairo ist kein Moloch, sondern vielmehr ein Konglomerat aus verschieden großen Städten, Dörfern und Vororten.

Zamalek und Mohandessin sind die reichen Stadtviertel im Zentrum, in denen bevorzugt Ausländer und wohlhabende Ägypter leben, ebenso wie im Süden im alten Villenvorort Maadi oder in Heliopolis nahe dem Flughafen. Doch oft trennt nur ein Straßenzug Reich von Arm. Shobra und Imbaba sind zentral gelegene Stadtviertel mit großer Armut, wo bis zu 120.000 Menschen auf 1 km2 leben. Wer sich im Viertel um den Basar Khan el Khalili nicht nur auf Moscheen und Minarette konzentriert, sondern sich durch die verwinkelten Gassen treiben lässt, wird direkt mit den sozialen Zuständen und Nöten der Nilmetropole konfrontiert. Hier erfährt man ebenso die neugierige und freundliche Aufgeschlossenheit der Ägypter, die für ein Gespräch mit dem Fremden, und sei es mit Händen und Füßen geführt, alles andere rundum liegen und stehen lassen.

Ägyptisches Nationalmuseum: Mit 150.000 Objekten, die zum großen Teil in Magazinen verstaut sind, zählt die im Jahre 1858 begründete Sammlung - pharaonische Grabbeigaben, Totenfiguren, Stelen, Säulen, Münzen, Werkzeuge sowie Kleidung und Schmuck - zu den größten Museen der Welt. Den Besucher erschlägt jedoch die Fülle und Enge der Exponate. Es empfiehlt sich daher für den Anfang, die Highlights zu bestaunen: den Schatz des Tut-anch-Amun mit der berühmten Goldmaske, dem 225kg schweren Goldsarg und dem Kriegswagen, sowie den 1994 wiedereröffneten, einem Mausoleum gleichenden Mumiensaal, in dem Ramses II. und zehn andere große Pharaonen und Königinnen in luftdichten Glasvitrinen ihre vorerst letzte Ruhestätte gefunden haben. Am Eingang des Museums warten stets einige lizenzierte Führer, die sachkundig durch das Museum leiten.

Khan el Khalili-Basar: Kein Suq Arabiens ist größer als dieser Markt, den der Mameluckenprinz El Khalili 1382 gründete. Der einstige Rast- und Umschlagplatz für Handelskarawanen (Edelsteine, Gewürze, Stoffe, Essenzen) ist heute ein bunter orientalischer, nach Gewürzen und Parfums duftender Basar für Einheimische und Touristen. Das Warenangebot reicht von pharaonischen Souvenirs - Brieföffner mit Tut-anch-Amun-Kopf, Nofretete-Figuren, Pyramiden-Briefbeschwerer - bis zu Wasserpfeifen, Papyri, Schachspielen, Schmuck und Kleidung. Bei den angebotenen Parfumessenzen handelt es sich in der Mehrzahl um synthetische Stoffe.
Alexandria
Über 25 km erstreckt sich die Hafenstadt entlang der Mittelmeerküste mit ihren vielen kleinen Buchten. Eine Fahrt auf der vierspurigen Corniche, die den Ostteil der Stadt mit dem Westen verbindet, vermittelt heute einen eher traurig stimmenden Eindruck von der »Perle des Mittelmeeres«. Denn viele der einst prächtigen Bürgerhäuser mit ihren reich verzierten Stuckfassaden verfallen oder wurden bereits durch kühle Wohntürme aus Beton ersetzt. Verblasster Glanz erinnert an die guten alten Zeiten, als Alexandrias kosmopolitische Bürgerschaft - Ägypter, Armenier, Italiener, Griechen, Briten, Franzosen - von der Hafenstadt aus regen Handel trieb.

»Hauptstadt der Erinnerung«, nannte der irische Schriftsteller Lawrence Durrell die 332 v.Chr. von Alexander dem Großen gegründete Stadt. Durrell gehörte in den 1930er Jahren zu der Gruppe von Aussteigern, die hier süßen Müßiggang pflegte und sich in Kaffeehäusern wie dem Pastroudis oder dem Trianon, die noch heute bestehen, mit Diskussionen über den Existenzialismus die Zeit vertrieben.

Alexandria war einst zentraler Umschlagplatz zwischen Orient und Okzident. Diese Eigenschaft galt nicht nur für Waren aller Art. Der Hellenismus fand hier, fern von Griechenland, ein geistiges Zentrum. Die Stadt war nicht nur wegen des strahlend weißen Leuchtturmes von Pharos, eines der Sieben Weltwunder der Antike, weltberühmt, ihre Bibliothek, die etwa 1 Mio. Buchrollen und Pergamente beherbergte, suchte in der Welt ihresgleichen.
Luxor
An der Corniche, an der imposante pharaonische Bauwerke liegen, haben in Reihen die großen Kreuzfahrtschiffe festgemacht. Im Trab ziehen Pferde Touristenkutschen über den Asphalt. Jenseits des Nils geht über dem Tal der Könige und den Bergen der Arabischen Wüste die Sonne unter - Luxor ist ohne Zweifel der Höhepunkt jeder Ägyptenreise, und das Nilstädtchen lebt seit zwei Jahrhunderten sehr gut vom Studientourismus. Nirgendwo sind Händler, Taxi- und Kutschenfahrer aufdringlicher.

Luxor trug im Laufe seiner Geschichte viele Namen. El Uqsor, »Die Paläste«, heißt es erst, seitdem die Araber Ägypten einnahmen. Zuvor kannten die Griechen den Platz als Thebai (nicht zu verwechseln mit dem Theben in Mittelgriechenland). Bis zum Beginn des Mittleren Reiches war Waset, wie es damals hieß, ein aus Lehmhütten bestehendes Dorf. Mit der Vereinigung Ober- und Unterägyptens durch den Pharao Mentuhotep I. begann der kometenhafte Aufstieg zur Hauptstadt des neuen Reiches. Zur Blüte trug der Lokalgott Amun bei, der im Mittleren Reich zum Reichsgott, zum Sonnengott Re, avancierte. Zu Ehren Amuns wurden Tempel, Kapellen und Säulenhallen errichtet. Mit seiner Gemahlin Mut und ihrem Sohn Chons, dem Mondgott, bildete Amun die göttliche Triade.

Karnak-Tempel: Karnak stellt eine der imposantesten architektonischen Verneigungen vor einer Gottheit dar. Bescheiden begann es bereits während der 12. Dynastie mit dem Reichstempel des Amun. Jeder Pharao fügte dem Werk seines Vorgängers ein weiteres hinzu. Im Laufe von zwei Jahrtausenden entstand ein umfassender Gottesbezirk, eine auf den ersten Blick verwirrende Verschachtelung von Tempeln, Toranlagen und Kolonnaden mit dem Heiligen See. Über die Allee der Widdersphingen betritt man den großartigen Tempelbezirk.

Luxor-Tempel: Im Süden baute Amenophis III. den damals nur 195m langen Luxor-Tempel, den man von Norden her betritt - heute durch die später hinzugefügten Bauten. Der Tempel, geweiht der Götterfamilie des menschengestaltigen, häufig auch widderköpfigen Weltenschöpfers Amun, strotzte vor reich verzierten und dekorierten Wänden, Säulen und Götterbildern. Ein Prachtboulevard mit Gärten und zahlreiche Statuen des Pharaos führten zu dem knapp 3 km nördlich gelegenen Karnak-Tempel. Beachtenswert: Im Tempel liegt eine viel besuchte Moschee.

Luxor-Museum: Ägyptens zweitschönstes Museum, geschaffen von italienischen Architekten, zeigt pharaonische Statuen, Portraits und Obelisken.
Die Pyramiden
Kaum einer weiß es, kaum einer hat sie alle gesehen: Ägypten besitzt insgesamt 101 bisher entdeckte Pyramiden. Aber weltberühmt sind nur die Pyramiden von Giza, erbaut zwischen 2700 und 2560 v. Chr. Sie dienten am Übergang vom fruchtbaren Land in die Wüste, dem Übergang vom Leben in das Reich der Toten, als Gräber für die gottgleichen, eigens mumifizierten Pharaonen, die in einer großen Prozession von einem Taltempel in ihre Gruft getragen wurden. Nach altägyptischem Glauben füllte die Familie die Gräber mit Schmuck, Gold und all dem, was zum Fortleben im Jenseits nötig war - sonst drohte die Rache der toten Seele.

Wichtige Grabbeigaben waren die Totenbücher, beschwörende Formeln und magische Texte, die den Toten schützen sollten und für populärwissenschaftliche Autoren der Neuzeit den Stoff hergaben, mit dem man Geschichten über den Fluch der Pharaonen farbig ausmalen konnte. Die Pyramiden wurden als Grabstätte von vermeintlich sichereren tiefen Stollen im Tal der Könige abgelöst, da Grabräuber die Pyramiden trotz aller Sicherungsmaßnahmen (z.B. Scheintüren) ohne Mühe aufbrechen und plündern konnten.

Die Pyramiden der Pharaonen Cheops, Chephren und Mykerinos, als einziges der Sieben Weltwunder der Antike erhalten, sind die Höhepunkte ägyptischer Steinbaukunst, die der später zum Gott erhobene Baumeister Imhotep ersonnen hatte. Aus 2,5 Mio. Steinblöcken, jeweils 2-20 t schwer, besteht die 137 m hohe (Basisbreite 227m) Cheops-Pyramide. Den heutigen Eingang verdankt man Grabräubern. Neben der Pyramide birgt der schiffförmige Bau eine 43 m lange Sonnenbarke aus Zedernholz, die 1954 gefunden wurde. Sie brachte den Pharao in einer Totenprozession zu seiner Grabstätte.

Die 136 m hohe Chephren-Pyramide, die trotz eines Verbotes gerne von Waghalsigen bestiegen wird, hatte ursprünglich, wie alle anderen Pyramiden auch, eine glatte Verkleidung, die im Laufe der Jahrhunderte abbröckelte. Die Mykerinos-Pyramide ist mit 62 m Höhe die kleinste. Unterhalb von ihr wacht Abu Hol, der Vater des Schweigens, wie der Sphinx im Arabischen heißt. Der Sphinx, dem mameluckische Soldaten die Nase abschossen, sollte die Totenruhe der Pharaonen wahren und sie vor Grabräubern schützen. Einige Jahrhunderte lang war er völlig von Sand begraben.
Katharinenkloster
Die Anfahrt gehört zu den schönsten Strecken des Sinai. Die Straße schlängelt sich entlang den Bergzügen sanft auf und ab. Unvermittelt wird am Ende einer langen Geraden der Blick auf den Talkessel frei, wo in 1.570 m Höhe Moses einst mit seinen Israeliten nahe dem Moses- und dem Katharinenberg sein Lager aufgeschlagen haben soll. Von außen gleicht das Kloster, das kleinste Bistum der Welt, mit seiner 15 m hohen Granitmauer einer Festung. Die Geschichte der Mönche in den Sinai-Bergen hängt mit der Ausbreitung des Christentums zusammen, das der hl. Markus nach Ägypten getragen hatte.

Viele Anhänger der jungen Religion zogen sich in die Einsamkeit zurück, um nur für Gott in Askese zu leben. So kamen die ersten Eremiten um 300 am Berg Sinai zusammen, wo laut Exodus der Engel des Herrn aus dem brennenden Dornbusch zu Moses gesprochen hatte. Der für Touristen zugängliche Teil ist nur ein kleiner Bereich der labyrinthartigen Klosteranlage.

Besteigung des Mosesberges (Berg Sinai am Katharinenkloster): Um 2 Uhr morgens beginnt man, zu Fuß oder zumindest anfangs auf dem Kamel, mit dem Aufstieg, wenn man auf dem Gipfelplateau (2.285 m) den Sonnenaufgang erleben will. Das Alte Testament spricht vom Berg Horeb. Es überliefert die Geschichte von den Israeliten, die um das Goldene Kalb tanzten, während Moses von Gott die Zehn Gebote empfing.

Besteigung des Katharinenberges: In 5 Std. schaffen sportliche, gut trainierte Berggeher vom Katharinenkloster aus den Aufstieg, in ca. 3 Std. den Abstieg. Nach der Überlieferung betteten Engel hier den Leichnam der Märtyrerin Katharina zur Ruhe. Ein Mönch legte den Pfad in Erfüllung eines Gelübdes an. Der Blick reicht bei gutem Wetter vom Golf von Suez bis über den Golf von Aqaba hinweg nach Jordanien und Saudi-Arabien.
Theben-West
Tal der Könige: 64 Pharaonen-Gräber wurden hier im Fels bislang entdeckt. Das berühmteste wurde 1922 geöffnet: das Grab des mit etwa 19 Jahren verstorbenen Tut-anch-Amun. Die Särge aus Gold und die immensen Grabbeigaben des unbedeutenden Pharaos lassen erahnen, was Räuber aus den Grabstätten großer Pharaonen plündern konnten. »KV5« heißt die jüngste Entdeckung (1995): das Grab der Söhne Ramses' II., des größten aller Pharaonen.

Tal der Königinnen: Das besterhaltene Grab gehört der Königin Nefertari, der jung verstorbenen Frau Ramses' II. Kein Grab hat schönere Malereien und leuchtendere Farben. Zum Schutz des Grabes werden tgl. nicht mehr als 100 Besucher eingelassen.

Hatshepsut-Tempel: Mit ihrem Totentempel setzte sich die Pharaonin, die wahrscheinlich einem Mordattentat zum Opfer fiel, ein unvergleichliches Denkmal. Der Terrassen-Tempel bildet eine Einheit mit seinem natürlichen Hintergrund, dem Kalksteinmassiv. Auf der mittleren Terrasse berichten Wandmalereien von der Expedition der klugen und friedliebenden Herrscherin nach Punt (Somalia).

Ramesseum: Ramses II. unterwarf Nubier und Libyer, besiegte die Hethiter und verewigte sich in den 67Jahren seiner Regentschaft quer durch Ägypten mit und in Monumenten. In seinem Totentempel zeigen am Eingang Innenreliefe Kriegsszenerien, Kampfwagen, Angriffe der Hethiter und den Pharao mit seinem Generalstab.

Memnonskolosse: Die jeweils 800t schweren Sitzfiguren König Amenophis' III. sind das einzige, was von seinem Tempel übriggeblieben ist. In der Antike gaben die Kolosse mysteriöse Klagelaute von sich - aus Bruchspalten, die unter dem Einwirken von Feuchtigkeit und Hitze zu »singen« begannen.
Abu Simbel
Die Heerscharen der Touristen kommen morgens mit dem Flieger, steigen aus, werden im klimatisierten Bus zum Tempel gefahren und nach spätestens drei Stunden heißt es wieder »fasten your seatbelts«. Wem dieses Besichtigungstempo zu schnell und zu oberflächlich ist, dem sei der Besuch Abu Simbels auf eigene Faust empfohlen. Von Assuan mietet man sich ein Taxi, schließt sich einem der Polizeikonvois an - und genießt ab dem Nachmittag die Ruhe dieses malerischen Ortes am Nassersee. Am Abend gibt es an der Tempelanlage auch eine Sound- & Lightshow. Und der Sternenhimmel, der ist hier wirklich traumhaft schön.

Tempelanlage: Der Große Tempel Ramses' II. ist beinahe ein Wahrzeichen Ägyptens. Vier Kolossalfiguren thronen vor der gewaltigen Eingangsfassade. Der Kleine Tempel für die Königsgemahlin Nefertari ist der Göttin Hathor geweiht. Ein besonderes Lichtspiel erlebt man jedes Jahr am 21. Februar und 21. Oktober im Allerheiligsten. Dann fallen die ersten Sonnenstrahlen so in die Tiefe des Tempels ein, dass die Götterfiguren im Sonnenlicht glänzen - ein unvergessliches Schauspiel.
Assuan
Assuan, es passt kein anderer Begriff, ist ein Ort wie aus dem Bilderbuch. Malerisch segeln Feluken mit geblähten Segeln über den Nil, der die Stadt auf der Ostseite von den sanften Wüstenhügeln auf der Westseite trennt. Das Leben hat hier seinen eigenen, sehr langsamen Rhythmus - kein Wunder angesichts der Temperaturen, die im Sommer auf 50°C und mehr steigen können. Einnehmend ist die ruhige Freundlichkeit der dunkelhäutigen Nubier. Seit Ende des 19. Jahrhunderts war Assuan vor allem bei Briten als heilklimatischer Winterkurort beliebt.

Aga Sir Sultan Mohammed Shah, kurz Aga Khan, ließ sich hier gemäß seinem letzten Willen 1957 beisetzen, weil Assuan der schönste Fleck der Erde sei. Und Agatha Christie schreibt hier im Old Cataract Hotel ihren Krimi »Tod auf dem Nil«. Für die Ägypter der Antike hatte Assuan symbolische Bedeutung. Hier wähnte man den Ursprung des Nils. Herodot, der Vater der Geschichtsschreibung, berichtete von den Bergen Knophi und Mophi, hinter denen der Nil in zwei Quellen entspringe.

Unvollendeter Obelisk: Eines antiken Steinmetzes Pech beschert uns im Steinbruch der Pharaonen diese Attraktion: ein nur halb aus dem Fels geschlagener 42 m hoher Osiris-Obelisk, knapp 1.200 t schwer.

Abendliche Felukenfahrt auf dem Nil: Unterhalb des Old Cataract Sofitel Hotels in den Abend segeln, das gehört zu den »Musts« in Assuan.
Nationalpark Ras Mohammed
Ein Besuch ist ein Muss für jeden Sinai-Besucher, egal ob Taucher, Schnorchler oder nur Naturfreund. Es gibt nicht viele Plätze auf der Erde, die ein so reiches Unterwasserleben bieten wie die kleine, nur etwas über 3 km lange Halbinsel Ras Mohammed (der Park umfasst insgesamt 400 km2), die vom Kap Ras Mohammed geteilt wird. Der höchste Punkt mit drei Terrassen liegt 65 m über dem Meer. Es ist das Shark Observatory mit Aussicht auf die Shark Observatory Bay und das Meer, in dem sich Barrakudas, Trompetenfische, Napoleonfische und sogar kleine Haie und Delphine tummeln. Rund um das Ras existieren rund 150 Korallenarten, die zwischen 75.000 und 20 Mio. Jahren alt sind. Das empfindliche Ökosystem ist in Gefahr, droht aus dem Gleichgewicht zu geraten. Der Park versucht zu retten, was zu erhalten ist.
Philae-Tempel
Acht Kilometer südlich von Assuan liegt Philae, eine wundervolle ptolemäisch-römische Tempelanlage mit dem Isis-Tempel (ca. 380 v. Chr.-180 n. Chr.). Durch den Staudamm gefährdet, wurde die Anlage 1979 in einer UNESCO-Rettungsaktion von ihrer ursprünglichen Insel an den jetzigen Standort Stein für Stein versetzt.

Kultur & Religion

Religion

Der Islam gehört nach Ausbreitung und Anspruch zu den Weltreligionen. Seine Anhänger zählen etwa 350 Millionen – das sind 11% der Menschheit – und finden sich in allen Teilen der Welt. Sein Kerngebiet erstreckt sich von Nordafrika über den vorderen Orient bis Asien; in Afrika ist seine Macht heute ständig im Wachsen.

Die Gottlosigkeit der Vorislamischen Araber hatte Ihren Ort in Mekka, jene reiche Kaufmannschaft in deren Zentrum die Kaaba aus schwarzen Stein steht. Einmal im Jahr gab es einen großen Jahrmarkt, jedoch war der Gott dem einst die Kaaba geweiht war längst vergessen. Jeder Clan in Mekka und jeder Beduinenstamm huldigte seinen eigenen Gott.

571 n. Chr. wurde Mohamed der Begründer des Islam dort geboren. Er hatte eine Eingebung dass Gott Ihm als Gesandten geschickt habe. Da er in Mekka kein Zuspruch fand zog er 622 n. Chr. nach Medina. In dieser durch Stammesriten zerstrittenen Stadt fand er schnell an Klang und konnte nachdem er ein Heer um sich scharte dort den ersten Islamischen Staat gründen. Danach unterwarf er Mekka und der Islam startete seinen Siegeszug und breitete sich von Persien übe Ägypten bis ganz Süd – Spanien aus.

Der Koran welcher Mohamed durch den Engel Gabriel eingegeben wurde besteht aus 114 Suren und beinhaltet die Regeln zum Leben als Moslem.

Fünf Pfeiler tragen den Islam: Das fünf mal tägliche Gebet, das freiwillige Almosentun ( 2,5 % vom Einkommen ), die Hadsch nach Mekka, das Fasten im Ramadan und die Shahada – es gibt nur einen Gott, dies schließt den Glauben an Jesus Gottes Sohn aus, da Gott keine Kinder zeugt.

Sprache & Schrift

Landes- und Amtssprache ist Arabisch. In den Städten und touristischen Zentren wird auch Englisch, Französisch, Italienisch und zunehmend Deutsch verstanden.

saba al-cher / masa al-cher

Guten Tag / Guten Abend

ma'a s-salama

Auf Weidersehen

Izzaeyak?

Wie geht's?

Kuwai'is(a) hamdulla (frau)

Gut!

na'am / la a

Ja / Nein

schukran / afwan (min fadlak)

Danke / Bitte (Bitte auf Wunsch)

aessif

Entschuldigung

Ana la afhamuka

Ich verstehe Sie nicht.

Bi kaem…?

Wie viel kostet…?

Ana aye z…(mann) Ana ayza

Ich möchte…

Cuanto cuesta…?

Wir möchten…

Meschi (oder tamam)

Okay!

Traditionelle Küche

Zu den bekanntesten Spezialitäten der meist stark gewürzten und oft sehr ölhaltigen ägyptischen Küche gehören Kebab, am Spieß gegrilltes Hammelfleisch und Kofta, gegrillte Hammelfrikadellen. Aber auch Geflügel ist eine Grundlage vieler Gerichte (Schwein ist den Muslimen verboten). Dazu wird meist gedünstetes Gemüse, Gurken, Tomaten oder Salat gereicht.

BABA GHANOU Püree aus gegarten Auberginen
TAHINA Sesamsauce
FOUL Brei aus gekochten Bohnen, verschiedenen Gewürzen, Öl, Zitrone, manchmal Tomate
FATTA Schichtgericht aus Fladenbrot, Fleisch und Reis, mit Brühe durchtränkt
KUNAFA Kuchen aus gebackenen Nüssen und Sirup
SHAWERMA Arabische Variante des Döners
SHISH TAUK gegrilltes, entbeintes Hähnchen
TAMEYYA knusprige, frittierte Gemüsebällchen, welche Falafeln ähneln, aber einen höheren Anteil an zerstampften Bohnenkraut aufweisen
OMM ALI Nachtisch aus Blätterteig, mit Sahne, Nüssen und Rosinen überbacken

KARKADEH starker süsser Malventee (heiss oder kalt)
SACHLEB süsses Milchgetränk mit Nüssen, Maisstärke und geraspelten Kokusnüssen

Feste und Feiertage
Ägypten ist das Feiertagsparadies schlechthin: Es gibt islamische, koptische und allgemeine gesetzliche Feiertage. Zur lebendigen Festtradition gehören auch die Hochzeiten, die je nach Schicht und Vermögen einfach auf der Straße vor dem Haus des Bräutigams oder gar in einem feinen Luxushotel im Kreise der »engsten 800 Freunde« mit ägyptischen Pop- und Bauchtanzstars gefeiert werden.
Islamische Feiertage
Von größter Bedeutung sind die muslimischen Feste, die sich nach dem islamischen Kalender richten. Die Zeitzählung in Mondjahren beginnt 622 n. Chr. mit der Hidschra, der Auswanderung des Propheten Mohammed von Mekka nach Medina. Gegenüber dem gregorianischen Kalender verschieben sich die Daten des kürzeren Mondkalenders jedes Jahr um zehn bis elf Tage nach vorne. 2003 entspricht im islamischen Kalender dem Jahr 1423/24 der Hidschra.

Eid el Adha; Hammelfest. Es erinnert an Abraham, der bereit war, seinen Sohn zu opfern.
Awil sanaa hijreya; Islamisches Neujahrsfest.
Ashura; Ashura ist eine Fastenspeise aus Weizen, Milch und Zucker, nach der das gleichnamige Fest benannt ist, an dem Ägyptens Muslime fasten.
Mulid el Nabi; Der Geburtstag des Propheten.
Ramadan; Einen Monat, so verlangt es der Islam, muss jeder Muslim, der dazu gesundheitlich in der Lage ist, von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang fasten.
Eid el Fitr; Drei bis vier Tage wird das Ende des Fastenmonats gefeiert.
Koptische Feiertage
Die Kopten haben seit 284 n.Chr. ihren eigenen Kalender. Weihnachten fällt auf den 7. (in Schaltjahren 8.) Januar, Neujahr ist am 11. (12.) September, Ostern liegt ein bis drei Wochen später als bei den römisch-katholischen Christen. Auf den koptischen Ostermontag, der religiös ohne Bedeutung ist, fällt meist Sham el Nessim, übersetzt »Duft des Westwindes«, ein Frühlingsfest, das seit pharaonischen Zeiten gefeiert wird. Ägypter aller Konfessionen unternehmen dann mit Kind und Kegel Picknickausflüge.
Nationale Feiertage
25.04.; Befreiung des Sinai.
01.05.; Tag der Arbeit.
18.06.; Jahrestag des Abzugs der britischen Truppen.
23.07.; Jahrestag der Revolution 1952.
06.10.; Jahrestag der Überquerung des Suezkanals.
Gedenk- und Feiertage
04.02.; Vatertag.
03.03.; Tag der Lehrer.
18.03.; Muttertag.
21.03.; Tag der Ärzte.
25.03.; Tag der Künstler.
23.09.; Tag des Sieges von 1956 über Israel.

Daten & Fakten

Klima & Kleidung

Mildes trockenes Kima das ganze Jahr. Die durchschnittliche Tagestemparatur sinkt nie unter 20° und erreicht im Sommer ca. 40°. Nachts wird es im Vergleich zu den Temperaturen tagsüber sehr kalt. Deshalb empfehlen wir, für kühle Abende und auch für klimatisierte Räume ausreichend wärmere Kleidung mitzunehmen. Denken Sie außerdem an bequemes, aber festes Schuhwerk, Kopfbedeckung, Sonnenbrille und Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor! Eine Taschenlampe sollten Sie in Ihrem Gepäck haben (Gräberbesichtigung). Bei Besichtigungen von Moscheen oder anderen religiösen Bauten beachten Sie bitte die Sitten des islamischen Landes und vermeiden Sie Shorts oder freizügige Kleidung – Knie und Oberarme sollten immer bedeckt sein. Da in den Badeorten die Korallenbänke teilweise bis zum Strand reichen, empfehlen wir die Mitnahme von Badeschuhen.

Filmen & Fotografieren

Es empfiehlt sich, ausreichend Filmmaterial mitzunehmen, da dieses in Europa preisgünstiger ist. Grundsätzliches Fotografierverbot besteht in der Nähe von öffentlichen Gebäuden, Versorgungswerken, Militäranlagen, Brücken und Hafeneinrichtungen sowie im Ägyptischen-, Koptischen- und Luxor-Museum. Bitte deklarieren Sie Ihre Videokamera bei der Einreise bei der Zollbehörde.

Service & Trinkgeld

Es ist empfehlenswert, eine gewisse Toleranz und Geduld für die sehr gastfreundliche Bevölkerung mitzubringen, um dieses reizvolle Urlaubsziel so richtig genießen zu können. In Ägypten wird für jede Leistung ein „Bakschisch“ als Dankeschön erwartet und als selbstverständlich vorausgesetzt. Wir empfehlen Ihnen deshalb, einen Betrag von ca. € 20,– bis € 25,– pro Woche in Ihre Nebenkosten mit einzuplanen. Üblich ist für Dienstleistungen ein Trinkgeld von mindestens 1 EGP, im Restaurant ca. 10 % des Rechnungsbetrages.

Telefonieren & Mobilfunk

Nachfolgend die wichtigsten Vorwahlnummern:

  • nach Deutschland: 0049 + Ortsvorwahl ohne 0 + die Rufnummer
  • nach Österreich: 0043 + Ortsvorwahl ohne 0 + die Rufnummer
  • in die Schweiz: 0041 + Ortsvorwahl ohne 0 + die Rufnummer
Stromversorgung

In den Hotels und auf den Schiffen beträgt die Netzspannung 220 Volt. Jedoch empfehlen wir Ihnen, für das Festland einen Euronormstecker mitzunehmen.

Taxi & Verkehrsmittel

Taxis sind relativ preiswert. Handeln Sie den Fahrpreis immer vor der Fahrt aus. Minibusse sind ebenfalls recht günstig.

Gesundheitstipps

Trinken Sie kein Leitungswasser! Verzichten sollten Sie auf Blattsalate! Fruchtsaftgetränke und Mineralwasser ohne Kohlensäure werden überall angeboten. Sie sollten nur verschlossene Flaschen kaufen und auf stark gekühlte Getränke, aufgrund der Eiswürfel verzichten.

Diplomatische Vertretung

Vertretung vor Ort:
Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
2, Sharia Berlin (Ecke Sharia Hassan Sabri) Kairo-Zamalek.
Telefon (0020 2) 27 28 20 00
Fax (0020 2) 27 28 21 59
Website www.kairo.diplo.de

Honorarkonsulin der Bundesrepublik Deutschland
9, El Fawatem Street, Mazarita, Alexandria.
Telefon (0020 3) 486 75 03
Fax (0020 3) 484 09 77

Honorarkonsul der Bundesrepublik Deutschland
365, El Gabal El Shamali, Hurghada.
Telefon (0020 65) 344 36 05, 344 57 34
Fax (0020 65) 344 36 05

In Deutschland:
Botschaft der Arabischen Republik Ägypten
Stauffenbergstraße 6 - 7, 10785 Berlin
Telefon 030-4 77 54 70
Fax 030-4 77 10 49

Sicherheit

Bitte nehmen Sie aus Sicherheitsgründen keine Wertsachen mit an den Strand und deponieren Sie sämtliche Dokumente und Geldmittel unmittelbar nach Ihrer Ankunft im Hotelsafe. Zu Ihrer Sicherheit werden die Bustransfers bei Kombinationen zwischen Hurghada, Luxor und Assuan im Konvoi durchgeführt. Immer noch ist es wegen der Gefahr fundamentalistischer Terroranschläge empfehlenswert, die Strecke Kairo–Luxor per Flugzeug und nicht mit dem Auto, Bus, Schiff oder der Bahn zurückzulegen.

Reisezeit
Die beste Reisezeit liegt zwischen Oktober und April/Mai. Von Juni bis September klettert das Thermometer in Kairo, am Roten Meer sowie in Luxor, Assuan und Abu Simbel oft auf über 40 °C. In Kairo, im Nildelta und an der Mittelmeerküste herrschen von Dezember bis März/April niedrige Temperaturen, z.T. mit Regen und am Mittelmeer sogar mit vereinzeltem Schneefall.
Sicherheitshinweis
Immer noch ist es wegen der Gefahr fundamentalistischer Terroranschläge empfehlenswert, die Strecke Kairo-Luxor per Flugzeug und nicht mit dem Auto, Bus, Schiff oder der Bahn zurückzulegen. Die möglichen Verkehrsverbindungen mit Bus und Bahn sind dennoch aufgeführt, da sich die Lage entspannen kann. Aktuelle Empfehlungen sind beim Auswärtigen Amt, auch über Internet, zu erfragen.
Flugzeug
Alexandria, Sharm el Sheikh, Hurghada, Luxor, Assuan und Abu Simbel werden von Kairo aus mehrmals tgl. angeflogen; Marsa Matruh, Katharinenkloster und Taba mehrmals wöchentlich. Eine Rückbestätigung bei Egypt Air, auch der Inlandsflüge, ist obligatorisch.
Bahn
Das Schienennetz Ägyptens ist nicht sehr dicht, aber Bahnfahrten sind ausgesprochen billig. Von Kairo gibt es eine hervorragende Verbindung nach Alexandria (mit komfortablen klimatisierten Zügen der 1. Klasse; ca. 40 EG£), außerdem einen Nachtexpress mit Schlafwagen nach Luxor (12 Std.) und Assuan (16 Std.); Reservierung (Doppelkabine ca. 100 US$ inklusive Abendessen und Frühstück) unter Tel. +20 (0)2 / 574 94 74.

Richtung Sinai existiert lediglich eine nicht zu empfehlende Verbindung nach Port Said (mit Anschluss Ismailiya und Suez). Die Züge fahren ab Ramses-Bahnhof tgl. ab 6 Uhr alle 1,5 Std.; Auskunft unter Tel. +20 (0)2 / 575 35 55.
Bus
Ein hervorragendes Busnetz verbindet selbst die abgelegensten Winkel Ägyptens mit Kairo und den jeweiligen Regionalzentren. Die Fahrten in Bussen höchst unterschiedlichen Komforts sind ausgesprochen billig; 100 km kosten ca. 10-15 EG£. Am bequemsten sind die Super-Jet-Busse.
Fähre
Sharm el Sheikh und Hurghada verbindet mehrmals die Woche eine Fähre, für die es zwar einen Fahrplan gibt, der aber nicht immer genau eingehalten wird. Auskünfte: Tel. +20 (0)65 / 44 44 21.

Offiziell gelten für die fünfstündige Fahrt folgende Zeiten: Sharm el Sheikh-Hurghada, Abfahrt Sa, Mo, Do, 18 Uhr; Hurghada-Sharm el Sheikh, Abfahrt Sa, Do 5 Uhr und Mo 8.30 Uhr. Die Tickets müssen zwei Tage im Voraus reserviert werden; Resttickets gibt es am Boot.
Nilschiff
Die Tempel zwischen Luxor und Assuan kann man bei einer Nilkreuzfahrt auf bequeme Art besichtigen. Die Strecke Kairo-Luxor sollte man wegen der Gefahr terroristischer Attacken keinesfalls unternehmen. Nilkreuzfahrten sind keine Trips auf Traumschiffen. Halten Sie das Gepäck klein, die Kabinen sind es auch.
Überlandtaxi
Sammeltaxis und Minibusse fahren erst dann los, wenn der Wagen voll besetzt ist; unterwegs steigen weitere Fahrgäste zu. Fahrten mit Sammeltaxis und Minibussen sind daher sehr preisgünstig. Sie verkehren selbst dort noch regelmäßig, z.B. zwischen Dörfern, wo Busse nur gelegentlich fahrplanmäßig halten. Je nach Fahrtstrecke zahlt man minimal einige EG£, für Langstrecken bis zu 50 EG£.
Stadttaxi
Taxifahren ist in Ägypten sehr billig. Meist sind nur wenige EG£ zu zahlen. Als Neuling sollte man den Preis vorher vereinbaren oder sich nach den gängigen Preisen erkundigen und dem Fahrer am Ende den abgezählten Betrag geben, ohne sich auf Preisdiskussionen einzulassen. Taxis stoppt man einfach auf der Straße. Hohe Tarife nehmen Fahrer, die vor Hotels Touristen abpassen. In größeren Städten verbinden Minibusse zudem einzelne Stadtteile und Vororte.
PKW
Die Hauptrouten durch das Land sind gut ausgebaut, z.T. haben die Straßen sogar zwei Spuren je Fahrtrichtung. Die Nebenstrecken sind allerdings Härteproben für Fahrer und Gefährt. Plötzliche Kurven, Wanderdünen, tiefe Schlaglöcher, unerwartete Fahrbahnverengungen und Begegnungen mit Eselskarren, Ziegen- und Kamelherden - all das macht Autofahren in Ägypten zum Stress. In den Großstädten herrscht während der Rushhour das Chaos.
Mietwagen
In allen Städten und Touristenorten gibt es eine Reihe von internationalen und lokalen Autovermietern. Unüblich sind One-way-Vermietungen, für die man die komplette Rückführung des Wagens per Fahrer an den Anmietort bezahlen muss (selten weniger als 250 US$). Bei lokalen Anbietern ist es wichtig, dass vorhandene Fahrzeugschäden und sämtliche Konditionen (Kilometerbegrenzung, Versicherungen etc.) im Vertrag ausdrücklich aufgeführt sind. Die Straßenwerbungen der lokalen Vermieter sind an allen Orten unübersehbar. Von den großen internationalen Verleihfirmen sind Budget, Hertz, Avis und Europcar vertreten. Ausländer benötigen einen internationalen Führerschein.
Verkehrsregeln
Ägypten hat die weltweit höchste Unfallrate im Straßenverkehr. Im Prinzip gelten die gleichen Verkehrsregeln wie in Europa, jedoch beachtet sie kaum jemand. Besonders gefährlich sind die Überlandrouten, auf denen die Polizei die Raserei nicht in den Griff bekommt. Offiziell gilt in Ortschaften eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 km/h, außerhalb der Orte 100 km/h. Nachtfahrten sollte man meiden, da viele Autos ohne Licht oder nur mit Standlicht fahren und erst unmittelbar vor der Begegnung mit dem Gegenverkehr kurz aufblenden.
Ägyptisches Fremdenverkehrsamt in Deutschland
Kaiserstraße 64a
D - 60329 Frankfurt am Main
Tel. +49 (0)69 / 25 23 19
Fax +49 (0)69 / 23 98 76
Ägyptisches Fremdenverkehrsamt in Österreich
Elisabethstraße 4
A - 1010 Wien
Tel. +43 (0)1 / 587 66 33
Fax +43 (0)1 / 587 66 34
Ägyptisches Fremdenverkehrsamt in der Schweiz
9, Rue des Alpes
CH - 1201 Genf
Tel. +41 (0)22 / 732 91 32
Fax +41 (0)22 / 738 17 27
Internet: The Middle East Times Online
Wochenzeitung mit aktuellen Reportagen, Politik, Lifestyle, Kultur. (Englisch)
Internet: Cairo Times
Ägyptens meistverkauftes englischsprachiges Magazin. (Englisch)
Internet: Sinai Divers
Informationen zum Tauchen im Roten Meer bei Sharm-el-Sheikh und Dahab. (Deutsch, Englisch, Französisch)

Fit für den Urlaub

Einreisebestimmungen

Ein Visum ist in Ägypten zwingend vorgeschrieben. Für Deutsche und österreichische Staatsangehörige ab 16 Jahren ist ein Visum bei Ankunft gegen eine Gebühr von US$ 16,– auf dem Flughafen  für 30 Tage erhältlich. Hierfür benötigen Sie einen Reisepass, der mindestens noch 3 Monate über Ihren Rückreisetermin gültig sein muss und ein bestätigtes Rückreiseticket. Kinderausweise oder Eintragung im Pass der Eltern, die auch bei Kindern unter 10 Jahren mit Lichtbild versehen sein müssen, werden grundsätzlich anerkannt, es wird jedoch dringend empfohlen, für Kinder einen Reisepass ausstellen zu lassen. Sie erhalten Ihr Visum automatisch bei Einreise am Flughafen von den Mitarbeitern der örtlichen Agentur Bright-Sky-Travel. Die Gebühren hierfür sind im Reisepreis der Pauschalreise bereits eingeschlossen. Staatsangehörige anderer Nationen erkundigen sich bitte im Reisebüro oder bei den zuständigen Konsulaten. Touristen, die auf dem Land- oder Seeweg nach Ägypten reisen, müssen sich das Visum bereits vor Antritt der Reise besorgen, da es sonst bei der Einreise zu erheblichen Wartezeiten kommen kann.

Zollbestimmungen

Ausfuhrverbot gilt für Altertümer und Antiquitäten. Die Einfuhr von Korallen, Krokodil- und Schlangenleder nach Deutschland ist strengstens verboten und wird mit hohen Strafen geahndet. Achten Sie beim Einkauf von Leder auf das Artenschutzgesetz. Videokameras sind deklarationspflichtig. Zollfrei sind alle Gegenstände, die für den persönlichen Bedarf bestimmt sind und wieder ausgeführt werden. Reisende im Alter von mindestens 16 Jahren dürfen außerdem zollfrei einführen:

  • 400 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak
  • 1 Liter alkoholische Getränke


Weitere Informationen erhalten Sie beim Auswärtigen Amt.

Einreise
Für die Einreise ist ein (am Einreisetag) mindestens noch sechs Monate gültiger Reisepass erforderlich. Für Deutsche, Österreicher und Schweizer besteht die einfache Möglichkeit, erst bei der Einreise an den Bankschaltern im Passbereich der Flughäfen eine Visamarke für 15 US$ zu erwerben, mit der man bis zu vier Wochen im Land bleiben darf. Man kann sein Visum jederzeit verlängern lassen (Kairo, Mugamma, Midan Tahrir, tgl. außer Fr 8-13 Uhr; hier gibt es auch Wiedereinreise-Visa gegen eine geringe Gebühr; Passfoto mitbringen!). Sie können in der Regel alles für Ihren persönlichen Bedarf ohne Formalitäten einführen (Videokamera aber vorher anmelden!).
Bettler
Ägyptens Straßen sind voll von bettelnden Kindern, Frauen und Alten. Wer wirklich arm ist oder wer zu der gut organisierten und wohlhabenden Bettlermafia gehört, ist kaum zu unterscheiden. Wenn Sie mit Geld wirklich Armen helfen wollen, geben Sie es am besten dem Scheich einer Moschee, der das Almosen ohne Abzug von Verwaltungsgebühren oder Ähnlichem an Bedürftige weitergibt.
Der böse Blick
Die Ägypter sind eines der abergläubischsten Völker der Erde, so wusste schon Herodot zu berichten. Die Schönheit eines Kindes über den grünen Klee zu loben oder eine kinderreiche Familie mit ausgestrecktem Finger abzuzählen, weckt nach dem Volksglauben die schlafenden bösen Dschinne. Zurückhaltung schützt vor dem Fluch des bösen Blicks.
Einladungen
Einladungen zum Essen oder zu einer Hilfeleistung werden im Orient schnell ausgesprochen - nicht alle sind ernst gemeint. Am besten lehnt man zweimal ab. Folgt dann eine dritte Einladung, darf man sie auch für bare Münze nehmen und einwilligen.
Gastgeschenke
Die Wahrscheinlichkeit, von einer ägyptischen Familie zum Essen eingeladen zu werden, ist ziemlich groß. Was mitbringen? Mit Blumen liegt man ziemlich falsch - es sei denn, sie sind eine kleine Beigabe zum Paket Süßigkeiten, von dem alle Beteiligten nach dem Essen mehr haben als nur einen schönen Anblick, der rasch dahinwelkt. Ein willkommenes Geschenk sind Gebäck und Torte - in großzügigen Mengen.
Geschäftsgebaren
Vorsicht ist bei Geldgeschäften aller Art angebracht. Leisten Sie für Waren oder Dienstleistungen nur geringfügige Anzahlungen, sonst kann es nach hiesiger Sitte ewig dauern, bis Sie die Leistung für Ihr Geld bekommen. Bei Geschäften wird immer Bargeld erwartet - nichts anderes, auch keine Schecks, sollten Sie annehmen und selbst nur mit Bargeld bezahlen.
Handeln & Feilschen
Im Basar einzukaufen, ohne zu handeln, wäre ein Unding. Beginnen Sie mit dem Feilschen bei 30-40% des verlangten Preises. Wenn Sie dem Händler nach einem gemeinsamen Tee am Ende 50-60 % bezahlen, dann haben Sie gut gehandelt. Zur Taktik gehört es durchaus, die Verhandlungen abzubrechen und zu gehen. Allerdings: Ein einmal ausgehandelter Preis muss auch bezahlt werden. Geschäfte außerhalb der Basars haben Festpreise und lassen nur geringfügig oder gar nicht mit sich handeln.
Kleidung
An Touristenorten wie Hurghada oder Sharm el Sheikh kann man leicht vergessen, dass man sich in einem islamischen Land bewegt. Doch auch hier gibt es Fettnäpfchen genug, in die man treten kann. So sind »Oben ohne« und FKK streng verboten. Beim Anblick von Männern in kurzen Hosen lacht der Ägypter von Herzen.
Moscheen
Fünfmal am Tag ruft der Muezzin die Gläubigen zum Gebet, auch wenn die meisten Ägypter nur zum großen Freitagsgebet in der Moschee zusammenkommen. Dem Gebet geht eine rituelle Waschung voraus. Nicht-Muslime sind in den Moscheen außerhalb der Gebetszeiten willkommen. Sie müssen wie die Gläubigen die Schuhe ausziehen. Frauen werden nur mit Kopftuch eingelassen. Mit Shorts und schulterfreiem Hemdchen müssen auch Männer draußen bleiben.
Ramadan
Während des Fastenmonats dürfen die Muslime von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang nichts konsumieren. Es verbietet sich also, in dieser Zeit tagsüber in der Öffentlichkeit zu rauchen, zu essen oder zu trinken. Innerhalb von Restaurants und Hotels ist dies jedoch kein Problem.
Schlepper
Lassen Sie sich weder von Schleppern im Basar noch von einem Führer oder Taxifahrer in angeblich besonders preisgünstige Geschäfte, Fabriken oder Restaurants locken. Der Schlepper kassiert mindestens 30 % der verlangten Summe, die auf den Verkaufspreis aufgeschlagen werden.
Sicherheit
Kairo hat nach einer Studie der Uni Bochum die höchste Mordrate der Welt. Dennoch keine Sorge: Die Taten geschehen fast ausnahmslos im sozialen und familiären Umfeld; Übergriffe auf Ausländer kommen so gut wie nicht vor. Auf den Straßen kann man sich als Tourist Tag und Nacht sicher fühlen. Allerdings sind einige Orte wegen der Gefahr terroristischer Anschläge z.Zt. nur im Polizeikonvoi zugänglich. Assiut ist als fundamentalistische Hochburg gänzlich für den Tourismus gesperrt. Üblicherweise wird die Strecke Kairo - Luxor per Flugzeug zurückgelegt, nicht mit Auto, Bus, Schiff oder Bahn. Selbst Luxor, Assuan und Hurghada darf man jetzt nur im Polizeikonvoi verlassen.
Wüsten-Touren
Touren durch die Wüste sollten Sie niemals allein unternehmen, sondern im Konvoi mit mindestens zwei Wagen und stets mit ortskundiger Begleitung. Beim Besuch der Oasen sollte man den Bewohnern besondere Rücksichtnahme entgegenbringen und die traditionelle Gastfreundschaft der Leute nicht »ausnutzen«.
Geld
Währung: 1 Ägyptisches Pfund (EG£) = 100 Piaster.
Banknoten: 5, 10, 25 und 50 Piaster, 1, 5, 10, 20, 50 und 100 EG£.
Münzen: 5, 10, 20 und 25 Piaster.
Banken: in jedem größeren Ort (So-Do 8-14 Uhr, in großen Hotels rund um die Uhr; im Ramadan stark verkürzte Öffnungszeiten).
Kreditkarten: MasterCard, Visa und American Express. Geldautomaten für EC/Maestro- und Kreditkarten sind landesweit vorhanden.
Telefonieren
Generell: Telefonnummern ändern sich häufig unangekündigt.
Öffentliche Telefone: Ortsgespräche von vielen Kiosken; Auslandsverbindungen nur von den Telefonämtern und öffentlichen Telefonzellen.
Telefonkarten: im Telefonamt oder am Kiosk zu 10 oder 30 EG£.
Tarife: Hotels verlangen hohe Gebühren (meist 3 Min. Mindestgebühr).
Vorwahl für Ägypten: +20.
Auslandsgespräche: 00 + Ländercode + Ortskennziffer (ohne 0) + Teilnehmernummer (Ländercodes: D 49, A 43, CH 41).
Mobiltelefone: GSM-Handys funktionieren (Roaming); bester Anbieter MobiNil (602 01 im Display).
Öffnungszeiten
Es gibt keine geregelten Öffnungszeiten.
Geschäfte: Sa-Do 9-12/14 und 15/16-21/22 Uhr oder länger.
Behörden: Sa-Do 8-14 Uhr.
Post: Sa-Do 9-15 Uhr.
Banken: So-Do 8-14 Uhr (in großen Hotels rund um die Uhr); im Ramadan stark verkürzte Öffnungszeiten.
Freilicht-Monumente: Sommer 7-17, Winter 8-16 Uhr.
Diplomatische Vertretungen: Deutsche Botschaft
8b, Sharia Hassan Sabri
EG - Kairo-Zamalek
Tel. +20 (0)2 / 739 96 00
Fax +20 (0)2 / 736 05 30
E-Mail: germemb@tedata.net.eg
Diplomatische Vertretungen: Österreichische Botschaft
5, Wissa Wassef Street, Corner El Nile Street
El Riyadh Tower, 5th floor
EG - 11111 Kairo-Giza
Tel. +20 (0)2 / 570 29 75
Fax +20 (0)2 / 570 29 79
E-Mail: kairo-ob@bmaa.gv.at
Diplomatische Vertretungen: Schweizer Botschaft
10, Sh. Abdel Khaleq Sarwat
EG - Kairo
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Bilder und schwarz dargestellte Texte sind aus dem DuMont Reiseverlag.