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Dänemark

Willkommen in Dänemark
Ein See erstreckt sich durch ein langgezogenes Tal, dichte Wälder breiten sich über die Hänge der umliegenden Hügel aus, ein Raddampfer zieht seine Bahn über das spiegelglatte Wasser - das ist Dänemarks Seenhochland rund um die Stadt Silkeborg, ein Dänemark, wie es nicht jeder kennt und wie es nicht den üblichen Erwartungen entspricht. Ebenfalls nicht unbedingt typisch für ein oberflächliches Dänemarkbild sind die Heide- und Moorlandschaften, die sich allen Kultivierungsmaßnahmen der letzten 150 Jahre zum Trotz insbesondere im zentralen Jütland erhalten haben. Schließlich ist Dänemark auch ein Land großer Staatsforste - Buchenwälder sind typisch für das natürliche Landschaftsbild.

Aber die Not, die der Sandflug über weite Küstenstriche gebracht hat, machte einige Förster erfinderisch. Sie ließen Bäume aus anderen Ländern anpflanzen, um den Sand zu befestigen - Kiefern und Fichten stehen heute in manchem Wald am Meer. Doch letztendlich sind diese Landschaften nur Beigaben für das Ziel, das die meisten Urlauber ansteuern: die Küste. Insgesamt über 7.474 km ziehen sich Meeresufer um die große Halbinsel Jütland, Dänemarks kontinentalen Teil, sowie um mehr als 400 Inseln, Inselchen und sogar einige Schären, die man rund um das felsige Bornholm ganz im Osten findet. Und wären da nicht die mageren 67,6 km Landgrenze zu Schleswig-Holstein, Dänemark wäre gänzlich ein Inselstaat.

Überhaupt die Inseln: Je nach Zählweise sind es zwischen 400 und 500 - etwa 100 davon bewohnt - von Watt umgebene Strand- und Düneninseln an der südlichen Nordsee, von der Landwirtschaft und idyllischen Dörfern geprägte Inseln rund um Fünen oder die beiden Kattegatperlen Anholt, ein strandumsäumter Aussichtshügel mit angehängter Wüste, sowie Læsø, mit flachen Stränden und Marschland. Und es gibt Seeland und Fünen, die großen Inseln, die man kaum als solche wahrnimmt. Sie sind jede für sich facettenreich wie ein kleines Land, mit Städten und Dörfern, Dünen und Steilküsten, Seen und Hügeln, Wäldern und Feldern.

Hauptstadt: Kopenhagen
Fläche: 43.094 km²
Einwohner: ca. 5,3 Mio.
Bevölkerungsdichte: 124 Einwohner je km²
Amtssprache: Dänisch
Staatsform: Parlamentarische Monarchie
Religion: 90 % Lutheraner, Minderheiten: Katholiken, Juden
Währung: 1 Dänische Krone (dkr) = 100 Øre
Netzspannung: 220 Volt Wechselstrom
Zeitzone: MEZ
Landesvorwahl: +45
Internet-Kennung: .dk
Höchste Erhebung: Yding Skovhoj (173 m); Grönland: Gunbjorn Fjell (3.700 m)
Längster Fluss: Gudena (158 km)
Reisemonate:
Juni
Juli
August
September

Allgemeine Informationen

Behinderte (dänisch: handicappede) haben eine starke Lobby. Öffentliche Gebäude und Verkehrsmittel besitzen in der Regel Einrichtungen für Behinderte. Ferienhäuser sind zwar meist ebenerdig, aber nicht immer rollstuhlgerecht, gute Ferienhausvermittler halten Aufstellungen geeigneter Häuser bereit. Neuere Ferienparks und Hotels besitzen rollstuhlgerechte Wohneinheiten, auch zahlreiche Danhostel-Häuser sind wenigstens zum Teil behindertengerecht. Unterkunftsverzeichnisse weisen entsprechende Häuser oder Campingplätze aus. Eine durch und durch behindertengerechte und auf EU-Ebene dafür ausgezeichnete Ferienanlage ist Dronningens Ferieby bei Grenaa auf der Halbinsel Djursland.
Dronningens Ferieby
DK - 8500 Grenaa
Tel. +45 / 86 30 05 80
Fax +45 / 86 30 07 80

Allgemeine Informationen für Behinderte:
Invalideorganisationernes Brugerservice
Kløverprisvej 10 B
DK - 2650 Hvidovre
Tel. +45 / 36 75 17 93
Fax +45 / 36 88 85 39
PKW & Fähre
Der größte Teil Dänemarks ist heute auf dem Landweg zu erreichen, zu einigen populären Touristeninseln wie Bornholm, Samsø, Fanø und Læsø, kommt man jedoch nur mit einer Fähre. Die E 45 - in Deutschland A 7 - führt von der Grenze bei Flensburg bis Frederikshavn in Nordjütland. Diese Süd-Nord-Autobahn kreuzt bei Kolding die E 20, die nach Westen bis Esbjerg und nach Osten bis Kopenhagen und dank der im Juli 2000 eröffneten Brücken-Tunnel-Verbindung am Øresund weiter nach Schweden führt. Von diesen beiden Hauptachsen führen gute Fernstraßen zu allen wichtigen Städten und Feriengebieten.

Die Anreise an Dänemarks südliche Nordseeküste über Husum und Tønder ist reizvoll. An Samstagen im Sommer gibt es aber meist ab Hamburg verstopfte Autobahnen und Staus. Wer den Beginn seiner Dänemarkfahrt flexibel bestimmen kann, sollte den Samstag meiden und vielleicht bei Hin- und Rückfahrt jeweils einen Stopover machen.
PKW & Fähre - Vogelfluglinien
Trotz der Brücke über den Großen Belt sind zur Anreise nach Kopenhagen sowie auf die Inseln Seeland, Lolland, Falster und Møn die Vogelfluglinien der Reederei Scandlines zwischen Puttgarden (Fehmarn) und Rødby (Lolland) sowie zwischen Rostock und Gedser (Falster) populär wie eh und je. Die Preise sind nur wenig höher als die Brückenmaut, man spart aber viele Kilometer auf der Straße, vor allem von Ostdeutschland aus. An Bord der Fähren gibt es jedoch keinen zollfreien Verkauf mehr, ausgenommen eine Schachtel Zigaretten pro Person. Was in den Shops angeboten wird, ist mit deutschen Steuern belegt und damit eigentlich nur für Skandinavier günstig.
PKW & Fähre - Tarife
Die Fährtarife richten sich bei den meisten Linien nach der Saison (teurere Hauptsaison: Juni-Aug.) und Länge des Fahrzeugs bzw. des Gespanns (Grenze meist 6 m), selten zusätzlich noch nach dem Reisetag (Fr-So teurer als Mo-Do) und/oder der Höhe des Wagens (Grenze 1,95-2,30 m). Wo es noch Höhengrenzen gibt, sollten Sie aufpassen, dass sie nicht durch Dachgepäckträger überschritten werden. Die Zahl der Passagiere interessiert weniger, meist gilt ein Fahrzeug mit 4 oder 5 Insassen. Plätze bucht man in den meisten Fällen telefonisch - Fahrzeugpapiere bereithalten - und muss sich nur eine Buchungsnummer merken. Dann reicht es in der Regel, wenn man 15 bzw. 30 Min. vor der Abfahrt an Ort und Stelle ist, am Kassenhäuschen die Buchungsnummer nennt und zahlt. Dabei sollten Sie an Hauptreisetagen einkalkulieren, dass es vor den Anlegern zu Staus kommen kann. Am Anleger ist nur noch den Anweisungen des Reedereipersonals zu folgen. Während der Überfahrt darf man - schon zur eigenen Sicherheit - nicht im Fahrzeug bleiben.
PKW & Fähre - Buchungen & Informationen
Buchungen und Info für alle Routen der Scandlines (neben den Vogelfluglinien u. a. noch Esbjerg-Fanø, Sassnitz-Bornholm) bundesweit über die Vanity-Nummer 018 05 Scandlines oder 018 05 / 72 26 35 46 37 oder in Puttgarden (Tel. +49 (0)43 71 / 8651 61, Fax +49 (0)43 71 / 86 51 62), Rødby (Tel. +45 / 54 60 51 66), Rostock (Tel. +49 (0)381 / 673 12 17, Fax +49 (0)381 / 673 12 13), Gedser (Tel. +45 / 54 16 00 55), Sassnitz (Tel. +49 (0)383 92 / 644 20, Fax +49 (0)383 92 / 644 29), auf Bornholm (Tel. +45 / 56 48 00 01).
Bus
Über Hamburg verkehren Fernbusse u. a. nach Kopenhagen sowie durch Ostjütland nach Hirtshals.
Eurolines Scandinavia / ZOB
Adenauerallee 78
D - 20097 Hamburg
Tel. +49 (0)40 / 24 71 06
Tel. +45 / 99 34 44 44 (in Aalborg)
Tel. +45 / 33 25 10 44 (in Kopenhagen)
Bahn
Mit der Bahn sind viele Orte in Jütland sowie auf Seeland von Hamburg direkt oder mit einmaligem Umsteigen zu erreichen, darunter Häfen, von denen Fähren nach Bornholm, Fanø oder Læsø ablegen. Zwischen Hamburg und Kopenhagen verkehren tagsüber EC-Züge über die Vogelfluglinie, Fahrzeit inklusive Fähre wenig mehr als 4 Std. Schlaf- und Liegewagenzüge aus Süd- und Westdeutschland fahren über Fünen und den Großen Belt in die dänische Hauptstadt. Diese Route kann man auch tagsüber benutzen: Von Hamburg über Flensburg erreichen Züge in knapp 4 Std. den Knotenpunkt Fredericia, ungefähre Fahrzeiten ab dort: Århus 1 Std., Frederikshavn 4 Std., Odense 35 Min., Kopenhagen 2 Std., Struer 2 Std.

Nach 20 Jahren Dornröschenschlaf wurde die Bahnstrecke von Niebüll (IC-Bahnhof an der DB-Strecke Hamburg-Westerland) nach Tønder mit Weiterfahrt über Ribe nach Esbjerg für den Personenverkehr reaktiviert.
Mit dem Rad als Gepäck
Ein Versand normaler Fahrräder per Bahn zu größeren dänischen Bahnhöfen ist möglich, die direkte Mitnahme des Rades nur in wenigen internationalen Zügen von Hamburg nach Jütland. Problemlos ist die Fahrradmitnahme auf der Bahnstrecke (Hamburg-) Niebüll-Tønder-Ribe-Esbjerg. Eine Mitnahme auf Flügen ist der Airline rechtzeitig anzuzeigen, ist vom Fluggerät abhängig und wird im Rahmen der üblichen Gepäckregeln befördert.
Flugzeug
Der Flugverkehr zwischen Mitteleuropa und Dänemark läuft mit wenigen Ausnahmen (u. a. Direktverbindung Frankfurt-Billund mit Mærsk Air und Berlin-Billund mit British Airways) über den internationalen Flughafen Kopenhagen Kastrup. Verbindungen dorthin gibt es ab allen größeren Flughäfen in Deutschland, der Schweiz und Österreich, am häufigsten mit Scandinavian Airlines und deren Star Alliance Partner Lufthansa.

Für das Umsteigen zwischen nationalen und internationalen Flügen sind in Kopenhagen ca. 45 Min. notwendig, Gepäck kann bei Ein- und Ausreise bis zu/ab dem Provinzflughafen durchgecheckt werden. Zwischen dem internationalen Terminal und dem »indenrigsterminalen« für innerdänische Flüge verkehrt ein kostenloser Shuttle-Bus (3 Min.).

Sehenswertes

Kopenhagen
Wenn man Dänemarks Kapitale »die südlichste Hauptstadt Skandinaviens« nennt, bezieht sich dies nicht nur auf die geographische Lage, sondern auch auf das Lebensgefühl. An schönen Sonnentagen und in lauen Nächten widerspricht die Stadt geradezu allen Klischees vom kühlen, zurückhaltenden Norden. Wenn sich Straßencafés füllen, wenn das Leben auf den Plätzen und in den Parks pulsiert, wenn die Vorortstrände an Øresund und Køge Bugt die Metropole zum Badeort machen, dann scheinen die Worte Kopenhagen und Nordeuropa kaum mehr zusammenzupassen.

Kopenhagen kann märchenhaft bieder sein oder swinging frech. Die Stadt hat auf jeden Fall mehr Gesichter als das der kleinen Meerjungfrau und mehr Straßen als Strøget, jene Fußgängerzone, die sich quer durch das Zentrum zieht. Kopenhagen hat wenig Grün im Zentrum, aber man erreicht in allen Richtungen mit ein paar Schritten einen Park - der grünlose Kern hat einen grünen Ring. Kopenhagen ist eine Bierstadt, aus der zwei Weltmarken - »Carlsberg« und »Tuborg« - stammen, und in ihren Grenzen gibt es eine selbsternannte Freistadt, in deren »Pusher Street« weiche Drogen zwar nicht ganz legal, aber offen angeboten werden: Christiania.

Kopenhagen trauert einer Zeit als große Hafenstadt nach und sieht in den freigewordenen Arealen am Hafen eine große Chance für die Zukunft. Kopenhagen hat Grachten wie Amsterdam, Viertel wie Kreuzberg, Schlösser und Schwulentreffs, Internet-Cafés und Nightclubs, Kneipen und Kirchen, Techno-Fetisch-Parties und eine weltberühmte Jazz-Szene, Insider-Treffs, die mit jeder Modewelle Outfit und Musikrichtung wechseln, und Szene-Institutionen, an denen Jahrzehnte scheinbar spurlos vorübergehen. Kopenhagen ist eben eine Weltstadt, eine kleine, überschaubare zwar, aber mit allem, was dazu gehört.
Louisiana
Höhepunkt an der Øresundküste ist zweifelsohne das Museum für moderne Kunst Louisiana in Humlebæk, eines der bedeutendsten seiner Art in Europa. Es entstand nach 1958 in mehreren Bauabschnitten um einen Landsitz aus dem vergangenen Jahrhundert. Dessen Bauherr, Alexander Brun, hatte das Kunststück fertiggebracht, drei Frauen vor den Traualtar zu führen, die alle Louise hießen und nach denen er den Besitz »Louisiana« nannte. Die alte Villa und die modernen, vom skandinavischen Funktionalismus geprägten Ausstellungsräume bilden trotz der Kontraste eine gelungene architektonische Einheit, die sich beispielhaft mit der umgebenden Natur verbindet.

Ein Besuch im Louisiana ist somit gleichermaßen Kunst- und Naturerlebnis. Immer wieder kann der Blick von der Kunst durch die großen Panoramafenster ins Grüne schweifen, in den Park oder vom Nordflügel auf den kleinen, baumumstandenen Humlebæk Sø. Der zeigt sich heute mehr als idyllisch, hat aber eine kriegerische Vergangenheit als Versteck kleiner Kaperschiffe während der Napoleonischen Kriege. Schwerpunkt der eigenen Sammlung des Louisiana ist dänische und internationale Kunst seit dem Zweiten Weltkrieg.

Erwähnenswert sind die langgezogenen Figuren und Köpfe des Schweizer Bildhauers Alberto Giacometti, die Werke der amerikanischen Pop-Art-Vertreter Lichtenstein und Warhol oder die deftigen Environments von Edward Kienholz. Regelmäßige Ausstellungen moderner Werke und der Kunst alter Kulturen ergänzen den eigenen Bestand. Man sollte sich zumindest einen halben Tag Zeit für einen Besuch nehmen, bei schönem Wetter kann man auch Badezeug mitbringen, denn direkt »zu Füßen« des Louisiana gibt es auch einen kleinen Strand.
Bornholm
Bornholm ist ein Mikrokosmos, in dem nicht nur die Geschichte anders als im Mutterland verlief, sondern wo auch die Menschen einen ganz markanten Zungenschlag pflegen, der jeden Bornholmer verrät, selbst wenn er statt des Inseldialekts das längst zur Alltagssprache gewordene Hochdänisch spricht. Und sogar das Wetter ist anders als im restlichen Dänemark: Statt des wechselhaften Seeklimas der westlichen Landesteile machen sich häufiger kontinentale Großwetterlagen bemerkbar, die statistisch weniger Niederschlag und mehr Sonnenstunden bringen.

Dieses Klima lässt auf Bornholm üppig wachsen, was man in solch nördlichen Breiten kaum vermutet. Andererseits bremst das umliegende Meer den Ablauf der Jahreszeiten gegenüber dem Festland: Der berühmte Frühling kommt spät, aber kurz und sehr intensiv; dafür verabschiedet sich der Sommer gern sehr langsam, sehr golden und sehr schön. Mitte Mai blüht innerhalb kurzer Zeit alles auf einmal, was in anderen Teilen Europas über viele Wochen verteilt sprießt. Bornholm wird in rund vierzehn Tagen von einer kahlen grauen Felseninsel zu einem grünen Paradies.

Berühmt sind im Blitzfrühling die blühenden Wildkirschen, von denen es ganze Wäldchen gibt und die Wochen später von Vögeln und Touristen kahlgefressen werden. Walnuss- und Feigenbäume sind gut gedeihende Exoten, auf die gerne hingewiesen wird. Blumen aus der Familie der Orchideen wachsen zahlreich an den Straßen- und Wegrändern, und Anemonen bilden leuchtende Teppiche auf dem Waldboden. Später im Sommer schließlich, schafft es die Inselpolizei manchmal nicht, für beschlagnahmte Cannabispflanzen ausreichende Lagerkapazitäten zu finden - für die entdeckten natürlich.

Auch dieses »Bornholmer Grün« hat weit über die Insel hinaus einen guten Ruf. Bornholm unterscheidet sich schließlich auch geologisch markant von Restdänemark, ist eher mit Norwegen verwandt als mit Jütland: Es ist die einzige Felseninsel des Landes; nirgendwo sonst kann man in Dänemark Schären sehen. Am deutlichsten werden die Unterschiede in Nordbornholm, wo am karg bewachsenen Granithorn Hammeren, heute ein Naturschutzgebiet, malerisch verwildernde Steinbrüche vom Granitabbau zeugen, der bis 1971 betrieben wurde.

Die Wanderwege, die am Hammeren diese vom Menschen mitgestaltete Natur erschließen, zählen zu den schönsten Dänemarks. Der Süden der Insel ähnelt dem Rest des Landes sehr viel mehr: Dort zieht sich eine flache Küste mit vielen Sandstränden entlang, deren Höhepunkt der Strand von Dueodde mit einem großen Dünenwald ist.

Wahrzeichen Bornholms sind vier weiß gekalkte Rundkirchen aus den frühen Tagen der Christianisierung. Die größte und mächtigste ist die Østerlarskirke in Ostbornholm. Sieben äußere Stützpfeiler geben ihren Rundungen Halt. Das Rundschiff besitzt in der Mitte einen mächtigen, von einem figurenreichen Fries verzierten Rundpfeiler, in dem sogar noch eine Taufkapelle Platz hat. Diese Stütze ist Folge eines statischen Problems bei allen Bornholmer Rundkirchen: Als sie entstanden, konnten die Baumeister noch kein Deckengewölbe so weit spannen, dass es für den ganzen Innenraum gereicht hätte.

Im Norden Bornholms dient die sehr exponiert liegende Olskirke auch als Seezeichen. In ihrem Inneren ist eine gelungene Verbindung zwischen mittelalterlicher und moderner Kirchenkunst im Altarraum zu sehen: Bornholms einziger Keramikaltar, 1950 gefertigt, zeigte die Verkündigung der Osterbotschaft. Die Nylarskirke, einzige Rundkirche ohne äußere Stützmauern, ist für ihre Kalkmalereien aus dem 13. Jh. bekannt, die ältesten, die in Bornholmer Kirchen erhalten sind. Von der Nykirke nördlich Rønne wird angenommen, dass sie größer geplant war, aber nicht ganz fertiggestellt wurde. Sie ist ein Stockwerk kleiner als die anderen und auch die jüngste der vier Rundkirchen.
Roskilde
Ganz am südlichen Ende des Roskilde Fjord, ca. 30 km westlich von Kopenhagen, liegt Roskilde, eine alte Stadt voller Traditionen, aber auch moderner Inhalte. Als bedeutender Bischofssitz und wichtiges Zentrum des Katholizismus sowie als königliche Residenzstadt - bis ins 15. Jh. - besaß Roskilde im Mittelalter alle Chancen, Dänemarks Hauptstadt zu werden, zumal es lange auch die größte Stadt Nordeuropas war. Dann erhielt aber Kopenhagen wegen des besseren Hafens den Vorzug. Die Reformation besiegelte später den Niedergang.

Die beiden spitzen Türme der Roskilde Domkirke sind schon von weitem zu sehen, wenn man sich der Stadt nähert. Der Bau wurde im 12. Jh. vom Kopenhagen-Gründer Bischof Absalon in Auftrag gegeben, aber erst Ende des 13. Jh. vollendet. Diese lange Entstehungszeit sorgte schon beim Kern des Bauwerks für eine Mischung romanischer und gotischer Elemente, zehn spätere Anbauten bis ins 20. Jh. hinein führten zu weiterer Stilvielfalt, die sich im Inneren noch differenzierter zeigt. Der Grund: 38 Regenten von Margrete I. (gest. 1412) bis Frederik IX. (gest. 1972).

Ihm folgte im November 2000 seine Frau Ingrid, die Mutter von Margrethe II. Neben Gekrönten fanden viele Bischöfe und Adelige hier ihre letzte Ruhe. Orientierung verschafft da nur eine Broschüre, die am Eingang verkauft wird und über alle Gräber sowie die Ausstattung des Doms detailliert Auskunft gibt. Am Ufer des Roskilde Fjord ist die Halle der Wikingerschiffe, Vikingeskibshallen, unübersehbar. Anfang der 1960er Jahre wurden nahe der Ortschaft Skuldelev, 20 km nördlich der Stadt, nicht weit vom oben beschriebenen Schloß Selsø, fünf Wikingerschiffe auf dem Grund des Fjords gefunden, geborgen und weitgehend rekonstruiert.

Sie waren wahrscheinlich um das Jahr 1000 versenkt worden, um die Zufahrt nach Roskilde für feindliche Schiffe zu behindern. Zu sehen sind im Museum ein hochseetüchtiges, 16,5 m langes Lastschiff vom Typ Knarr, ein kleineres, 13 m langes Lastschiff für den küstennahen Handel, zwei Langschiffe von 18 bzw. 28 m Länge für kriegerische Einsätze und ein kleines, 12 m langes Schiff, wahrscheinlich eine Fähre oder ein Fischerboot. Faszinierend die Präsentation: Über die Schiffe hinweg blickt man durch eine Glasfront auf den Roskilde Fjord, wo meist der ein oder andere Nachbau der ausgestellten Exemplare dümpelt.
Skagen
Nördlich von Frederikshavn zieht sich die Küste mit schönen Strandabschnitten und vielen Ferienhäusern im Hinterland in einem weiten Schwung entlang der Ålbæk Bugt bis nach Skagen hinauf. Der Name steht für die nördlichste Stadt Dänemarks und die gesamte Halbinsel, auf der sie liegt. Und Skagen bietet eine Besonderheit: Es ist eine Stadt an zwei Meeren. Am Kattegat findet man das eigentliche Zentrum und am Skagerrak den Edel-Vorort Gammel Skagen, manchmal auch Højen genannt, einst Fischernest, aber heute mondäner Schickeriatreff mit Restaurants der »ab«gehobenen Preisklasse, teuren Hotels und edlen Appartementhäusern auf Time-share-Basis.

Skagen ist in der Hochsaison einer der lebendigsten Badeorte in Dänemark mit einem internationalen, vor allem skandinavischen Publikum. Das Nachtleben bietet eine breite Palette von urig ursprünglichen Fischerkneipen bis zu Discos und Edelrestaurants - und die Bürgersteige werden beileibe nicht mit Einbruch der Dunkelheit hochgeklappt. Darüber hinaus ist die Stadt auch ein wichtiger Fischereistandort mit einer großen Fangflotte, modernen Fischverarbeitungsanlagen und einer Auktionshalle, wo Frühaufsteher werktags dem hektischen Auktionsgeschäft folgen können.
Møns Klingt
»Wir sind Sommer für Sommer Touristen, / legen den Kopf in den Nacken / und sehen hoch zu den Kuppen der Kreidefelsen, / die Klinten heißen und dänische Namen tragen.« So schreibt Møns langjähriger Stammgast, der Literaturnobelpreisträger von 1999, Günther Grass, in einem Gedicht über dieses Naturwunder.

Møns Klint zieht sich vom Leuchtturm Møns Fyr im Süden bis Brunhoved im Norden über 12 km um Møns Ostspitze. Fotofans müssen früh aufstehen: Die Klippen liegen nur am frühen Morgen im Sonnenlicht, schon am späteren Vormittag wird das Fotografieren wegen der vielen Schatten schwierig. Die Kreide ist rund 75 Millionen Jahre alt, voll mit Versteinerungen der Lebewesen eines Urmeeres, auf dessen Grund sie sich bildete. Nachdem die Kreideschichten während der letzten Eiszeit an die Oberfläche gedrückt worden waren, formte die Ostsee daraus in den letzten vier- bis fünftausend Jahren die Steilküste.

Irgendwann wird das Meer im Zusammenspiel mit anderen Naturkräften Møns Klint aber gänzlich abgetragen haben. So stürzte das langjährige Wahrzeichen Sommerspiret im Winter 1987/88 ab, ein Schicksal, das gerade in der kalten Jahreszeit immer wieder Teile der Klippen ereilt. Aber auch große Trockenheit setzt den Felsen zu, auf tragische Weise im Sommer 1994 deutlich geworden, als ein Erdrutsch mehrere Touristen in die Tiefe riß - aktuelle Warnungen und Sperrungen sollten deshalb immer beachtet werden. Nahe dem Hotel »Store Klint«, gelangt man an den imposantesten Abschnitt der Klippen mit Dronningestolen, dem Königinnenstuhl, als 128 m hohen Gipfel.

Von hier kann man an klaren Abenden sogar das deutsche Pendant, die Kreidefelsen von Rügen, erkennen. Über der Steilküste und ein Stück ins Hinterland hinein breitet sich ein wunderschöner Buchenwald aus, von Wanderwegen erschlossen; ob ein Weg an der Küste unterhalb der Klippen freigegeben ist, entnehmen Sie bitte aktuellen Sicherheitshinweisen.
Ærøskøbing
Wohl keine Stadt prägt das romantische, puppenstubenhafte Bild Dänemarks so wie Ærøs Inselhauptstadt Ærøskøbing mit ihren verwinkelten Gassen, meterhohen Stockrosen, dem Marktplatz mit den beiden alten Wasserpumpen, gepflegten Fachwerkhäusern aus dem 17. und 18. Jh. und vielen reich verzierten, bunten Türen. Das am häufigsten fotografierte Objekt ist »Dukkehuset«, das Puppenhaus in der Smedegade, das kleinste Haus der Stadt.

Eines sollte man aber nicht vergessen, wenn man hier durch die Straßen schlendert, das Foto- oder Videogerät im Anschlag: Die Stadt ist kein Freilichtmuseum, sondern hinter den Fenstern leben Menschen und keine Ausstellungsstücke, manchmal sogar Urlauber, denn einige der Häuser werden schon als Ferienwohnungen vermietet. Ganz in der Nähe des Puppenhauses darf man aber ausgiebig durch Glas schauen, in der Flaschenschiffssammlung (Flaskeskibssamlingen), Ærøs bekanntestem Museum. Hier segelt und dampft auf wenigen Quadratmetern vereint eine der größten Budelschiffflotten der Welt.
Århus
Århus ist zwar deutlich kleiner als Kopenhagen, bildet aber doch einen Gegenpol. In dem architektonisch beachtenswerten, 1982 eingeweihten Musikhaus von Århus sind ein Symphonieorchester und die international angesehene Jyske Opera zu Hause. Ein Spielkasino der edleren Art, ein Theater mit drei Bühnen, bedeutende Museen und die Staatsbibliothek, mehrere Programmkinos und viele Spielstätten für Rock und Jazz sorgen für ein breites Kultur- und Unterhaltungsangebot.

Rund 20.000 Studenten sind an Dänemarks zweitgrößter Uni eingeschrieben, weitere an der einzigen Journalistenhochschule des Landes, einer zahnärztlichen Hochschule, einem Konservatorium, einer Kunstakademie und kleineren Bildungseinrichtungen. Und sogar die Königin residiert im Sommer regelmäßig im Schloss Marselisborg am Südrand von Århus. Der Neigung der Stadtväter, mit repräsentativen Sport- und Kulturveranstaltungen sowie großen Bauprojekten die Rolle der Stadt als Jütlands Metropole herauszustellen, hat Århus in Dänemark den Titel »Verdens mindste storby« eingebracht, »Der Welt kleinste Großstadt«.

Die Tourismuswerber nutzen diesen Titel, ursprünglich sicher etwas abschätzig gemeint, inzwischen gar zur Selbstdarstellung der Stadt: Wir sind klein und überschaubar, aber wir bieten Kultur auf Weltstadtniveau, lautet die Werbebotschaft, die auch weitgehend zutrifft - für eine Viertelmillionenstadt kann sich das Angebot wahrlich sehen lassen. Eine Top-Attraktion von Århus ist das Freilichtmuseum Den Gamle By.
Ribe
Von welcher Seite man sich auch nähert, Ribe ist schon von weitem zu erkennen. Markant hebt sich die Silhouette der beiden ungleichen Domtürme aus den Marschen. Wer die Kleinstadt mit heute rund 8.000 Einwohnern betritt, ahnt kaum, dass sie einst alle Voraussetzungen hatte, Großstadt zu werden: wichtige Handels- und Hafenstadt ab dem 8. Jh., Metropole der Wikingerzeit, Standort einer der ersten christlichen Kirchen im Norden 860, Bischofssitz ab 948, königliche Residenz ab dem 12. Jh.

Die Wikingerzeit ist in den letzten Jahrzehnten durch systematische Ausgrabungen insbesondere am Nordufer der Ribe Å, wo die erste Stadt lag, untersucht worden. Die Funde würdigt seit Mitte 1995 das Museum »Ribes Vikinger«. Nicht präsentiert, sondern nachgelebt wird die Epoche der Wikinger im »Ribe Vikingecenter« südlich der Stadt auf Hof Lustrupholm. Hier soll mit zeittypischem Handwerkszeug und Material der Handelsplatz, aus dem sich Ribe entwickelte, wiederentstehen, gefüllt mit buntem Wikingerleben.

Dom: Obwohl nach alten Quellen auf einer Anhöhe gebaut, scheint das ehrwürdige, fünfschiffige Gotteshaus in der Erde zu versinken, der Kirchenboden liegt gut 1,5 m tiefer als die umliegenden Straßen: Ribes Dom ist im Laufe seiner mehr als 800jährigen Geschichte in den weichen Marschboden gesunken, während die Stadt auf den Resten ihrer eigenen Vergangenheit immer höher wächst. Der Untergrund hat dem Dom seit Baubeginn Mitte des 12. Jh. immer wieder arge Probleme bereitet. So wurde 1333 als Ersatz für einen zehn Jahre zuvor eingestürzten Vorgänger der heute das Äußere dominierende Bürgerturm fertig. 1593 verlor er die Spitze.

Für einen Wiederaufbau besaß man nicht mehr die Mittel. Seitdem schließt der Turm aus rotem Backstein mit einer Plattform ab, heute der beste Aussichtspunkt im gesamten Marschgebiet. Auch der zweite Turm nach Süden hin ist ein Neubau, im romanischen Stil 1892-1904 entstanden.
Helsingør
Helsingør, die neben Kopenhagen größte Stadt Seelands, bewacht die schmalste Stelle des Øresund und besitzt einen der geschäftigsten Fährhäfen Nordeuropas, dessen Einfahrt vom Renaissanceschloss Kronborg überragt wird. Eine erste Burg, »Krog« genannt, ließ König Erik von Pommern auf der Landzunge nördlich des Hafens schon um 1410 errichten. Das heutige Schloss entstand dann durch einen groß angelegten Umbau während der Regierungszeit von Frederik II. zwischen 1574 und 1585. Für die architektonischen Anklänge an die niederländische Renaissance sorgten die beiden verantwortlichen flämischen Baumeister.

Da der Geschmack von Christian IV. damit schon getroffen war, erklärt sich, warum unter seiner Regie die Schäden eines Großbrandes 1626 ohne nennenswerte bauliche Veränderungen beseitigt wurden. Shakespeare machte Kronborg als Schauplatz seines Hamlet in aller Welt bekannt. Immer wieder gibt es Gastspiele berühmter Hamletdarsteller vor der Kulisse des Schlosses, darunter 1938 Gustaf Gründgens mit Marianne Hoppe als Ophelia an seiner Seite.

In den Straßen und Gassen nahe dem Hafen hat Helsingør seine Altstadt mit vielen Häusern aus dem 16., 17. und 18. Jh. sehr gut bewahrt, nirgendwo jedoch so unverfälscht wie in der dunklen, engen Gammel Færgestræde. Sonst zeigt sich das Zentrum eher bunt. Viele Läden, vor allem die Bier-, Wein- und Spirituosenshops, umwerben grell die Tagesbesucher und Transitreisenden aus Schweden.

Zwar haben die Einstellung des Duty-free-Verkaufs auf den Fähren und das Sinken des einst übermäßig hohen Preisniveaus auf der anderen Seite des Øresund den Grenzhandel merklich geschmälert, aber bei allem was durch die Kehle läuft, ist Dänmark nach wie vor günstiger und so gehören Einkäufer von drüben mit ihren auf Gehwägelchen geschnallten Bierkästen noch immer zum Straßenbild in Helsingør. An Sommerwochenenden kommen weiterhin reichlich Schweden herüber und sorgen für ein munteres Treiben in den Kneipen.

Sport & Aktivitäten

Angeln
Zum Angeln ist eine Lizenz notwendig, die in Post-Shops, in Touristenbüros oder bei Veranstaltern von Angeltouren erworben werden kann. Wo private Angelrechte bestehen, sind zusätzliche Angelscheine notwendig. Das dänische Fremdenverkehrsamt gibt Info-Material heraus, das auch alle Schutzbestimmungen sowie Ausgangshäfen für Hochseeangelfahrten nennt.
Baden / Strände
Rund 5.000 der über 7.000 Küstenkilometer sind zum Baden geeignet. Badestrände werden regelmäßigen Kontrollen unterzogen; stellen die Behörden gefährliche Verschmutzungen fest, sprechen sie ohne Rücksicht auf den Tourismus Badeverbote aus. Das Dänische Fremdenverkehrsamt veröffentlicht jedes Jahr eine Dänemark-Karte, in der alle wichtigen Strände des Landes verzeichnet und in Stichworten beschrieben sind. Weit über 200 Strände und Sportboothäfen dürfen die »Blaue Flagge« hissen, die nach strengen EU-Richtlinien für gute Umwelteinrichtungen und Wasserqualität vergeben wird.

Wo Baden grundsätzlich verboten ist, wird dies durch Schilder deutlich angezeigt. An immer mehr Stränden sorgen ausgebildete Rettungsschwimmer in markanten Rettungsstationen für Sicherheit. Dort wo bewacht wird, zeigen Flaggen, ob Baden erlaubt ist oder nicht (rot = Baden verboten, gelb = gefährlich, grün = erlaubt).
Baden / Strände - Hinweise
Beachten Sie aber grundsätzlich: Nie allein schwimmen; auch bei ruhigem Wasser immer Grund unter den Füßen haben. Unterschätzen Sie nie die Wucht einer Welle. Wenn Sie umgerissen werden, sollten Sie sofort wieder auf die Beine kommen können. Schwimmen Sie nie, wenn kräftiger Wind vom Land in Richtung auf das offene Meer weht, oder bei Ebbe. Luftmatratzen, kleinere Schlauchboote und Schwimmringe gehören nicht aufs Meer, schon gar nicht mit Nichtschwimmern. Schwimmen Sie nie abtreibenden Gegenständen nach. Passen Sie gerade in diesem Punkt auf Kinder auf. An der Nordseeküste gibt es fast überall drei Sandbanksysteme vor dem Ufer. Nie über das zweite hinausschwimmen.
Kanufahren
Populäre Reviere sind die Suså auf Seeland und die Gudenå in Jütland, zu der auch die Seen bei Silkeborg gezählt werden. Die i-Büros der Regionen informieren über Kanuverleiher und Naturschutzbestimmungen, die das Kanufahren einschränken können.
Reiten
Viele Bauern- und spezielle Reiterhöfe bieten Mietpferde. Adressen können beim Dänischen Fremdenverkehrsamt angefordert werden.
Segeln
Rund 600 Häfen, darunter etwa 200 Marinas, sowie zahlreiche Ankerplätze machen Dänemark zu einem Mekka für Segler. Eine formale Legitimation, ein Segelboot zu führen, wird nicht verlangt.

Grob kann man die dänischen Reviere in drei Kategorien einteilen: Fjorde und Buchten sind gut geeignet für Gelegenheitssegler mit geringer Erfahrung auf Meeresgewässern. Die Seegebiete in den Sunden zwischen den Ostsee-Inseln erfordern Segelerfahrung und Navigationskenntnisse und mindestens einen soliden Küstenkreuzer. Seegebiete vor der Nordseeküste, im Skagerrak, Kattegat und auf dem direkten Weg nach Bornholm erfordern erfahrene Mannschaften, gute Navigationskenntnisse und seegängige Yachten.

Wassersportler sollten Naturschutzbestimmungen sowie die Grenzen von Vogel- oder Robbenschutzgebieten kennen, da Missachtung hart bestraft wird. Das Dänische Fremdenverkehrsamt publiziert regelmäßig umfangreiches Material zu Wassersportthemen, in dem auch Adressen von Yachtcharterern genannt werden.
Tauchen
Tauchen wird zunehmend populär, vor allem am Kattegat und am Kleinen Belt, und damit entsteht langsam eine Tauchsportinfrastruktur.
Dansk Sportsdykkerforbund
Idrættens Hus
DK - 2605 Brøndby
Tel. +45 / 43 26 25 60
Fax +45 / 43 26 25 61
Tennis
Größere Hotels und Ferienparks verfügen oft über Tennisplätze.
Golf
Über 130 Plätze, davon gut 70 in Jütland, locken mit günstigen Green-fees. Auch wo die Preise volkstümlich und die Umgangsformen locker sind, wird auf ein gewisses Maß an Etikette bei der Kleidung Wert gelegt. Einige Hotels bieten Pauschalangebote mit Übernachtung inkl. Green-fee. Nähere Informationen in den umfangreichen Golf-Broschüren, die über das dänische Fremdenverkehrsamt bezogen werden können.
Routen sind in vielen Wäldern und Dünengebieten gekennzeichnet, Broschüren mit Karten halten die umliegenden i-Büros bereit. Auch Langstreckenwanderwege werden markiert, z. B. an der Nordseeküste, in Mitteljütlands, rund um Bornholm oder am Isefjord in Nordwest-Seeland.

Kultur & Religion

Tag der Arbeit (1. Mai)
Meist wird bis zum Mittag gearbeitet und anschließend zu Maikundgebungen der Parteien und Gewerkschaften marschiert. Dort gibt's neben politischen Reden viel Kultur.
Pfingsten
Pfingstsonntag und -montag sind Feiertage, die zum Teil sehr ausgelassen begangen werden. Einige Städte versuchen sich sogar mit einem Karneval nach südamerikanischem Vorbild über die Pfingsttage. Schon seit dem 19. Jh. besteht der Brauch, die Nacht auf Pfingsten durchzufeiern, um die Morgensonne tanzen zu sehen. Ursprünglich schaute man am Ostermorgen nach der aufgehenden Sonne, die aus Freude über Jesu Auferstehung am Himmel tanzt. Weil das Wetter aber Ostern meist nicht dazu einlädt, eine Nacht auf diesen Augenblick zu warten, verlegte man den Brauch ganz pragmatisch auf Pfingsten.
Verfassungstag (Grundlovsdag, 5. Juni)
An diesem Tag im Jahre 1849 hatte der damalige König Frederik VII. ein bürgerliches Grundgesetz unterschrieben.
Sankthansaften (23. Juni)
Kein gesetzlicher Feiertag. Der eigentliche St.-Hans-Tag ist der 24. Juni. Ursprünglich feierte man den längsten Tag des Jahres - Mittsommer - am 21./22. Juni. In katholischen Zeiten wurde das heidnische Fest nicht einfach verboten, sondern durch das Fest Johannes des Täufers (dänisch: Sankt Hans) ersetzt. Sankthansaften wird mit Straßen- oder Nachbarschaftsfesten gefeiert. Meist marschiert man - allen voran die Kinder - mit einer Hexe aus Stroh zu einem vorbereiteten Holzstoß, die Hexe kommt obenauf, und das Ganze wird angesteckt. Dazu wird gesungen, darunter immer das Skt.-Hans-Lied. Eindrucksvoll ist es, Sankthansaften am Meer zu erleben, wenn überall am Strand die Feuer lodern.
Weihnachten
Am 24.12. haben die Geschäfte bis Mittag geöffnet. Der Heilige Abend wird meist im engen Familienkreis begangen. Zum traditionellen Festessen gehört neben Entenbraten mit süßen Bohnen, Rotkohl und Kartoffeln auch eine große Schüssel Reispudding, in der eine ganze Mandel versenkt ist. Wer sie in seiner Portion findet, bekommt neben den Weihnachtsgeschenken noch eine mandelgave, ein Mandelgeschenk. An den Weihnachtstagen, dem 25. und 26.12., kann ein neutraler Beobachter angesichts eines dänischen Weihnachtsbaumes nicht sicher sein, ob er einen christlichen Feiertag erlebt oder einen nationalen Gedenktag: Rot-weiße Fähnchen sind der beliebteste Baumschmuck.

Essen & Trinken

In den Städten bieten viele Restaurants mittags preiswerte und leichte Tagesgerichte an, abends dann erst Gerichte von der Hauptkarte. Lokale, die sich auf Buffets spezialisiert haben verlangen dafür in Mittagsstunden oft weniger als am Abend. Mittags gibt es auch in vielen Lokalen, die am Abend keine Küche haben, Frokost-Gerichte. Gute Mittags- oder Zwischengerichte zu günstigen Preisen bekommt man auch in den Cafés, die heute fast jedes Museum besitzt.
Kroer
In kleineren Orten und auf dem Lande fragt man sich am besten nach dem Kro durch, dem traditionellen Landgasthof, meist ein gemütliches, häufig romantisch rustikales Restaurant. Doch sollte man das Objekt erst in Augenschein nehmen: Einige der besten und teuersten Fresstempel Dänemarks sind Kroer, aber manchmal steht der Name Kro auch nur über einer einfachen Kneipe.
Restaurantketten
Es gibt neben internationalen Restaurantketten wie McDonalds und Burger King auch dänische, deren Filialen man in vielen Orten findet. Meist liegen sie im preiswerten oder unteren moderaten Bereich, bieten günstigen Mittagstisch und servieren große Fleischportionen. Die bekanntesten: A Hereford Beefstouw: gehobene Grillrestaurants. Den Grimme Ælling (das hässliche Entlein): Spezialität ist preiswertes Buffet. Jensen’s Bøfhus: viel Fleisch für wenig Geld. Mongolian Barbeque: der Gast sucht sich die Zutaten vom Buffet und dann wird vor seinen Augen alles gegrillt.
Getränke
Alkohol ist längst nicht mehr so teuer, wie manche Legenden glauben machen: In der Provinz kostet in Kneipen, Restaurants oder Discos eine 0,33-l-Flasche normales Pilsner meist um die 20 dkr, ein halber Liter vom Fass unter 40 dkr, und selbst im Zentrum Kopenhagens wird nur wenig mehr dafür kassiert. Ein paar Kronen teurer sind die vielen Starkbiere (luxus øl, guld øl). In der gleichen Preisklasse wie ein Pilsner liegen immer die gängigen Schnäpse wie Akvavit aus Aalborg. Ab 100 dkr bekommt man in Restaurants eine Flasche mit einem ordentlichen Tischwein, meist französischer Herkunft. In vielen Lokalen findet man ihn als Husets Rødvin oder Husets Hvidvin - roter oder weißer Hauswein - auf der Karte. Weine unter 100 dkr pro Flasche oder Karaffe sollte man mit Vorsicht genießen.

Insidertipps

Typische sommerliche Volksfeste - vergleichbar Kirmes oder Schützenfest in Deutschland - sind die Ringreiterfeste in Südostjütland, Pferde- und Trödelmärkte (Heste- og Kræmermarked) vor allem in Jütland und Hafenfeste in Küstenorten. Fastnacht im Februar/März findet nur als Kinder-Event in kleinem Rahmen statt. Von Versuchen in den frühen 1980ern, einen Karneval nach brasilianischem Muster zu etablieren, hat nur wenig überlebt, so ein phantasievolles Stadtteilfest in Kopenhagen und ein Straßenfest in Aalborg.
Zwar gilt das Ferienhaus unter deutschen Dänemarkurlaubern als die Unterkunftsform schlechthin im Lande - gut 75 % schlafen dort -, aber es gibt zahlreiche Alternativen vom Luxushotel bis zu Zeltlagern für Schwule und Lesben. Einige Ketten verkaufen über gute Reisebüros Übernachtungsschecks und Hotelpässe. Sie sind aber oft nur gültig, wenn auch andere Hotels mit Sonderangeboten ihre Kapazitäten füllen wollen. Deshalb lohnt es nicht, für alle Urlaubstage Schecks vor Reisebeginn zu kaufen.
Camping
Ca. 520 Campingplätze - davon knapp ein Viertel Ganzjahresplätze - sind vom dänischen Campingrat anerkannt und in Kategorien (*-*****) eingeteilt. Gut 80 % der Plätze vermieten Hütten. Der Standard reicht von »Dach über dem Kopf« bis zur Minivilla mit voll eingerichteter Küche, Toilette, Dusche und Meerblick. Hütten werden im Sommer in der Regel aber nur für längere Perioden vermietet.

Grundsätzlich wird ein Campingpaß verlangt. Er kann beim Campingrat bestellt oder auf dem Platz gekauft werden. Wer weniger als vier Nächte campen will, schläft mit Transitkarten für je einen Tag günstiger. In der Hochsaison ist in attraktiven Regionen eine Platzvorbestellung nötig. Detaillierte Beschreibung bietet der jährlich erscheinende Führer »Camping Danmark« (in Dänemark auf Campingplätzen). Ein Zusammenschluss privater Campingplatzbetreiber mit ausführlichem Katalog, der fast 350 Plätze beschreibt, ist DK-Camp. Freies Zelten ist verboten.
Campingrådet
Hesseløgade 16
DK - 2100, Kopenhagen Ø
Tel. +45 / 39 27 88 44
Fax +45 / 39 27 80 44

DK-Camp
Industrivej 5, Bredballe
DK - 7120 Vejle Ø
Tel. +45 / 75 71 29 62
Fax +45 / 75 71 29 66
Danhostel
Die dänischen Pendants der Jugendherbergen zeichnen sich durch guten Service, komfortable Ausstattung und wenig Reglementierung aus. Alle besitzen Familienzimmer, oft mit Dusche und WC. Bettwäsche muss mitgebracht werden oder gibt es gegen Gebühr. Da Familienzimmer oft unabhängig von der Zahl der belegten Betten berechnet werden, sind sie für zwei Personen manchmal teurer als Doppelzimmer in preiswerten Hotels. Wer nicht Mitglied eines YHA-Jugendherbergsverbandes ist, zahlt zusätzlich ca. 25 dkr/Nacht.

In allen Häusern gibt es gut ausgestattete Selbstkocherküchen, aber in der Regel werden auch Mahlzeiten angeboten, bei denen das Preis-Leistungsverhältnis eigentlich immer stimmt. Vor allem beim Frühstück werden viele Hotels übertroffen. Die Herbergen werden jährlich nach Kategorien (*-*****) bewertet. Herbergsverzeichnisse gibt es beim Dänischen Fremdenverkehrsamt oder Danhostel.
Danhostel - Danmarks Vandrerhjem
Vesterbrogade 39
DK - 1620 København V
Tel. +45 / 33 31 36 12
Fax +45 / 33 31 36 26
Hotels
Stadthotels der gehobenen Klasse bieten im Sommer, wenn ihnen der Geschäftsreiseverkehr fehlt, Zimmer zu Sonderpreisen an. Besonders Familien sind dann umworben. Hotelketten mit entsprechenden Angeboten sind z. B. Best Western und Scandic Hotels. Der dänische Hotel- und Gaststättenverband Horesta klassifiziert angeschlossene Häuser mit * bis *****, erkennbar an einem blauen Schild neben der Eingangstür. Es zeigt im oberen Feld ein großes rotes H, darunter die Unterkunftsform (Hotel, Hotel Garni), dann die zugeteilten Sterne, das aktuelle Jahr und schließlich einen Hinweis auf den Verband. Die Klassifizierung richtig sich nach der Ausstattung, nicht nach subjektiven Qualitäten von Zimmern oder nach der Atmosphäre.
Schlosshotels
Immer mehr Schlösser und Herrensitze werden als romantische Schlosshotels genutzt. Sie bieten viel Atmosphäre und einen gehobenen Service, sind aber preislich in den meisten Fällen nicht so abgehoben wie Schlosshotels z. B. in Deutschland. Mehr als ein Dutzend von ihnen arbeitet zusammen als »Dansk Slotte og Herregårde«.
Dansk Slotte og Herregårde
Sct. Leonis Stræde 1A
DK - 8800 Viborg
Tel. +45 / 86 60 38 44
Fax +45 / 86 60 38 31
Kroer
Entlang der Landstraßen und in kleineren Orten gibt es ca. 450 Kroer (Einzahl Kro), von denen sich 113 »kongeligt privilegerede Kroer« nennen dürfen. Wer eine Kro-Rundfahrt macht, kann sicher sein, in jedem Haus eine individuelle Note zu finden, eine Qualitätsgarantie ist »Kro« aber in keiner Weise! Ca. 85 Häuser haben sich zu Dansk Kroferie zusammengeschlossen und bieten ein eigenes Schecksystem.
Dansk Kroferie
Vejlevej 16
DK - 8700 Horsens
Tel. +45 / 75 64 87 00
Fax +45 / 75 64 87 20
Privatzimmer
Zimmer nach dem Prinzip des britischen Bed & Breakfast werden von lokalen i-Büros vermittelt. Sie kosten inklusive Frühstück meist nicht einmal die Hälfte eines Hotelzimmers mit vergleichbarem Komfort. Landesweit vermittelt Bed&Breakfast Booking.
Bed&Breakfast Booking
Postbox 53
DK - 2900 Hellerup
Tel. +45 / 39 61 04 05
Fax +45 / 39 61 05 25
E-Mail: bed@bbdk.dk
Ferienhäuser
Das ist für viele typisch Dänemark: Ein reetgedecktes Ferienhaus unter blauem Himmel und nichts zwischen Tür und Meer als ein paar Dünen und der Strand. Von etwa 200.000 Ferienhäusern im Lande werden gut 50.000 regelmäßig vermietet, ein Teil direkt durch Mundpropaganda, Hinweisschilder an Straßen oder Aushänge in Läden. Solche Häuser sind in der Saison billiger als die durch professionelle Büros vermittelten. Bei Reklamationen ist es aber schwer, Ansprüche geltend zu machen. Professionelle Vermittler sind zudem verpflichtet, jedem Kunden einen Sicherungsschein auszustellen, der vor einer Veranstalterpleite schützt.
Ferienhäuser - Vermittler
Auf der Vermittlerseite gibt es zwei Typen: Die Kleinen, darunter fast alle i-Büros, sind in Dänemark lokal oder regional tätig, gelegentlich in Zusammenarbeit mit deutschen Reisebüros und Veranstaltern. Einige dieser lokalen Büros werden in Deutschland von einem engagierten Servicebüro vertreten: Silke Bangsgaard, Wittenbruchplatz 17, D - 40627 Düsseldorf, Tel. +49 (0)211 / 25 38 01, Fax +49 (0)211 / 20 33 47.

Die Großen wie DanCenter, dansommer, NOVASOL und Wolters bieten in ihren Katalogen jeweils über ganz Dänemark verstreut einige tausend Häuser oder Wohnungen aller Preis- und Komfortklassen an und betreuen ihre Kunden vor Ort durch ein Netz von Servicebüros. Gute Reisebüros können die Verfügbarkeit der Häuser großer Vermittler über ihre Reservierungssysteme abfragen.
Ferienhäuser - Ausstattung
Ferienhäuser gibt es vom gemütlichen, aber einfachen Sommerhaus mit minimalem Komfort bis zu winterfesten Kleinpalästen, ausgestattet mit allem Erdenklichen bis hin zu Satelliten-TV, Video, Fax und Telefon. Dusche, WC und Küche, meist mit Elektroherd und Kühlschrank, sind immer vorhanden. Sauna und Whirlpool zählen fast zum Standard, der Indoorpool ist keine Seltenheit mehr. Stauraum im allgemeinen und Schränke im besonderen sind hingegen keine Stärken dänischer Ferienhäuser, und die Betten sind selbst in den luxuriösen Häusern eher schmal und kurz, zum Teil Jugendzimmergröße. Von der Angabe über die maximal im Haus zulässige Personenzahl sollte man nicht auf die Zahl von Betten für Erwachsene schließen. Mitgerechnet sind häufig Schlafsofas in Durchgangs- oder Wohnzimmern sowie Schlafkojen, die nur für Kinder geeignet sind. Nicht zulässig ist es, Ferienhäuser mit mehr Personen zu belegen, als Betten vorhanden sind, oder sie auf dem Grundstück campieren zu lassen.
Ferienparks
Die meist in Strandnähe und einigen attraktiven Provinzstädten liegenden Ferienparks mit Apartments oder kleinen Reihenhäusern sind eine Alternative zum freistehenden Ferienhaus. Sie sind bei gleichem Komfort oft preiswerter und bieten in Zentralgebäuden gute Fitness-Einrichtungen, zum Teil Spaßbäder. Alle großen Vermittler haben solche Anlagen in den Katalogen, die außerhalb der Saison mit günstigen Angeboten locken und dann auch bei den Mietzeiten flexibel sind - es muss nicht immer eine ganze Woche sein.

Daten & Fakten

Silvester / Neujahr
Wer Silvester/Neujahr in Dänemark verbringt, sollte keinen Schnee erwarten, eher nasskaltes Wetter. Der Winter zieht meist erst Ende Januar ein und erstreckt sich über den Februar bis in den März hinein. Sind die Meere in strengen Wintern zugefroren - Ostsee und Limfjord, nie die Nordsee - dann hält sich die Kälte sehr lange. Nach der Statistik klettern die Temperaturen im Mai merklich, der Frühling kommt dann sehr schnell und ist kürzer als in Mitteleuropa. Heuschnupfenkranke sollten die gegenüber Mitteleuropa etwas verspäteten Vegetationsperioden berücksichtigen.
Sommer
Der eigentliche Sommer reicht von Mitte/Ende Juni bis in den Aug. hinein; Durchschnittstemperaturen von über 20° C und Spitzentemperaturen von über 30° C sind dann üblich. Die Wassertemperatur erreicht in guten Sommern über 20° C. In Jütland herrscht meist ein wechselhaftes Meeresklima, während der Osten nicht selten unter den Einfluss des stabileren Kontinentalklimas gerät. Um Ostern und in den Herbstferien ist ein Dänemarkurlaub ein spannendes Spiel in der Wetterlotterie mit guten Gewinnchancen für kühle, aber schöne Tage. Soweit Museen, Attraktionen, Lokale und Campingplätze in Touristenregionen nicht ganzjährig geöffnet haben, beginnen sie die Saison in der Regel um Ostern oder Pfingsten, je nachdem, ob diese Feiertage früh oder spät liegen. Auch der 1. Mai ist beliebt für den Saisonauftakt. Die Saison geht dann Mitte bis Ende Sept. oder mit den dänischen Herbstferien in der dritten Oktoberwoche wieder zu Ende.
Nebensaison
Wer außer schönen Spaziergängen am Meer auch gern ausgehen oder Kultur erleben möchte, sollte bei der Standortwahl für einen Nebensaisonurlaub die Nähe einer größeren Stadt suchen. Günstig für die Kombination Natur und Kultur sind rund ums Jahr die Ferienhausgebiete in Nordseeland mit Kopenhagen im Hinterland sowie Nordfünen mit Odense, Mols und der mittlere Teil Djurslands sowie der mittlere Teil der jütischen Ostseeküste mit Århus und Kolding, Osthimmerland und der nördliche Teil der Ostseeküste vom Limfjord bis Sæby mit Ålborg.
PKW
Wer zum ersten Mal auf dänischen Straßen fährt, merkt schnell, dass der Verkehr nicht so hektisch wie auf bundesdeutschen Autobahnen ist. Drängler, die mit der Lichthupe spielen, sind fast unbekannt. Der Verkehr ist nicht so dicht wie in Mitteleuropa, und selbst das, was in der Rushhour rund um Kopenhagen als Stau bezeichnet wird, lässt Berufsverkehrgeschädigte aus bundesdeutschen Großstädten nur müde lächeln. Das Fernstraßennetz ist gut ausgebaut, aber die Sicherheitsvorkehrungen selbst an den Autobahnen zeigen, dass es nicht auf unbegrenzte Geschwindigkeiten ausgelegt ist.
PKW - Tempolimits
Tempo 50 in Ortschaften, Tempo 80 auf Landstraßen und Tempo 110 auf Autobahnen sind vorgeschrieben, und selbst Raser überschreiten selten eine Toleranzspanne von etwa 20 km/h - was im Falle einer Radarfalle gut 1000 dkr kostet. Wer in geschlossenen Ortschaften 35 km/h zu schnell ist und erwischt wird, hat ein 2500-dkr-Loch in der Urlaubskasse und einen Führerschein weniger. Auf Landstraßen und Autobahnen sind die Grenzen höher, aber auch die Preise. Die Polizei kassiert bei Ausländern direkt, wobei Kreditkarten akzeptiert werden.
PKW - Orientierung
Alle Hauptstraßen und Autobahnen sowie deren Abfahrten sind konsequent mit Nummern gekennzeichnet, so dass eine Orientierung ausschließlich anhand dieser Nummern erfolgen kann, die aus allen guten Karten neueren Datums ersichtlich sind. Oft verlaufen verschiedene Straßen über eine Trasse, z. B. südlich Kopenhagens die E 20, E 47 und E 55. Kleinbuchstaben unter den Straßennummern geben die Richtung an (z. B. E 47 s = Autobahn 47 in südliche Richtung; n = Nord, ø = Ost, v = West). Verkehrsregeln und -zeichen entsprechen weitgehend dem europäischen Standard.
PKW - Besonderheiten
Fahrlicht ist ganztägig vorgeschrieben. An Autobahnauffahrten gilt in der Regel das Reißverschlussverfahren. Eine Kette weißer Dreiecke - Haifischzähne - auf der Fahrbahn an Kreuzungen signalisiert: Vorfahrt gewähren. Gelb bemalte Bordsteinkanten signalisieren Parkverbot. Wo zeitlich begrenztes Parken erlaubt ist, sind Parkscheiben notwendig, erhältlich in Banken (!), Tankstellen oder i-Büros. Falschparken kostet knapp 500 dkr. Telefonieren während der Fahrt ist nur mit Freisprechanlage erlaubt, sonst kann es 500 dkr kosten.
PKW - Margeriten-Route
Braune Schilder mit der Blüte einer Margerite weisen auf die Margeriten-Route hin. Über 3.500 km Nebenstrecken, die zu über 1.000 Sehenswürdigkeiten führen, sind so markiert.
PKW - Verkehrshotline
Eine Hotline des Straßenverkehrsamtes informiert über Staus, Straßenzustand sowie Wartezeiten an Fähren und Brücken (Tel. +45 / 70 10 10 40). Die Nutzung von Autobahnen und anderen Straßen ist kostenlos. Eine Brückenmaut fällt jedoch für die festen Verbindungen am innerdänischen Großen Belt und am Øresund nach Schweden an.
PKW - »Großer Belt«
Am Großen Belt wird für beide Fahrtrichtungen bei Korsør auf Seeland kassiert. An den Mautstellen stehen je Richtung acht gut ausgeschilderte Spuren zur Verfügung: rechts »Kontant« für Barzahler am besetzten Schalter (auch €), Mitte »Kun Kort« für Kreditkartenzahlung am Automaten (u. a. Eurocard, Visa, Diners, American Express), links »Kun Bro Bizz« für Abonnenten. Achtung: Bro Bizz-Spuren öffnen den Schlagbaum nur, wenn am Fahrzeug eine Identifikationseinheit montiert ist!
PKW - Tanken
Tankstellen gibt es reichlich. Dort bekommt man unverbleite Kraftstoffe (92, 95 und 98 Oktan = Normal, Super, Super plus) sowie Diesel; das Preisniveau entspricht etwa dem deutschen, je nach Stand der letzten Steuererhöhungen ist es mal nördlich, mal südlich der Grenze unwesentlich billiger.
PKW - Pannenhilfe
Der dänische Automobilclub FDM unterhält keinen Pannendienst. Fast alle deutschen Automobilclubs kooperieren mit privaten Hilfsdiensten, Details dazu entnehmen Sie bitte aus den jeweiligen Schutzbriefen. Der private Rettungs- und Pannendienst Falck unterhält landesweit ein dichtes Netz von Stationen - über Tel. +45 / 70 10 20 30 erreichen Sie automatisch die am nächsten gelegene. Unfälle ausländischer Fahrzeuge müssen gemeldet werden an: Dansk Forening for International Motorkøretøjsforsikring (Verband der internationalen Kfz-Versicherer), Amaliegade 10, DK - 1256 Kopenhagen K, Tel. +45 / 33 43 55 00, Fax +45 / 33 43 55 01. Empfehlenswert ist eine Autoservice-Versicherung, die die Pannenhilfe deckt, wenn das Auto liegenbleibt, oder die Rückführung von Unfallwagen bezahlt.
Mietwagen
Die internationalen Verleihfirmen Avis, Budget, Europcar, Hertz usw. sind landesweit vertreten, außerdem gibt es viele lokale Vermieter. Die meisten Hotels und Ferienparks vermitteln Leihwagen zu günstigen Ferientarifen, wenn der Wagen am gleichen Ort geliehen und zurückgegeben wird. Die Vorausbuchung über Reiseveranstalter hat sich in der Vergangenheit oft als günstig erwiesen. Standardtarife beginnen ab 500 dkr plus Kilometer, Benzin und Versicherungen. Gesetzliches Mindestalter zum Leihen ist 20 Jahre, bei einigen Vermietern 25.
Fahrrad
Dänemark besitzt ein vorbildlich gekennzeichnetes Fahrradroutennetz. Die Hinweisschilder zeigen ein weißes Fahrrad auf blauem Grund, meist mit Routennummer und Kilometerangaben. Zehn nationale Fahrradrouten von etwa 3.300 km Länge führen kreuz und quer durch das Land, ergänzt durch mehrere tausend Kilometer lokaler Routen. Möglichst werden autofreie Wege oder wenig befahrene Nebenstraßen genutzt. Für alle Landesteile liegen Beschreibungen der Fahrradrouten mit detaillierten Karten vor. Die Brücke über den Großen Belt kann mit Fahrrädern nicht befahren werden.
Fahrrad - Transport in Bus & Bahn
Juni-Sept. verkehrt mehrmals am Tag ein »Fahrradbus« zwischen den Bahnhöfen Korsør und Nyborg, Okt.-Mai wird je ein Transport vor- und nachmittags durchgeführt, wenn er mindestens 48 Std. zuvor unter Tel. +45 / 70 13 14 15 bestellt wurde. Mit normalen Rädern - Tandems oder Fahrradanhänger müssen den Bus benutzen! - können auch 1 x/Std. Züge zwischen den beiden Stationen benutzt werden. Die Mitnahme normaler Räder auf der Bahn ist möglich, nicht jedoch im InterCityLyn sowie zur Rush hour in der Kopenhagener S-Bahn. Ein Anspruch auf Fahrradbeförderung besteht nicht, die Mitnahme hängt vom vorhandenen Platz ab. Der ist in den meisten InterCity-Fernzügen beschränkt, dafür können aber Fahrradplätze reserviert werden. Weitere Details und die von Entfernung und Zugtyp abhängigen Preise verrät ein Faltblatt (auch deutsch), das auf jedem dänischen Bahnhof erhältlich ist. Auch viele Überlandbusse nehmen Fahrräder mit. Bei Inlandsflügen ist der Radtransport kostenpflichtig.
Fahrrad - Leihfahrräder
Leihfahrräder bekommt man in jedem touristisch einigermaßen bekannten Ort meist von mehreren Anbietern. Vielerorts betreiben i-Büros einen Verleih, auf jeden Fall wissen sie, wo der nächste ist: Das können Ferienparks, Campingplätze und auch Bahnhöfe sein, in seltenen Fällen Fahrradhändler.
Fahrrad - Hinweise
Radweg heißt cykelsti oder cykelvej. Ein Fahrrad oder ein kleiner Strich über dem roten Balken eines Sackgassenschildes zeigt an, daß es am Ende eine Durchfahrt für Radfahrer gibt. Zum Linksabbiegen fährt man am rechten Fahrbahnrand über den Kreuzungsbereich und ordnet sich auf der andern Seite in den Querverkehr ein, wieder am rechten Fahrbahnrand. Es ist lebensgefährlich, sich in der Fahrbahnmitte oder auf Linksabbiegespuren einzuordnen, da dänische Autofahrer dies nicht gewohnt sind und dort keine Radfahrer erwarten! Durch Heben einer Hand zeigt man auf Radwegen nachfolgenden Radfahrern an, wenn man bremst oder anhalten will - das ist auf vielbefahrenen Wegen unerlässlich, um Auffahrunfälle zu vermeiden.
Öffentliche Verkehrsmittel
Der öffentliche Verkehr ist hervorragend. Jahrzehntelang haben dänische Regierungen frei vom Lobbydruck einer eigenen Autoindustrie den Kollektivverkehr gegenüber dem Individualverkehr gefördert. Im Verkehr zwischen den Landesteilen konkurrieren Fernbusse, Bahn und verschiedene Airlines. Letztere haben seit Öffnung der festen Verbindung über den Großen Belt viel Kundschaft verloren und ihr Netz ausgedünnt.
Öffentliche Verkehrsmittel - Bahn
Die Hauptstrecke des innerdänischen Bahnverkehrs verbindet Jütland und Seeland über Fünen. Tagsüber verkehren dort mindestens einmal pro Stunde Qualitätszüge - InterCity und InterCityLyn -, in denen es verschiedene Platz- und Serviceklassen gibt, von Standard - entspricht 2. Kl. in Deutschland - bis Business Plus mit Rundum-Service. Außerdem findet man Ruhebereiche (hvileplads) mit Rauch- und Handyverbot. Die meisten Regional- und Lokalbahnen haben nur 2. Klasse. Die Fahrpreise richten sich nach einem Zonensystem. Bahnen, Regionalbusse und viele Fähren verkehren regelmäßig mit zeitlich abgestimmten Fahrplänen bis aufs »platte Land«. Großräumige Verkehrsverbünde mit einfachen und preiswerten Tarifstrukturen machen auch den Regionalverkehr attraktiv.
Öffentliche Verkehrsmittel - Touristenzeitkarten
Touristenzeitkarten zum Besuch von Sehenswürdigkeiten mit Bahnen und Bussen gibt es in Kopenhagen, Odense und Århus. Gerade die großen Städte sind mit dem öffentlichen Verkehr gut zu erkunden, zumal Parkplätze teuer sind. Ganz ohne Auto kommt man gut auf den kleineren Inseln inklusive Bornholm zurecht sowie in den Badeorten des Hauptstadtbereiches an Kattegat und Øresund.
Öffentliche Verkehrsmittel - Flugzeug
Ein sternförmiges Flugnetz verbindet Kopenhagen mit Provinzflughäfen wie Rønne auf Bornholm oder Billund, Sønderborg, Thisted, Aalborg und Århus/Tirstrup in Jütland. Die Flugzeiten betragen 40-60 Min. Ganzjährig gültige Sondertarife (Mindestaufenthalt, Beschränkungen beim Umbuchen), Rabatt für Senioren und Jugendliche sowie spezielle Preise in Zeiten mit geringem Geschäftsreiseverkehr - während der Sommerferien! - machen Fliegen erschwinglich. Fragen Sie bei Interesse in i-Büros oder Reisebüros, möglicherweise gibt es gerade ein Angebot für einen Ausflug per Jet vom Ferienhaus in Jütland ins Tivoli nach Kopenhagen. Die wichtigsten Inland-Fluglinien: Cimber Air, Tel. +45 / 74 42 22 77, Mærsk Air, Tel. +45 / 70 10 74 74, Muk Air, Tel. +45 / 32 82 00 00; SAS, Tel. +45 / 70 10 20 00.
Ärztliche Versorgung
In jedem Ort gibt es einen oder mehrere Ärzte, die oft in einer kommunalen Gemeinschaftspraxis praktizieren (lægehus = Ärztehaus), in größeren Orten sind Krankenhäuser (sygehus) vorhanden. Gut ist auch das Netz der zahnärztlichen Versorgung. Landesdeckend gibt es ärztliche Notdienste, die außerhalb der normalen Sprechzeiten (werktags ca. 8-16 Uhr) tätig und in deren Rahmen bei akuten Erkrankungen auch Hausbesuche gemacht werden. Die Telefonnummer des nächsten Notdienstes finden Sie unter»Lægevagten« im Telefonbuch; landesweit kann in Notfällen auch der Notruf 112 benutzt werden.
Medikamente & Versicherungen
Deutlich geringer als in Deutschland ist die Zahl der Apotheken, die Versorgung ist aber ausreichend. Die meisten Medikamente gibt es nur auf Rezept und gegen hohe Eigenleistungen. Notfallbehandlungen in Krankenhäusern sind kostenlos. Mit einigen Ausnahmen, u.a. bei Fachärzten, erhalten gesetzlich versicherte EU-Bürger gegen Vorlage des EU-Krankenscheins (E 111), der bei den Krankenkasse erhältlich ist, kostenlose ärztliche Hilfe im gleichen Umfang wie gesetzlich versicherte Dänen. Das beinhaltet relativ hohe Eigenleistungen bei Zahnbehandlungen und Medikamenten. Gegen dieses Restrisiko kann man sich mit einer Auslandskrankenversicherung schützen. Es empfiehlt sich in jedem Fall, den aktuellen Versicherungsschutz bei der eigenen Krankenkasse oder -versicherung vor Reiseantritt zu erfragen.
Dänisches Fremdenverkehrsamt
Für Anfragen aus allen deutschsprachigen Ländern ist das Dänische Fremdenverkehrsamt zuständig.
Dänisches Fremdenverkehrsamt
Postfach 10 13 29
D - 20008 Hamburg
Tel. +49 (0)40 / 32 02 10
Fax +49 (0)40 / 32 02 11 11
E-Mail: daninfo@dt.dk
Während der Sommersaison informieren an der A 45 direkt hinter der Grenze an der Raststätte Frøslev Ø sowie an der Raststätte Farø an der A 47/55 von Rødby bzw. Gedser Richtung Kopenhagen Velkomstcenter über ganz Dänemark und bieten Buchungsservice.

Für Postanfragen an örtliche Touristenbüros in Dänemark reicht als Postanschrift: Turistbureau, DK-Postleitzahl, Ortsname. Für die i-Büros gilt: Ein »Turistbureau« hat ganzjährig Mo-Sa während der Geschäftszeiten geöffnet und kann über ganz Dänemark informieren. Eine »Turistinformation« braucht nur in der Hauptsaison die Türen offen zu halten und nur über den Ort und die nähere Umgebung zu informieren. Viele Büros beider Kategorien übertreffen jedoch diese Mindestanforderungen z. B. mit Öffnungszeiten am So. Darüber hinaus gibt es weitere, manchmal rein kommerzielle Büros, die sich z. B. »Turistkontor« nennen und an keine Mindestanforderungen gebunden sind.

Fit für den Urlaub

Durch Dänemarks Beitritt zum Schengener Abkommen entfallen seit Ende März 2001 offiziell die Grenzkontrollen. Dies entbindet Staatsbürger der EU-Länder nicht davon, gültige Ausweispapiere bei sich zu haben. Gleiches gilt für Schweizer. Nicht-EU-Bürger auch mit Wohnsitz in deutschsprachigen Ländern müssen Visabestimmungen entsprechend ihrer Staatsbürgerschaft beachten.
Tiere
Hunde und Katzen, die mindestens einen und höchstens zwölf Monate vor dem Grenzübertritt nachweislich (internationaler Impfausweis) gegen Tollwut geimpft wurden, können ohne Probleme eingeführt werden, für zahlreiche andere Tiere benötigt man eine besondere Einfuhrerlaubnis des Fødevaredirektoratet, Mørkhøj Bygade 19, DK - 2860 Søborg, Tel. +45 / 33 95 60 00, Fax +45 / 33 95 60 01. Für einige Kampfhunderassen gelten Einfuhrverbote. Wer mit Tieren reist, sollte Transitfahrten über Schweden wegen der dort strengeren Einfuhrbestimmungen grundsätzlich meiden.
KFZ
Autofahrer aus den mitteleuropäischen Ländern benötigen einen gültigen nationalen Führerschein und den KFZ-Schein, ein grüner Versicherungsschein ist nicht mehr vorgeschrieben, vereinfacht aber bei Unfällen die Formalitäten.
Zoll
Urlauber dürfen Dinge für den persönlichen Gebrauch unbeschränkt einführen. Nur noch für wenige Waren, die in einem EU-Land gekauft wurden, bestehen Obergrenzen für eine abgabenfreie Einfuhr: 1,5 l Hochprozentiges mit über 22% Alkohol und 300 Zigaretten oder 75 Zigarren oder 400 g Tabak. Enger sind die Grenzen für Waren aus Nicht-EU-Ländern oder einem Duty-free-Verkauf, der ist aber nur noch bei der Einreise von außerhalb der EU - z. B. auf Fähren aus Polen oder Norwegen - möglich.
FKK
Ob man an Stränden nackt badet oder sich sonnt, sollte man mit Rücksicht auf die Strandnachbarn entscheiden. Da gerade deutsche Touristen mit dem Erkennen, wo Nacktsein angebracht ist und wo nicht, Schwierigkeiten haben, gibt es inzwischen Strandgebiete, an denen dies mit Verbotsschildern angezeigt wird. Ansonsten gilt für Männer und Frauen: Eine Badehose reicht. Über die offiziellen FKK-Strände und Campingplätze informiert Dansk Naturist Union.
Dansk Naturist Union
Postbox 165
DK - 6400 Sønderborg
Tel. +45 / 70 22 27 26
E-Mail: sekretariat@dansknaturistunion.dk
Heiraten
In Dänemark lässt sich eine Heirat problemlos binnen 24 Stunden von der Idee in die Tat umsetzen, bei ganz Eiligen auch schneller. Voraussetzung ist, dass die Partner Pässe und Geburtsurkunden parat haben und nachweislich noch nicht verheiratet waren. Sind einer oder beide Partner geschieden, dauert die Prozedur etwas länger, weil die rechtmäßige Auflösung der Altehen geprüft werden muss.

Sind Sie heiratswillig, wenden Sie sich an das Rathaus der Gemeinde, in der Sie Urlaub machen, oder bitten das nächstliegende i-Büro, einen Trauungstermin zu besorgen. Übrigens traut in Dänemark entweder der Bürgermeister oder der Priester. Inzwischen helfen auch kommerzielle Büros, Eheschließungen in Dänemark zu arrangieren.

Zur standesamtlichen Anerkennung einer Lebensgemeinschaft gleichgeschlechtlicher Paare, die in Dänemark seit 1989 möglich ist, verlangt das Gesetz, daß wenigstens einer der Partner einen ständigen Wohnsitz im Lande hat.
Geld
Währung: 1 Dänische Krone (dkr) = 100 Øre.
Banknoten: 50, 100, 200, 500 und 1000 dkr.
Münzen: 25 und 50 Øre, 1, 2, 5, 10 und 20 dkr.
Banken: in jedem größeren Ort (Mo-Fr 9.30-16 Uhr, Do bis 18 Uhr).
Kreditkarten: MasterCard, Visa, American Express und Diners Club. Geldautomaten mit deutschsprachigem Bedienungsmenü für EC/Maestro- und Kreditkarten sind landesweit vorhanden (z. B. rote KONTANTEN-Automaten).
Notruf
Tel. 112 (landesweit aus Telefonzellen ohne Münzeinwurf).
Öffnungszeiten
Kernöffnungszeiten eines liberalen Ladenschlussgesetzes sind Mo-Fr 10-17.30, Sa bis 14 Uhr. Öffnungszeiten bis 20 Uhr, meist Do und Fr, sind möglich, auch der lange Samstag ist in Städten bekannt. Bäckereien, Kioske mit umfangreichem Angebot oder Läden in Fremdenverkehrsregionen haben oft bis in die Nacht sowie an Sonntagen geöffnet. Ein gutes Angebot bieten ferner Minimärkte einiger Tankstellen sowie vieler Campingplätze und Ferienparks.
Telefonieren
Generell: Dänemark kennt nur Ruf- und Faxnummern mit acht Ziffern ohne Vorwahlen.
Öffentliche Telefone: Münz- und Kartentelefone des Ex-Monopolisten TeleDanmark sind zahlreich. In vielen Telefonzellen kann man sich auch anrufen lassen.
Telefonkarten: in Kiosken und Post-Shops.
Tarife: Es gibt private Münzgeräte, die von öffentlichen kaum zu unterscheiden sind, aber deutlich höhere Gebühren abrechnen.
Vorwahl für Dänemark: +45.
Auslandsgespräche: 00 + Ländercode + Ortskennziffer (ohne 0) + Teilnehmernummer (Ländercodes: D 49, A 43, CH 41).
Auskunft: Tel. 118 (national); 113 (international).
Mobiltelefone: Die Netzabdeckung für GSM-Handys ist gut, auch in küstennahen Gewässern. Vergleichen Sie die Preise der nutzbaren Netze, sie variieren deutlich. Dänische Prepaid-Karten für Handys sind preiswert, wer damit umgehen kann und seine eigene Karte durch eine solche ersetzt, spart viel Geld. TeleDanmark hat bisher im Lande die beste Netzabdeckung.
Diplomatische Vertretungen: Deutsche Botschaft
Stockholmsgade 57
DK - 2100 Kopenhagen Ø
Tel. +45 / 35 45 99 00
Fax +45 / 35 26 71 05
E-Mail: tyskeamba@email.dk
Diplomatische Vertretungen: Österreichische Botschaft
Solundsvej 1
DK - 2100 Kopenhagen
Tel. +45 / 39 29 41 41
Fax +45 / 39 29 20 86
E-Mail: kopenhagen-ob@bmaa.gv.at
Diplomatische Vertretungen: Schweitzer Botschaft
Amaliegade 14
DK - 1256 Kobenhavn K
Tel. +45 / 33 14 17 96
Fax +45 / 33 33 75 51
E-Mail: vertretung@cop.rep.admin.ch
Bilder und schwarz dargestellte Texte sind aus dem DuMont Reiseverlag.