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Griechenland

Willkommen in Griechenland
»Ach dieses Licht!«, hauchte bereits der Griechenlandliebhaber Erhart Kästner, als er die ägäische Inselwelt bereiste. Und tatsächlich, das Licht ist unvergleichlich. Sonne, strahlend blauer Himmel und Meer sind untrennbar mit Hellas verbunden.

Nur ein Viertel des griechischen Hoheitsgebiets entfällt auf das Festland, der Rest ist Meer, - »Inselmeer«. Über 1.300 Inseln schweben in der Ägäis und im Ionischen Meer im Dunst. Touristisch voll erschlossen sind Ziele wie Rhodos, Kós, Korfu oder Mykonos. Andere, weniger bekannte Inseln machen es Gästen einfacher, das traditionelle Griechenland zu entdecken. Jede Insel ist anders: frisch Verliebte werden Santorin bevorzugen, Partynudeln sind auf Ios oder Mykonos richtig, wer die Stille sucht, wählt vielleicht Amorgos, Sonnenanbeter dagegen Kefalloniá. Viele unterschiedliche Eindrücke kann man beim »Inselhüpfen« gewinnen, die Fährverbindungen sind meist gut, die nächste Insel nah.

Das Herz von Griechenland schlägt in Athen. Wer die Griechen verstehen möchte, kommt um ihre Hauptstadt nicht herum. Allen (Vor-)Urteilen über die Metropole wird man zustimmen: chaotisch, hoffnungslos verstopft, hässlich. Und doch ist Athen wunderbar! In der Plaká findet sich noch immer ein lauschiges Plätzchen, vom Stadtberg Likavittos hat man an klaren Tagen einen Blick bis zur Insel Ägina, das Archäologische Nationalmuseum birgt die größte Antikensammlung der Welt - und über allem thront die Akropolis. Athen ist auch ein guter Ausgangspunkt für Ziele im ganzen Land. Die fruchtbare Peloponnes wurde schon früh Siedlungsgebiet, die mykenische Kultur war hier zu Hause. In den Regionen Epirus und West-Makedonien warten Berge, tiefe Täler und Schluchten und die größten Seen im Land auf Naturfreunde. Die Pílion-Halbinsel zählt sicher zum schönsten, was Griechenland zu bieten hat, und die Metéora-Klöster in schwindelerregender Höhe sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen. Im Norden schließlich locken Thessaloniki und die Halbinsel Chalkidikí mit traumhaften Sandstränden.

Griechenland fordert einen offenen Blick und belohnt mit verborgenen Schätzen und unvergesslichen persönlichen Eindrücken. Und schließlich, bei der Einfahrt in die Caldera von Santorin, in einer engen Gasse in Naxos-Stadt oder einem verwunschenen Olivenhain auf Korfu, wird wohl keiner widerstehen können: »Ach dieses Licht! «

Hauptstadt: Athen
Fläche: 131.957 km²
Einwohner: ca. 10,5 Mio.
Bevölkerungsdichte: 80 Einwohner je km²
Amtssprache: Griechisch
Staatsform: Parlamentarische Republik
Religion: 97 % Griechisch-Orthodoxe, 1,2 % Muslime, Minderheiten: Protestanten, Katholiken, Juden
Währung: 1 Euro (€) = 100 Cent
Netzspannung: 220 Volt
Zeitzone: MEZ + 1 h
Landesvorwahl: +30
Internet-Kennung: .gr
Höchste Erhebung: Olymp (2.917 m)
Längster Fluss: Acheloos (220 km)
Reisemonate:
Mai
Juni
September
Oktober

Allgemeine Informationen

Zeitunterschied

In Griechenland gilt die osteuropäische Zeit, d.h. mitteleuropäische Zeit plus 1 Stunde. Wie in Deutschland gibt es auch in Griechenland die Sommerzeit.

Währung & Geldumtausch

In Griechenland bezahlen Sie in Euro. EC-Geldautomaten finden Sie in allen größeren Ferienregionen.

Kinder
In ganz Griechenland findet man kinderfreundliche Strände mit flach abfallenden Strandabschnitten und geringem Wellengang. An einigen Orten (z. B.: Zákinthos, Korfu, Kreta) warten Spaßbäder mit Riesenrutschen auf kleine und große Gäste. Die Mountain-Bike-Touren von Hellasbike (siehe Mountain-Biking) sind für Kinder ab 8 Jahren geeignet.
Anreise
Flugzeug
Bedeutendster Zielflughafen ist Athen. Hierher fliegen täglich Linienmaschinen aus mehreren Städten im deutschsprachigen Raum. Die beiden Terminals des Athener Flughafens liegen weit auseinander, werden aber durch Busse miteinander verbunden: West Terminal (nur Olympic Airways) und East Terminal (alle anderen Airlines). Daneben gibt es Linienflüge nach Thessaloníki, seltener nach Kaválla und Kreta.

Zur Saison günstige Charterflüge aufs griechische Festland (Áraxos, Athen, Kalamáta, Kaválla und Thessaloníki) sowie direkt auf eine Reihe von Inseln (Chíos, Kárpathos, Kefalliniá, Korfu, Kós, Kreta, Lésbos, Mykonos, Náxos, Páros, Rhodos, Sámos, Santoríni, Zákynthos).
Schiff
Autofähren verkehren zwischen Italien (Ancona, Bari, Brindisi, Otranto, Triest, Venedig) und Griechenland (Igoumenítsa, Pátras sowie Korfu und Iraklion/Kreta).
PKW
Man fährt am besten über Italien, da der Landweg über den Balkan noch zu unsicher ist.
Bahn & Bus
Beide Varianten sind recht anstrengend und zeitaufwendig. Derzeit gibt es keine direkte Bahnverbindung nach Griechenland, Umsteigen ist nötig. Direkte Europabusse nach Thessaloníki und Athen.
Deutsche Touring GmbH
Am Römerhof 17
D - 60486 Frankfurt am Main
Tel. +49 (0)69 / 790 30
Fax +49 (0)69 / 70 60 79

Sehenswertes

Athen
Die meisten Sehenswürdigkeiten in Athen lassen sich bequem zu Fuß erreichen. Der touristisch interessante Bereich erstreckt sich rund um die Pláka, die Altstadt, begrenzt durch die Eckpunkte Nationalmuseum, Pnyx, Likavittos, Olympiastadion. In der Altstadt zu Füßen der Akropolis reihen sich Tavernen, Cafés und Souvenirshops aneinander, Scharen von Touristen bevölkern die Gassen, aber auch viele Griechen treffen sich hier auf einen frappé. Abseits der touristischen Hauptroute findet sich am Abend unschwer eine gemütliche Taverne unter dem grünen Dach einer Platane, mit Blick auf die Akropolis oder in einem verborgenen Hinterhof.

Auch nach 3000 Jahren beherrscht die Akropolis das Stadtbild. Im Laufe der Jahrtausende veränderte der Burgberg immer wieder sein Gesicht. Heute stehen noch der gewaltige Parthenon, das Erechtheion, einer der ungewöhnlichsten Tempel der griechischen Antike, das Beulé-Tor, die Propyläen und der zierliche Nike-Tempel. Im Akropolis-Museum sind schönen Weihefiguren, Tempelfriese und - geschützt vor dem Smog der Großstadt - die Karyatiden des Erechtheions zu bewundern.

Ein Museum sollte man unbedingt besuchen: das Archäologische Nationalmuseum, in dem sich vom Goldschatz von Mykene über die Wandmalereien von Santorin bis hin zu der berühmten bronzenen Poseidon-Statue unermessliche Schätze in der weltweit größten Antikensammlung der Welt befinden.

Auch abseits der Touristenpfade gibt es viel zu entdecken. Wer Zeit und Lust hat, sich länger ins Getümmel zu stürzen, entdeckt eine Stadt voller Gegensätze: schicke Cafés mit ebensolchen Gästen auf dem Kolonáki-Platz, eine Oase der Ruhe im Nationalgarten, der verwunschene antike Friedhof Kerameikós oder das Getöse in den Markthallen in der Odos Athinás.
Epidauros
Auf der Peloponnes liegt im Nordosten, nahe des Ortes Ligoúrio, das antike Zentrum der Heilkunst Epidauros (griech. Epídavros). Der ehemalige Kurort ist vor allem durch sein Theater berühmt, das als besterhaltenes in Hellas gilt. Der beeindruckende Bau ist jedoch nur Teil einer großen Anlage, die heute in der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO steht. Im Theater finden im Sommer Aufführungen statt. Wenn möglich, sollte man es nicht verpassen, hier an einem lauen Augustabend eine antike Tragödie zu erleben. Die 55 Sitzreihen bieten 12000 Zuschauern Platz, die Akustik ist beeindruckend. Während der Besichtigung demonstrieren es die Fremdenführer: Selbst in den obersten Reihen hört man in der Orchestra eine Münze fallen und Papier rascheln. Das Theater sorgte im antiken Epidauros ebenso für Entspannung und geistiges Wohl wie die Thermen, die Bibliothek, das Odeon und das Stadion.

Nur wenn Körper und Geist sich wohl fühlen, kann der Mensch geheilt werden - diesem sehr modern wirkenden Grundsatz folgte man schon in der Antike. Im Asklípios-Tempel und dem benachbarten Abaton, einem Schlafsaal, fanden die Kurgäste Heilung. Hier hofften die Kranken auf Hilfe durch einen von Asklípios, dem Heilgott, gesandten Traum, doch auch chirurgische Eingriffe und Naturmedizin gehörten zur Therapie. Im kleinen, angeschlossenen Museum sind Rekonstruktionen von Gebäuden des Heiligtums sowie chirurgische Geräte aus der Antike zu bestaunen.
Skiáthos
Aufgrund des Flughafens ist die Insel Skiáthos »das Tor zu den nördlichen Sporaden und zur Halbinsel Pílion« und ein beliebtes Ziel von Pauschaltouristen. Entsprechend groß ist die Auswahl an Bars, Tavernen und Geschäften. Lebhafte Orte liegen entlang der gesamten Südküste. Trotz des Rummels, der hier im Hochsommer herrscht, gibt es immer noch einsame Strände zu entdecken. Kiefernwälder und Olivenhaine laden zu schönen Wanderungen ein, etwa in das mittelalterliche Kástro an der Nordküste oder zu einem der vielen Klöster.

Sonnenanbeter und Wassersportler werden auf der grünen Insel problemlos ihren Lieblingsstrand finden, als schönste gelten der goldgelbe in der Bucht von Koukounariés an der Süd- und der Lalária-Strand an der Nordküste. Sehenswert sind vier Inselklöster, die mit einer Ausnahme nicht mehr bewohnt und frei zugänglich sind. Sie bestechen vor allem durch ihre schöne Lage.

Wenn man mit dem Schiff anreist, kommt man bei der Einfahrt in den Hafen von Skiáthos-Stadt in den Genuss einer wunderbaren Stadtansicht. Weiße Häuser mit roten Ziegeldächern schmiegen sich an die Hügelhänge, im Vordergrund flanieren Urlauber über die schöne Hafenpromenade, auf der Halbinsel Bourtzí zwischen altem und neuem Hafen sitzt man gemütlich unter Bäumen im kommunalen Kafeníon.
Thessaloníki
Die nordgriechische Metropole erstreckt sich am Thermäischen Golf eingebettet in eine sanfte Hügellandschaft. Im Gegensatz zu Athen fühlt man sich eher wie in einem großen Dorf als wie in einer Millionenstadt. Statt lautem und aufregenden Großstadtmoloch findet man sich in einem freundlichen Ort mit hübschen Altstadtvierteln, schönen Alleen und ohne die Scharen von Touristen, die man aus Athen kennt. Dabei kann es Thessaloníki mit der Anzahl seiner Sehenswürdigkeiten durchaus mit der Landeshauptstadt aufnehmen, auch wenn sie nicht aus der Antike stammen.

Die Stadt hat durch ihre Ernennung zur europäischen Kulturhauptstadt 1997 Aufschwung erfahren, Häuser wurden saniert, Museen errichtet und ein langfristiges Kulturprogramm ins Leben gerufen. Byzantinische Kirchen, Mauern, Bäder, Märkte und Moscheen aus türkischer Zeit und Mietshäuser aus der ersten Hälfte des 20. Jh. prägen das Stadtbild. Die Stadt gliedert sich in eine Unterstadt, Ano Póli am Hang und in das sich daran anschließend Kástro-Viertel. In der Unterstadt birgt das Archäologische Museum spektakuläre Funde aus makedonischen Gräbern. Die Basilika Ágios Dimítrios und die Kirche Agía Sophía lohnen einen Blick ins Innere. Wer am frühen Morgen unterwegs ist, sollte sich das Treiben in der Modiano-Markthalle und den Blumenmarkt im ehemaligen türkischen Bad Yachoudi Hamam nicht entgehen lassen. Fußmüde sind nach einer Besichtigungstour im Viertel Ladadikó mit vielen Cafés und Tavernen in restaurierten Gebäuden aus dem 19. Jh. richtig. In Ano Póli und dem Kástro-Viertel besichtigen Interessierte die Zitadelle aus byzantinischer Zeit, verschiedene Kirchen und das Geburtshaus von Kemal Atatürk, des Begründers der modernen Türkei.
Zákinthos
Vor der Küste der Peloponnes liegt Zákinthos. Die drittgrößte der Ionischen Inseln erstreckt sich über 400 km2. Uralte Olivenhaine, Weinanbaugebiete, ein sanftes Gebirge im Südteil der Insel und die Steilküste im äußersten Süden prägen das Bild der grünen Insel. Wer sich von Urlaubsrummel nicht stören lässt und vorrangig baden möchte, sollte Laganas oder Kalamaki als Urlaubsdomizile auswählen. Eine gute Alternative für Individualurlauber ist Limni Keriou. Im Norden sind die Strände etwas kleiner, die Orte dafür nicht so überlaufen. Für die Inselhauptstadt Zákinthos haben sich die Stadtgründer einen äußerst fotogenen Ort ausgewählt. Gemeinsam mit Korfu-Stadt halten viele sie für die schönste Stadt der Ionischen Inseln. Von der Festung Bocháli oberhalb der Stadt kann man einen fantastischen Blick über die gesamte Ansiedlung genießen.

Highlight für alle Besucher auf Zákinthos ist sicherlich ein Ausflug zum Shipwreck-Beach, den man von Werbeplakaten im ganzen Land und aus den heimischen Reisebüros kennt. Tief unten in einer von hohen Felswänden gerahmten Sandbucht wird ein gestrandeter Frachter mehr und mehr zugeweht. Ausflugsboote steuern diesen Strand an. Einen Panoramablick von Oben genießt man nach einem kleinen Fußmarsch entlang der Küste.

Zu einer weiteren Attraktion der Insel führt ebenfalls eine Bootsfahrt: die Blauen Grotten von Zákinthos. Bizarre Felsformationen und natürliche Lichteffekte bezaubern die Besucher. Die Bootsführer lassen den Urlaubern meist Zeit für ein erfrischendes Bad.
Delphi
Das ehemals gesamtgriechische Heiligtum nahe des Golfs von Korinth zieht noch heute Besucher aus aller Welt an. Dies mag zum einen natürlich an der Vielzahl der gut erhaltenen antiken Tempel und Theater liegen, zum anderen aber auch an der atemberaubend schönen Lage der Anlage inmitten zauberhafter Berglandschaft.

Delphi galt in der Antike als Mittelpunkt der Welt, seit dem 8. Jh. v. Chr. wurde hier Apollon verehrt. Seine oberste Priesterin Pythia war das Medium, das in einer Art Trance die berühmten Delphischen Orakelsprüche von sich gab, welche dann von männlichen Priestern in zwar zweideutige, aber (zumindest auf den ersten Blick) verständliche Sprüche umformuliert wurden. Dieser Weissagungen wegen kamen bis in römische Zeit Privatleute und offizielle Gesandte nach Delphi. 1891 wurde das antike Heiligtum von französischen Archäologen entdeckt und freigelegt.
Kreta
Die 250 km lange und bis zu 60 km breite Insel trennt das Ägäische vom Libyschen Meer, Europa von Afrika. Gewaltige Gebirge mit tiefen Schluchten, aber auch fruchtbare Ebenen (besonders an der ägäischen Küste und in der Inselmitte) machen die wilde Schönheit der fünftgrößten Insel des Mittelmeers aus.

Hier findet jeder sein Plätzchen - ob nun Pauschaltourist, Wanderfreund, Individual- oder Studienreisender. Während Sonnenanbeter sich bevorzugt an den kilometerlangen Sandstränden im Norden oder verschwiegenen Buchten im Süden erfreuen, durchwandern Aktive die Samaria-Schlucht im wilden Westen Kretas, die längste und tiefste Schlucht Europas. Auf einer Gesamtstrecke von 16 km gilt es immerhin 2000 Höhenmeter zu überwinden und an die 50 mal Wasserläufe zu überqueren - eine Herausforderung auch für geübte Wanderer.

Den Kulturinteressierten erwarten hochkarätige Sehenswürdigkeiten aus minoischer Zeit, jener Epoche von ca. 2000-1400 v. Chr., die die erste Hochkultur auf europäischem Boden mit eigener Schrift, straff organisiertem Staatswesen, ausgefeilter Architektur und Kunstschaffen hervorbrachte. So zählt Knossos mit dem sagenumwobenen Palast von König Minos quasi zum Pflichtprogramm jedes Kreta-Aufenthalts. Die gigantische Anlage fasste einst über 1300 Räume, 100 000 Menschen lebten in und um den Palast, den der Brite Sir Arthur Evans in der ersten Hälfte des 20. Jh. - in nicht unumstrittener, aber sicherlich beeindruckender Weise - zu großen Teilen rekonstruierte.

Und auch wer die Städte Kretas, Iráklion, Chaniá oder Réthimnon, besucht, erlebt diesen Kontrast aus Alt und Neu, Tradition und Moderne. Discos und Bars nach internationalem Vorbild versus Kaffeehaus oder Kritiká Kéntra mit traditionellen Tänzen zu kretischer Live-Musik.
Méteora-Klöster
Die bizarre Felslandschaft von Méteora mit seinen glattgeschliffenen, steilen und bis zu 300 m hohen Felswänden garantierte den Mönchen, welche sich vermutlich seit dem 11. Jh. hier niederließen, über Jahrhunderte perfekte Abgeschiedenheit. Im 14. Jh. wurde das erste von schlussendlich 20 Klöstern auf einem der Felsen gegründet.

Im 16. Jh. besaßen die Klöster nicht nur große Ländereien in Thessalien, sondern auch in entlegenen Teilen des Osmanischen Reichs. Die meisten Klöster wurden im 19. Jh. aufgegeben und dem Verfall überlassen. Heute sind nur noch sechs Klöster bewohnt.
Rhodos
Im äußersten Südosten der Ägäis, direkt vor der türkischen Küste, liegt Rhodos. Die Insel des Sonnengottes Helios zog schon zur Zeit der Römer Reisende aus aller Herren Länder an.

Die Insel wurde ab dem 14. Jh. zu einer enormen Festung gegen den Islam ausgebaut. Die Festungswälle und Herbergen an der »Ritterstraße« gehören zu den sehenswertesten spätgotischen Bauten Europas. In der Folgezeit stand die Insel mal unter türkischer, mal unter italienischer Herrschaft - wie die monumentalen Moscheen einerseits und Beispiele oberitalienischer Romanik (z.B. in Eleoúsa) andererseits bezeugen. Erst nach dem 2. Weltkrieg gehörte die Insel wieder zu Griechenland. Und schon Ende der 1960er Jahre wurde die Insel für den Massentourismus entdeckt, zog man die ersten Hotels in Rhodos-Neustadt und Ixiá hoch, begann sich Rhodos unaufhaltsam dem »modern way of life« zuzuwenden.

Rhodos-Stadt, seit immerhin zweieinhalb Jahrtausenden Hauptstadt der Insel, gilt heute vielen als modernste Stadt Griechenlands. Das Leben pulsiert in den zahlreichen Tavernen und Pubs, in den Shoppingmeilen, in der Altstadt. Und ebenso turbulent geht es in den anderen Touristenhochburgen zu: Ob in Ialyssós/Ixiá, in Faliráki oder in Líndos ... in ausgelassen-mediterraner Manier wird gefeiert bis in die frühen Morgenstunden. Wer Ruhe und Postkarten-Griechenland-Idyll sucht, wird wohl so seine Probleme haben mit Rhodos. Wer aber neben Sonne, Strand, Unterhaltung und Sport am modernen Griechenland interessiert ist, sollte hier durchaus auf seine Kosten kommen.
Santorin
Auch hartgesottenen Weltenbummlern stockt bei der Schiffseinfahrt in die Caldera von Santorin schier der Atem. Die surreale Kulisse - das tiefblaue Meer mit seinen schroffen Lavainselchen, vor in allen erdenklichen rot-braun Tönen schimmernden Steilwänden, in denen sich die Straße vom Hafen in unzähligen Serpentinen mühsam die 300 Höhenmeter bis zur Abbruchkante hinaufwindet - all das kommt einem kunstvollen, phantastischen Gemälde gleich. Santorin versprüht einen gewissen Zauber. Das spürt man auch beim romantischen Sonnenuntergang in Oía oder Thira, den Orten direkt am Kraterrand mit ihren fotogenen, weißgekalkten Häusern und den malerischen engen Gassen. Leider ist man hierbei selten allein... In Scharen fallen die Touristen in der Saison über die Vulkaninsel her. Kaum ein Kreuzfahrtschiff im ganzen östlichen Mittelmeer lässt sich das Naturspektakel Santorin entgehen.

Und noch etwas haben die Menschen von Santorin dem Vulkan zu »verdanken«: durch den gewaltigen Ausbruch um 1600 v. Chr. wurde das minoische Akrotiri im Süden der Insel, einst eine blühende Stadt mit eigenem Hafen, unter meterhohen Bimsstein- und Ascheschichten zugeschüttet - und somit optimal konserviert, so dass die prähistorische Stadt heute weitgehend originalgetreu zu bewundern ist.

Kultur & Religion

Religion

In Griechenland die Griechisch-Orthodoxe Kirche verbreitet. Diese Religion ist streng religiös. Bitte achten Sie bei einem Kirchenbesuch auf korrekte Kleidung - bedeckte Schultern und Knie, keine tief ausgeschnittenen Kleider.

Feste & Feiertage

Feste sind ein wichtiger Bestandteil im Leben der Griechen und entsprechen ihrer Lebensweise. Hierbei wird auf den Straßen gefeiert und es geht möglicherweise etwas lauter zu. Bitte beachten Sie, dass an bekannten Feiertagen die Geschäfte geschlossen sein können. Die wichtigsten Feste sind:

Griechisches Osterfest
Zur Fastenzeit, an deren Regeln sich freilich nur noch wenige, vor allem ältere Griechen halten. Ihren Höhepunkt erreicht sie in der Karwoche, die in Griechenland „megali efdomada“, Große Woche, genannt wird. Sie beginnt am Palmsonntag. Zum Gottesdienst bringen die Gläubigen Palm- oder Ölzweige mit in die Kirche. Am Karfreitag wird in der Kirche das symbolische Grab Christi aufgebaut und von Mädchen und Frauen mit Blumen geschmückt. Im Rahmen des Abendgottesdienstes wird dieser Epitaph gegen 21 Uhr in einer großen Prozession durchs Dorf getragen. Zum Ostergottesdienst, der am Ostersamstag gegen 23 Uhr anfängt, gehen nahezu alle christlichen Griechen in die Kirche. Da drinnen selten genug Platz für alle ist, wird der Gottesdienst über Lautsprecher auf den Kirchplatz übertragen. Die Stimmung ist gedämpft  und gespannt zugleich: noch ist Christus tot, aber jeder weiß, dass seine Auferstehung unmittelbar bevorsteht. Kurz vor Mitternacht treten Sekunden des Schweigens ein, alle Lichter, Öllampen und Kerzen werden bis auf das ewige Licht erlöscht. Dann verkündet der Priester die Auferstehung: "Christos anesti"! Am ewigen Licht werden die ersten, von den Gläubigen mitgebrachten Kerzen entzündet. Schnell wandert die Flamme von Kerze zu Kerze. Raketen steigen in die Luft, Knaller explodieren. Dann geht man heim, wo schon die Ostersuppe „Magiritsa“  vorbereitet ist, eine säuerliche Suppe mit Innereien von Lamm oder Zicklein. Sie stammen von dem Tier, das nahezu überall am Ostersonntag am Spieß gegrillt wird. Ostersonntag sitzt man dann stundenlang bei Grillbraten, Wasser, Wein und Ouzo zusammen und feiert.

01. Mai: Tag der Arbeit (Nationaler Feiertag)

15. August: Mariä Himmelfahrt
Das Marienfest wird in ganz Griechenland groß gefeiert.

28.10. Ochi-Tag (Nationaler Feiertag)
Mit großen Feiern und Paraden wird dieser Tag in allen Orten gefeiert.

Neben oben genannten Feiertagen werden weitere Kirchweihfeste und Feierlichkeiten zelebriert wie bspw. Pfingsten.

Sprache & Schrift

Griechisch ist eine schwierige und komplizierte Sprache. Es gibt das Alt- und das Neugriechische, die sogenannte Dimothiki, das heute von fast allen Bewohnern des Landes gesprochen wird. Mit Deutsch oder Englisch kann man sich überall verständigen. Sollte dies einmal nicht der Fall sein, so ist die Bevölkerung immer bemüht, ihren Gästen zu helfen.

Es kann bis zu zehn Jahren dauern, diese Sprache zu lernen, aber im Allgemeinen haben Sie ja nicht so viel Zeit. Erste Probleme bringt das unterschiedliche Alphabet, dann eine umständliche Grammatik, schwierige Aussprache, Dialekte usw. mit sich. Die Liste ist endlos. Deshalb möchten wir Ihnen eine kleine Hilfestellung geben. Wir beginnen mit den wohl wichtigsten Wörtern einer Sprache:

Kalimera

Guten Tag

Kalispera

Guten Abend

Kalinichta

Gute Nacht

Yassu

Hallo / Tschüss

Efcharisto

Danke

Parakalo

Bitte

Nee / Ochi

Ja / Nein

Ti kanis?

Wie geht es dir?

Ti kanete?

Wie geht es euch/Ihnen?

Poli kala

Sehr gut

Signomi

Entschuldigung

Logariasmo

Die Rechung

Traditionelle Küche

Lassen auch Sie sich die Köstlichkeiten und den Genuss der mediterranen Küche nicht entgehen! Traditionell wird das Essen zumeist lauwarm serviert, da nur so das Olivenöl, mit dem grundsätzlich gekocht wird, seinen vollen Geschmack zur Geltung bringt. Dem ortsfremden Besucher wird die Auswahl eines Lokales durch die unterschiedlichen Bezeichnungen für Speiselokale erleichtert.

Spezialitäten
Im "Estiatorio" erwartet Sie eine Vielfalt an gekochten, geschmorten und überbackenen Gerichten.
Die "Taverna" bietet eine Auswahl typischer griechischer Gerichte, geschmort, gekocht und gebacken. Genießen Sie die einfache Küche in stimmungsvoller, traditioneller Atmosphäre.
Im "Psarotaverna" werden fangfrischer Fisch und Meeresfrüchte angeboten.
Die „Psistaria“ entspricht vom Niveau eher Imbissstuben. Dort hat man sich auf gegrilltes Fleisch, Würstchen und Gyros spezialisiert.

Getränke
Ouzo -  Anisschnaps, den Sie mit Wasser oder mit Eis verdünnt trinken sollten (griechisches Nationalgetränk)
Metaxa - griechischer Cognac
Retsina - Weißwein mit Harz der Arleppokiefer, sehr bekömmlich und appetitanregend
Soda - Mineralwasser mit Kohlensäure
Nero - stilles Wasser
Portokalada - Orangensaft
Krassi - Wein, allgemein bekannter griechischer Weine

Für den Griechen ist Kaffee ein weiteres Symbol der Gastfreundschaft. Sie bekommen ihn immer mit einem Glas Wasser serviert. Die Männer schlürfen ihn im Kafenion - so nennt man die Cafés hier in Griechenland.  Die Frauen ziehen es traditionell vor zu Hause mit der Nachbarin zu plaudern, um anschließend heimlich aus dem Kaffeesatz zu lesen.

Gliko - süß
Metrio - mittel
Sketo - ohne Zucker
Dhiplo - doppelt besonders stark
Me gala - mit Milch
Frape - Eiskaffee, aufgeschäumt
Eliniko mokka - mit Satz gekocht

Gesetzliche Feiertage
1.Januar; Neujahr (Protochroniá).
6. Januar; Dreikönigstag (Epiphanías).
25. März; Nationalfeiertag zum Gedenken an den Beginn des griechischen Freiheitskampfes 1821.
1.Mai; Tag der Arbeit (Protomaiá).
15. August; Mariä Entschlafung (Kímisis tou Theotókou).
28. Oktober; Ochi-Tag; Nationalfeiertag, mit dem Nein Griechenlands zu einem Ultimatum Mussolinis treten die Griechen auf der Seite der Alliierten in den Zweiten Weltkrieg ein.
25./26. Dezember; Weihnachten (Christoújenna).
Bewegliche Feiertage
Die beweglichen Feiertage in Griechenland werden nach dem in der orthodoxen Kirche weiterhin gültigen Julianischen Kalender berechnet und liegen daher meist an anderen Terminen als im Westen.

Rosenmontag (»Sauberer Montag«, Katharí deftéra) 10. März 2003
Ostersonntag (Páska) 27. April 2003
Pfingstmontag (Deftéra tis Pendikóstis) 17.6.2003
Kirchweihfeste
Kirchweihfeste (panigýria) kann man überall und an jedem Tag im Jahr in Griechenland erleben. Gefeiert wird immer am Patronatstag des jeweiligen Heiligen bzw. am Festtag eines biblischen Ereignisses, dem die Kirche geweiht ist. Manchmal besteht das Fest nur aus einem Gottesdienst, gelegentlich mit anschließender Prozession durch den Ort, doch häufig wird am Tag selbst und schon bereits am Vorabend auf dem Dorfplatz mit Musik- und Tanzveranstaltungen ausgiebig gefeiert.
Epiphanías (6. Januar)
Am Dreikönigstag findet in vielen Küstenorten das Fest der Wasserweihe statt. Angeführt vom Priester zieht nach dem Gottesdienst eine Prozession ans Meer. Dort angekommen wirft der Geistliche ein Kreuz ins Wasser, nach dem die jungen Männer des Ortes tauchen. Wer das Kreuz an Land bringt, wird im kommenden Jahr Glück haben.
Karnevalssonntag in Pátras
Die Hafenstadt Pátras auf der Peloponnes bietet alljährlich den größten Karnevalsumzug in ganz Griechenland. Über 16.000 Teilnehmer ziehen an diesem Tag durch die Straßen und am Abend erleuchtet ein Feuerwerk den Himmel über der Stadt.
Ostern
An Ostern ist Athen ausgestorben. Alle fahren aufs Land zu ihren Familien, um gemeinsam das Osterfest zu feiern. Die Festlichkeiten beginnen bereits am Gründonnerstag, am Karfreitag wird das »heilige Grab«, ein reich geschmücktes Gestell mit Baldachin aus der Kirche getragen - begleitet vom Krachen der Böller, die Jugendliche in die Luft schießen. In der Osternacht sammeln sich alle ausgerüstet mit einer Auferstehungskerze in der Kirche. Um Mitternacht ist es soweit: »Christus ist auferstanden!« schallt es, und alle Kerzen werden angezündet. Im Anschluss an den Gottesdienst gehen alle nach Hause, um die Ostersuppe zu essen. Am nächsten Morgen liegt der Duft von gegrilltem Lammfleisch über dem Land. Überall in Höfen und Gärten ächzen Tische unter der Last der Speisen. Bis in den späten Abend wird getanzt und gesungen, gelacht und erzählt.
Ágios Ioánnis Vorgoúnda auf Kárpathos (28.-30. August)
Jedes Jahr im August feiern die Bewohner auf Kárpathos das Johannes-Fest in Avlóna. Die Männer musizieren auf einer Art Dudelsack (Traboúna), einer Lyra und einem Zimbal. Zu den orientalisch anmutenden Klängen wird getanzt - eine gute Gelegenheit alte karpathische Tänze zu sehen.

Daten & Fakten

Klima & Kleidung

Es herrscht Mittelmeerklima mit Temperaturen zwischen 25 und 30°C, in der Hochsaison auch bis zu 40°C. Während der Nachtstunden kann es stark abkühlen. Wir empfehlen zwischen Mai und September leichte Baumwollkleidung. Für größere Wanderungen im Hochsommer wird eine Kopfbedeckung empfohlen. In den Hotels der 4-/5-Sterne- bzw. A- und Deluxe-Kategorien wird am Abend formelle Kleidung erwartet. In Restaurants (auch in den Hotels) sollten Herren generell lange Hosen tragen. Vermeiden Sie vor allem in Klöstern und Kirchen knappe Bekleidung (Knie und Schultern müssen bedeckt sein).

Filmen & Fotografieren

Filmmaterial ist in Griechenland teurer als in Deutschland und sollte besser von zu Hause mitgebracht werden. Filmen und Fotografieren von antiken Stätten ist nur mit Kauf einer zusätzlichen Eintrittskarte erlaubt (ohne Blitz und Stativ). Aufnahmen von militärischen Anlagen und speziellen Grenzgebieten zur Türkei sind strengstens verboten. Bitte beachten Sie die Hinweisschilder mit durchgestrichener Kamera!

Service & Trinkgeld

In Griechenland ist es üblich, für alle Dienstleistungen ein Trinkgeld zu geben (ca. 10% des Rechnungspreises). Das gilt bei Taxifahrten ebenso wie im Restaurant. Zimmermädchen und Kofferträger freuen sich auch über ein kleines Trinkgeld.

Telefonieren & Mobilfunk

In Spanien stehen verschiedene mobile Netze (z.B. Movistar, Airtel, Amena) zur Verfügung. Welches das günstigste für Sie ist, sollten Sie in Deutschland bei Ihrer Telefongesellschaft erfragen.

Nachfolgend die wichtigsten Vorwahlnummern:

  • nach Deutschland: 0049 + Ortsvorwahl ohne 0 + die Rufnummer
  • nach Österreich: 0043 + Ortsvorwahl ohne 0 + die Rufnummer
  • in die Schweiz: 0041 + Ortsvorwahl ohne 0 + die Rufnummer
Postversand

Die Laufzeit der Post schwankt zwischen 4 und 6 Tagen. Briefmarken bekommen Sie in den staatlichen Tabakläden, bei der Post (Correo) und oftmals an den Hotelrezeptionen.

Stromversorgung

Die Netzspannung beträgt 220 Volt Wechselstrom. Steckdosen sind die gleichen wie in Deutschland. In manchen Regionen kann es zu Stromschwankungen und kurzzeitigen Ausfällen kommen. Ausfälle über einen längeren Zeitraum sind aber äußerst selten.

Taxi & Verkehrsmittel

In der Regel sind die Preise für Taxis niedriger als in Deutschland. Taxameter gibt es in den Großstädten, ansonsten fahren die Taxis nach einer Liste mit festgelegten Pauschalpreisen je nach Entfernung. Es bestehen gute und preisgünstige Linienbus-Verbindungen.

Mietwagen & Verkehr

In Spanien wird der deutsche Führerschein anerkannt. Für Mietwagen ist mindestens 1 Jahr Fahrpraxis und ein Mindestalter von 21 Jahren erforderlich.

Gesundheitstipps

Wir empfehlen Ihnen, kein Leitungswasser zu trinken. Mineralwasser kaufen Sie an der Bar oder im Supermarkt. Mineralwasser mit Kohlensäure (agua con gas), Mineralwasser ohne Kohlensäure (agua sin gas).

Apotheken sind durch ein grünes Malteserkreuz gekennzeichnet.

Diplomatische Vertretung

Vertretung vor Ort:
Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
Calle de Fortuny, 8, 28010 Madrid.
Telefon (0034) 91 557 90 00
Fax (0034) 91 310 21 04
Website www.madrid.diplo.de

Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland
Passeig de Gracia 111, 08008 Barcelona.
Telefon (0034) 932 92 10 00
Fax (0034) 932 92 10 02
Website www.barcelona.diplo.de

Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland
Fernández y González, 2-2°, Edificio Allianz, 41001 Sevilla.
Telefon (0034) 954 23 02 04
Fax (0034) 954 23 95 52
Website www.sevilla.diplo.de

Konsulat als Außenstelle des Generalkonsulats Sevilla
Edificio Eurocom, Bloque Sur Mauricio Moro Pareto, 2 - 5°, 29006 Málaga.
Telefon (0034) 952 36 35 91
Fax (0034) 952 32 00 33
Website www.malaga.diplo.de

In Deutschland:
Botschaft des Königreichs Spanien
Lichtensteinallee 1, 10787 Berlin
Telefon 030-2 54 00 70
Fax 030-25 79 95 57

Sicherheit

Spanien ist ein sicheres Reiseland. Trotzdem ist Vorsicht angebracht. Lassen Sie auf keinen Fall Wertgegenstände im Auto liegen. Bargeld oder Schmuck sollten Sie im Hotelsafe deponieren.

Reisezeit
Die meisten Reisenden kommen im Sommerhalbjahr nach Griechenland, obwohl das Land auch attraktive Wintersportgebiete anzubieten hat. Die Saison geht von etwa April/Mai bis Ende Oktober. Der Frühling bietet sich mit seiner Farbenpracht und den angenehmen Temperaturen besonders für Wander- und Kulturreisen an, wogegen sich die Folgemonate mit wunderbar milden Wassertemperaturen bis in den Oktober hinein bestens für den Badeurlaub eignen. Im Hochsommer (Juli/August) herrschen in ganz Griechenland große Trockenheit und Hitze, besonders auf den Inseln allerdings durch einen angenehmen Wind gemildert. Im Herbst verstärkt sich gerade dieser aber dann immer wieder zu berühmt-berüchtigten Stürmen, denen besonders die Kykladen (und alle Schiffs- und Flugverbindungen zu und von ihnen) zum Opfer fallen. Der Winter in Griechenland ist - wie überall im Mittelmeerraum - niederschlagsreich.
Flugzeug
Vom Athener West Terminal gelangt man mit Olympic Airways zu sämtlichen griechischen Regionalflughäfen, darunter folgende Inseln, die teils nur von kleinen Propellermaschinen angeflogen werden: Chíos, Ikaría, Kárpathos, Kássos, Kastellórizo, Kefalliniá, Korfu, Kós, Kreta (Chaniá, Iráklion, Sítia), Kythira, Léros, Lésbos, Límnos, Mykonos, Mílos, Náxos, Páros, Rhodos, Sámos, Santoríni, Skiáthos, Skyros, Syros, Zákynthos. Zwischen einigen Inseln gibt es auch Querverbindungen.
Olympic Airways
Gutleutstraße 82
D - 60329 Frankfurt am Main
Tel. +49 (0)69 / 97 06 70
Fax +49 (0)69 / 97 06 72 07
E-Mail: salesfra@olympic-airways.de
Schiff
Das Netz der innergriechischen Schiffsverbindungen ist sehr engmaschig und sowie wirtschaftlich als auch touristisch bedeutend. Die meisten Inseln werden vom Hafen Piräus aus angesteuert, den man von Athen/Innenstadt mit der Metro und vom Flughafen im Expressbus erreicht.
Besondere Schutzimpfungen sind nicht nötig. Apotheken sind in der Regel gut bestückt, führen aber nicht alle uns bekannten Medikamente. Deutsche und Österreicher können sich auf Krankenschein behandeln lassen. Dies ist jedoch sehr umständlich. Der internationale Krankenschein E 111 muss bei der griechischen Krankenkasse IKA gegen einen griechischen eingetauscht werden. Besser ist eine private Auslandskrankenversicherung. Man zahlt bar und lässt sich gegen Quittung Arzt- und Apothekenrechnung erstatten. Kostenfrei sind Notfallbehandlungen in staatlichen Krankenhäusern und Gesundheitszentren.
Griechische Zentrale für Fremdenverkehr in Deutschland
Neue Mainzer Straße 22
D - 60311 Frankfurt am Main
Tel. +49 (0)69 / 23 65 61
Fax +49 (0)69 / 23 65 76
E-Mail: info@gzf-eot.de
Griechische Zentrale für Fremdenverkehr in Österreich
Opernring 8
A - 1015 Wien
Tel. +43 (0)1 / 512 53 17
Fax +43 (0)1 / 513 91 89
E-Mail: grect@vienna.at
Griechische Zentrale für Fremdenverkehr in der Schweiz
Löwenstraße 25
CH - 8001 Zürich
Tel. +41 (0)1 / 221 01 05
Fax +41 (0)1 / 212 05 16
E-Mail: eot@bluewin.ch
Griechische Zentrale für Fremdenverkehr in Griechenland
G.N.T.O.
Odos Amerikis 2
GR - 10564 Athen
Tel. +30 / 21 03 27 13 00
E-Mail: info@gnto.gr

Fit für den Urlaub

Einreisebestimmungen

Für Staatsbürger der Bundesrepublik Deutschland sowie Österreich ist für die Einreise nach Spanien das Mitführen eines gültigen Personalausweises oder Reisepasses Pflicht! Kinder benötigen einen Kinderausweis (unter 16 Jahren), ab 10 Jahren mit Lichtbild oder die Eintragung im Familienpass. Bürger anderer Nationalitäten wenden sich bitte an ihr zuständiges Konsulat bzw. Botschaft.

Zollbestimmungen

Für Spanien gelten keine Ein- bzw. Ausfuhrbeschränkungen für Waren, die zum persönlichen Gebrauch bestimmt sind. Es gelten die Richtlinien der EU.

Die Kanarischen Inseln sind eine zollbegünstigte Zone. Auch nach dem Wegfall des zollfreien Verkaufs in Europa können Parfüm, Zigaretten und Geschenkartikel günstig eingekauft werden. Reisende ab 17 Jahren dürfen bei Ausreise Tabakwaren, Alkoholika und Kaffee für den Eigenbedarf mitnehmen.

Gepäckbestimmungen

Es sind pro Gast 20 kg Reisegepäck und ein Handgepäckstück gestattet. Gepäckabschnitte erhalten Sie bei der Aufgabe Ihres Gepäcks am Flugschalter. Bitte bewahren Sie diese unbedingt auf, bis Sie Ihr Gepäck am Zielflughafen wieder in Empfang genommen haben.

Infektions- und Impfschutz

Der Reisende sollte sich über Infektions- und Impfschutz sowie andere Prophylaxemaßnahmen rechtzeitig informieren; ggf. sollte ärztlicher Rat zu Thrombose- und anderen Gesundheitsrisiken eingeholt werden. Auf allgemeine Informationen, insbesondere der Gesundheitsämter, reisemedizinisch erfahrener Ärzte, Informationsdienste oder der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung wird verwiesen.


Weitere Informationen erhalten Sie beim Auswärtigen Amt.

Einreise
Für einen bis zu 3-monatigen Aufenthalt in Griechenland reicht für Deutsche ein gültiger Personal-/Kinderausweis oder Reisepass. Österreicher und Schweizer benötigen für den Aufenthalt (max. 3 Monate) einen mindestens noch 3 Monate über die geplante Aufenthaltsdauer hinaus gültigen Reisepass.
Antiquitäten und Antikes
Die Ausfuhr von Antiquitäten, alten Ikonen, Web- oder Stickarbeiten ist nur mit einer besonderen Genehmigung erlaubt. Auskünfte erteilen alle Zollämter. Ein Urlaubssouvenir von einer antiken Stätte mitzunehmen, selbst wenn es sich nur um eine Scherbe oder ein Felsstückchen handelt, ist verboten.
Brandgefahr
Nicht alle Waldbrände in Griechenland gehen auf das Konto skrupelloser Bauspekulanten, auch Unachtsamkeit ist häufig die Ursache. Eine sorglos weggeworfene Zigarettenkippe, Glasscherben und noch glimmende Asche lösen schnell eine Katastrophe aus.
Diebstahl
Griechenland hat die niedrigste Kriminalitätsrate innerhalb der EU und liegt damit weit unter dem EU-Durchschnitt. Trotzdem sollte man in großen Städten sowie in Orten mit vielen Touristen Gepäck und Wertgegenstände im Auge behalten.
Einladungen
Wird man zu einem Getränk eingeladen, wäre es unhöflich mit einer Gegeneinladung zu reagieren. Erhält man jedoch eine formelle Einladung nach Hause, ist ein kleines Geschenk angebracht.
FKK
»Oben ohne« wird inzwischen an Stränden in ganz Griechenland praktiziert. FKK ist offiziell nur in bestimmten Zonen erlaubt, doch auch an Stränden, an denen es weder Tavernen noch Einheimische gibt, wird nackt gebadet. Viel beleidigender für die Griechen sind Urlauber, die im Bikini bzw. in der Badehose durch den Ort schlendern. Darauf sollte man Rücksicht nehmen!
Freie Tische
Selbst wenn noch viele Stühle an einem bereits besetzten Tisch frei sind, ist es unüblich sich unaufgefordert zu setzen oder um Erlaubnis zu fragen. Nur wenn schon Sitzende anbieten, sich dazu zu setzen kann man annehmen.
Fotografieren
Filme sollte man unbedingt von zu Hause mitbringen, da sie in ganz Hellas teuer sind. Auch wenn sich die meisten Griechen gerne fotografieren lassen, sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, vorher das Einverständnis des oder der Fotografierten einzuholen.
Kloster- und Kirchenbesuche
Bei einem Kloster- oder Kirchenbesuch ist angemessene Kleidung erwünscht. Knie und Schultern sollten bedeckt sein. Frauen in Hosen haben zu einigen Klöstern keinen Zutritt. In Kirchen sollte man weder mit gekreuzten Beinen sitzen, noch die Hände hinter dem Rücken verschränken. Fotografieren und Filmen wird nicht gerne gesehen und steht man dicht vor einer Ikone, gilt es als respektlos ihr den Rücken zuzuwenden. Während der Mittagsruhe (ca. 13-16/17 Uhr) sind Kirchen und Klöster für Besucher geschlossen.
Toiletten
In den Hotels, Privatzimmern und in guten Restaurants entsprechen die Toiletten westeuropäischem Standard. Anderswo lassen sie bisweilen arg zu wünschen übrig. Überall, außer in sehr guten Hotels wird das benutzte Toilettenpapier in einen Eimer neben der Toilette geworfen. Da viele Abflussrohre nur einen geringen Durchmesser haben, verstopfen sie schnell.
Türkei
Trotz einer gewissen Entspannung der Beziehungen zwischen Griechenland und der Türkei, sehen viele Griechen das Land immer noch als ihren Erbfeind. Auf Schwärmereien über den letzten Türkei-Urlaub sollte man besser verzichten.
Wasser
Viele ägäische Inseln leiden unter Wasserknappheit. Bitte gehen Sie beim Waschen und Duschen sparsam mit dem kostbaren Nass um.

In »kafenia« und auch in manchen Cafés wird zum Kaffee noch immer kostenlos ein Glas Wasser gereicht. Damit auch in Zukunft Gäste zu ihrem Kaffee Wasser serviert bekommen, sollte man mindestens daran nippen.
Geld
Währung: 1 Euro (€) = 100 Cent.
Banknoten: 5, 10, 20, 50, 100, 200, 500 €.
Münzen: 1, 2, 5, 10, 20 und 50 Cent, 1 und 2 €.
Banken: in jedem größeren Ort (Mo-Do 8.30-14 Uhr, Fr. 8.30-13.30 Uhr).
Kreditkarten: MasterCard, Visa und American Express. Geldautomaten für EC/Maestro- und Kreditkarten sind landesweit vorhanden.
Notruf
Polizei: Tel. 100.
Erste Hilfe: Tel. 166.
Pannenhilfe - ELPA: Tel. 104.
Pannenhilfe - ADAC (Athen): Tel. +30 / 21 09 60 12 66.
Öffnungszeiten
Klöster: 7-13 Uhr; 17 Uhr bis Sonnenuntergang.
Archäologische Stätten und staatliche Museen: meist Di-So 8-15 Uhr. Die Öffnungszeiten privater Museen sind von Ort zu Ort verschieden. Im Sommer sind einige Museen und Ausgrabungen bis 17 oder 19 Uhr geöffnet.
Banken: Mo-Do 8.30-14 Uhr, Fr. 8.30-13.30 Uhr.
Postämter: Mo-Fr 7.30-15 Uhr.
Telefonämter O.T.E.: unterschiedliche Öffnungszeiten.
Geschäfte: Mo, Mi, Sa 8.30-14.30 Uhr, Di, Do, Fr 8.30-13.30, 17-20 Uhr. Auf den Inseln ist auch am Sonntagvormittag geöffnet.
Telefonieren
Generell: Seit Anfang 2002 muss bei Orts- sowie Ferngesprächen die alte Vorwahl mitgewählt werden, vor der Teilnehmernummer wird außerdem eine Null eingefügt. Seit 1. Oktober 2002 wird die Anfangsnull durch eine Zwei ersetzt, bei allen Mobilfunknummern durch eine Sechs.
Öffentliche Telefone: Kartentelefone sind mittlerweile die Regel. An vielen Telefonen kann man sich auch anrufen lassen.
Telefonkarten: am Kiosk und bei der O.T.E.
Vorwahl für Griechenland: +30.
Auslandsgespräche: 00 + Ländercode + Ortskennziffer (ohne 0) + Teilnehmernummer (Ländercodes: D 49, A 43, CH 41).
Diplomatische Vertretungen: Deutsche Botschaft
Karaoli & Dimitriou 3
GR - 10675 Athen-Kolonaki
Tel. +30 / 21 07 28 51 11
Fax +30 / 21 07 25 12 05
E-Mail: boathens@compulink.gr
Diplomatische Vertretungen: Österreichische Botschaft
26, Leoforos Alexandras
GR - 10683 Athen
Tel. +30 / 21 08 25 72 40
Fax +30 / 21 08 21 98 23
E-Mail: athen-ob@bmaa.gv.at
Diplomatische Vertretungen: Schweizer Botschaft
Iassiou No 2
GR - 11521 Athen
Tel. +30 / 21 07 23 03 64
Fax +30 / 21 07 24 92 09
E-Mail: vertretung@ath.rep.admin.ch
Bilder und schwarz dargestellte Texte sind aus dem DuMont Reiseverlag.