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Fuerteventura ist die zweitgrößte, jedoch mit ca. 60.000 Bewohnern die am dünnsten besiedelte Insel des kanarischen Archipels. Mit ihren 300 Sonnentagen im Jahr ist die Insel ein beliebtes Reiseziel von sonnen- und strandhungrigen Urlaubern. Hier genießen Sie traumhaften Badeurlaub an endlosen goldgelben und feinsandigen Stränden mit kristallklarem Wasser in herrlichen Blau- und Türkisschattierungen. Am berühmten Strand von „Sotavento“ finden Wind- und Kiteboardweltmeisterschaften statt. Zudem ist die Insel ideal für ausgedehnte Strandspaziergänge und Mountainbike-Touren. Auch Tauchfreunde und Wellenreiter kommen hier auf ihre Kosten. Kleine Orte und ehemalige Fischerdörfer haben sich zu beliebten Ferienzentren entwickelt, wie zum Beispiel auf der Halbinsel Jandia das Dorf Morro Jable. Entlang der Strandpromenade befinden sich hübsche Geschäfte, nette Cafés und Restaurants mit beschaulicher und gemütlicher Atmosphäre. Kleine verschlafene Dörfer, vereinzelte Mühlen und wenig Landwirtschaft mit Ziegenzucht bestimmen das karge, vulkanische Inselinnere. Die Hauptstadt des Ziegenkäses ist Antigua. Dort finden Sie neben dem kleinen typisch spanischen Ortskern auch Käsefabriken.
Willkommen auf Fuerteventura
»Fuerte ventura«: Was für ein Abenteuer! Scheinbar endlose, goldgelbe, großenteils naturbelassene Strände sind das unverwechselbare Markenzeichen dieser Insel des ewigen Sommers. Millionen Sonnenhungrige zieht es Jahr für Jahr hierher, um dem europäischen Winter zu entfliehen. In der wüstenhaften Landschaft spürt man die Nähe Afrikas, doch der Lebensrhythmus der Menschen ist von spanischen Sitten und Gebräuchen geprägt.
Ganzjährig milde Temperaturen und wenig Regen garantieren Badespaß und Erholung total, auch die Vielfalt der Strände ist kaum zu überbieten: Man hat die Qual der Wahl zwischen einsamen, wilden playas vor stillen Dünenfeldern und denen der Ferienorte. Dort kann man Sonnenliegen und Sonnenschirme mieten und am Küstensaum auf und ab promenieren, und hier werden dem Urlauber Sportmöglichkeiten und Unterhaltung aller Art geboten. Und es gibt die kleinen, verschwiegenen Strände, an denen schwarzes Geröll ebenso dunklem Vulkansand den Platz streitig macht. Die beleben sich oft nur an den Wochenenden oder Feiertagen, wenn die Fischer ihre kleinen, bunt bemalten Boote ins Meer schieben und später im Familien- und Freundeskreis frischen Fisch und Meeresfrüchte grillen.
In den Dörfern des Inselinneren scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Früher lebten hier wohlhabende Bauern, heute wird das Geld an der Küste verdient. In der alten Inselhauptstadt Betancuria, aber auch in Pájara, Antigua oder La Oliva stehen noch die stummen Zeugen aus besseren Zeiten: schöne Kirchen und vornehme Adelspaläste, Kornspeicher und Windmühlen. Die Orte sind nach wie vor lebendig, denn viele Bewohner pendeln zu ihren Arbeitsplätzen in den Ferienzentren. Ein unvergessliches Erlebnis ist es, an einer Landfiesta teilzunehmen. Dort sind Fremde immer willkommen, doch die Feste sind keine reinen Touristenattraktionen, sondern haben sich ihren Charakter bewahrt.
Reisemonate:
Oktober November Dezember Januar
Die TUI hat auf Fuerteventura mehrere behindertenfreundliche Hotels im Programm. Informationen und Hinweise enthält der TUI-Zusatzkatalog »Urlaubsinformationen für Behinderte und ihre Begleiter«, der im Reisebüro erhältlich ist. Gruppenreisen für Behinderte und Nichtbehinderte veranstaltet nach Lanzarote (mit Abstecher nach Fuerteventura) Grabowski-Tours.
Grabowski-Tours
Tannenstraße 1
D - 76744 Wörth/Rhein
Tel. +49 (0)72 71 / 85 75
Fax +49 (0)72 71 / 122 23
Eine besondere Feriengaudi ist der Ausritt auf einem Dromedar im Kamelpark in La Lajita. Dort können die Kleinen auch Affen, Vögel und Krokodile im Zoo besuchen. Kamelritte werden außerdem an den Playas de Corralejo, in Lajares und in Caleta de Fuste angeboten. Spaßig ist die Fahrt mit dem Glasbodenboot »Celia Cruz«, das im Hafen von Corralejo startet.
Flugzeug
Die Flugzeit von Mitteleuropa nach Fuerteventura beträgt zwischen 4 und 5 Std. Üblicherweise buchen Urlauber ein Pauschalarrangement, in dem Flug, Transfer und Unterkunft enthalten sind. Charterflüge sind aber auch »solo« erhältlich. Der Tarif beträgt je nach Saison und Abflughafen etwa 300-450 €. Für Kinder gibt es deutliche Ermäßigungen. Ist man zeitlich nicht gebunden, lohnt es sich, nach den oft sehr günstigen Last-Minute-Angeboten Ausschau zu halten.
Der Flughafen befindet sich im Osten der Insel in der Nähe der Hauptstadt Puerto del Rosario. Zur Halbinsel Jandía dauert die Fahrt ca. 1 Std., nach Corralejo ca. 45, nach Caleta de Fustes ca. 15 Min. Wer keine Pauschalreise gebucht hat, kann sich im Büro des Fremdenverkehrsamtes in der Ankunftshalle über Unterkünfte informieren. Dort gibt es auch den Fahrplan der Insel-Busgesellschaft. In der Ankunftshalle des Flughafens findet man auch Vertretungen bekannter internationaler und weniger bekannter insularer Autovermietungen.
Schiff
Eine Autofähre der Gesellschaft »Compañía Trasmediterránea« verkehrt einmal pro Woche von Cádiz in Südspanien nach Teneriffa. Von dort besteht Anschluss nach Puerto del Rosario auf Fuerteventura (über Gran Canaria). Die Fahrt dauert etwa 2,5 Tage. Information bei DERTRAFFIC, Buchung nur über Reisebüros.
Deutsches Reisebüro Gmbh (DER)
Emil-von-Behring-Straße 6
D - 60439 Frankfurt am Main
Tel. +49 (0)69 / 95 88 58 00
Fax +49 (0)69 / 95 88 58 22
E-Mail: ocean24@dertour.de
Einer der größten Schätze Fuerteventuras sind die unvergleichlich wunderschönen, kilometerlangen weißen und goldgelben Sandstrände. Die Insel hat insgesamt 340 Küstenkilometer, 22% davon sind Strände. Auf Fuerteventura sind die Strände öffentlich. Es gibt keine Privatstrände. Ebenfalls sind diese Strände durch die Rettungsschwimmer bewacht, welche auf die Sicherheit der Schwimmer achten. Corralejo
Corralejo ist so bunt, vielfältig und international wie kein anderer Ort auf der Insel. Der Ort bietet eine Vielzahl von Restaurants, sowie Einkaufsmöglichkeiten. Das Dünenmeer von El Jable und das Wassersportrevier sind einzigartige Attraktionen.
Playa de Jandia
Die Playa de Jandia ist 7 km lang und zählt zu den schönsten Stränden Europas. Geschäfte, Restaurants und Cafés säumen die Uferpromenade, über die man auch den benachbarten Fischerort Morro Jable mit seinen hervorragenden Fischrestaurants bequem erreicht.
Playa de Esquinzo
Dieser an die Playa de Jandia grenzende Küstenabschnitt mit seinem feinen, hellen Sandstrand ist ideal für ruhesuchende Urlauber. Die oberhalb liegende Feriensiedlung bietet weite Blicke auf das Meer.
Costa Calma
Beste Voraussetzungen für einen erholsamen Badeurlaub bietet die weit geschwungene Bucht der Costa Calma mit ihrem flach ins Meer abfallenden Strand. Der Ort ist eher ruhig, das Wassersportrevier ein Eldorado für Windsurfer und Kiter. Idealer Ausganspunkt für Strandspaziergänge in Richtung Jandia.
Betancuria
Die alte Hauptstadt Fuerteventuras liegt malerisch eingebettet in ein fruchtbares, windgeschütztes Tal. Hier im Bergland fanden die ersten europäischen Siedler im 15. Jh. Schutz vor Sarazenen, die von Nordafrika aus die Küsten der Insel unsicher machten. Heute wirkt Betancuria mit seinen vornehmen Bürgerhäusern und Adelspalästen und der prächtigen Pfarrkirche wie ein Museum aus der Eroberungszeit. Der ganze Ort steht unter Denkmalschutz, keine hektische Betriebsamkeit stört die Idylle: Hier ist die Zeit stehen geblieben.
Corralejo
Rasant ging seit den 70er Jahren des 20. Jh. die Entwicklung des Ortes von einem kleinen Fischerdorf zum Ferienzentrum vonstatten. Hier dominieren die deutschen Urlauber nicht so sehr wie sonst auf Fuerteventura; vielmehr geht es recht international zu. In dem betriebsamen Hafen liegen Fischerboote neben Segelyachten, und regelmäßig legen die Fährschiffe nach Lanzarote ab. Es gibt einen alten Ortskern, der noch nicht vollständig von Restaurants, Pubs und Discotheken erobert wurde. Und nirgendwo sonst auf Fuerteventura sind die Auslagen so bunt wie in den Boutiquen und Souvenirläden von Corralejo.
La Oliva
Olivenplantagen, die sich früher in alle Richtungen ausdehnten, sollen dem Ort seinen Namen gegeben haben. Heute werden nur noch ein paar Tomatenfelder bewirtschaftet. Ansonsten lebt die Stadt von den Steuereinnahmen, die das von hier aus verwaltete Ferienzentrum Corralejo beschert. So konnte man sich ein funkelnagelneues Rathaus leisten, und jede Straße, die nur halbwegs breit genug war, wurde zu einer Palmenallee umgestaltet: Attribute jüngst erworbenen Wohlstands. 1708-1859, während der Militärherrschaft auf Fuerteventura, war La Oliva Sitz des Oberbefehlshabers der Milizen; aus dieser Zeit sind noch ein paar historisch sehr interessante Bauten erhalten. Manches verfiel, nachdem 1859 alle Machtbefugnisse an zivile und militärische Verwaltungsstellen in Puerto de Cabras (dem heutigen Puerto del Rosario) übergingen. Nach Restaurierungsarbeiten erstrahlen die Baudenkmäler heute wieder im alten Glanz. Mehr und mehr entwickelt sich La Oliva auch zu einer Pilgerstätte für Liebhaber moderner Kunst.
Las Playitas
In »den Strändchen« verbringt die Hautevolee von Teneriffa und Gran Canaria ihren Sommer: Der vielleicht malerischste Ort Fuerteventuras erinnert mit seinen schneeweißen, kubischen Häusern an die weißen Dörfer von Andalusien. Fischer landen am Nachmittag noch regelmäßig ihren Fang an und beliefern die örtlichen Restaurants. Außerhalb der Ferienzeit ist nur wenig los.
Pájara
Als Verwaltungszentrum des Inselsüdens verfügt Pájara über nicht unerhebliche Steuereinnahmen aus den Ferienzentren Jandía Playa und Costa Calma, und dieser Wohlstand spiegelt sich auch im Stadtbild wider. Das Ortszentrum ist klein, aber fein, mit gepflegten Grünanlagen und sorgfältig restaurierten Baudenkmälern. In der Umgebung der Pfarrkirche, die allein schon einen Ausflug nach Pájara wert ist, erheben sich Stadtpaläste und Gutshäuser mit den typischen kanarischen Holzbalkonen aus dem 18.Jh.: Da errang der Ort dank des florierenden Ackerbaus eine gewisse Selbständigkeit gegenüber der damaligen Inselhauptstadt Betancuria. Berühmt waren einst die Pfefferschoten von Pájara, die überall an langen Schnüren aufgereiht zum Trocknen aushingen; doch nach denen sucht man heute vergeblich.
Playa Barca / Risco del Paso
Die einsame Playa Barca kann man über eine schmale Straße, die südlich von Costa Calma Richtung »Los Gorriones« abzweigt, erreichen. Im Rhythmus der Gezeiten wechselt hier eine riesige, rund 4 km lange und über 600 m breite Wattfläche mit einer flachen Lagune ab, die bei Flut lediglich durch eine schmale Nehrung vom offenen Meer getrennt ist. Vielleicht noch abgelegener und nur von einer Piste erschlossen (ausgeschildert) ist der südlich an die Lagune grenzende Strandabschnitt von Risco del Paso. Dort beherrschen zwei hohe Sanddünen die Szenerie. Die Küste ist Teil des Naturparks Jandía und darf nicht weiter bebaut werden.
Puerto del Rosario
Wer auf Fuerteventura sein Geld nicht im Tourismus oder in der Landwirtschaft verdient, arbeitet höchstwahrscheinlich in Puerto del Rosario. In der Inselhauptstadt haben fast alle Behörden und überdies zahlreiche Dienstleistungsunternehmen ihren Sitz. Außerdem verfügt Puerto del Rosario über den wichtigsten Hafen, und auch zum Aeropuerto de Fuerteventura ist es nicht weit. Mit einem Besuch in der Stadt liegt goldrichtig, wer ein wenig am Leben der Einheimischen teilhaben möchte. Am Vormittag und in den frühen Abendstunden beleben sich die Geschäftsstraßen; hier kann man Dinge kaufen, die ansonsten auf Fuerteventura nur schwer erhältlich sind. Zentrale Treffpunkte für einen Schwatz oder einen Drink zwischendurch sind der Kiosk auf dem Kirchplatz und die Cafeteria Tinguaro in der Nähe der winzigen Markthalle. Während der Siesta wirkt Puerto del Rosario wie ausgestorben. Dann vertreibt man sich die Zeit am besten mit einem ausgiebigen Mittagessen in einem der vielen kleinen Restaurants, die vorwiegend Geschäftsleute und Büroangestellte zu ihren Kunden zählen.
Casa Museo Unamuno: Calle Virgen del Rosario 11. Das Glanzlicht der Inselhauptstadt. Hier verbrachte der Dichter und Philosoph Miguel de Unamuno 1924 die Zeit seiner Verbannung durch das damalige Militärregime. Vier Monate musste er auf der Insel ausharren und lebte in dem von außen recht unscheinbaren Haus gegenüber der Pfarrkirche; hier war damals das »Hotel Fuerteventura« untergebracht. Die Räume gruppieren sich um einen lichtdurchfluteten Innenhof. Fast alle Einrichtungsgegenstände stammen aus den 1920er Jahren und gehören teilweise noch zum Originalmobiliar der Unamuno-Zeit. Fotografien zeigen den Dichter inmitten von Freunden, die er in Puerto del Rosario rasch gewonnen hatte. Auf Wandtafeln stehen - in spanischer Sprache - Zitate aus Miguel de Unamunos Werken, die in Verbindung zu Fuerteventura stehen oder sogar auf der Insel entstanden sind.
Vega Río Palmas
Im grünsten, wasserreichsten Tal der Insel stehen die weißen, kubischen Häuser des Ortes unter majestätischen Palmen. Auf Terrassenfeldern gedeihen Kartoffeln, Getreide und Hülsenfrüchte. Man fühlt sich unwillkürlich in eine nordafrikanische Oase versetzt. Neben Betancuria und Valle de Santa Inés zählt Vega Río Palmas zu den ältesten Ortsgründungen Fuerteventuras. Um über das Wasser, das nur in den Wintermonaten durch den Barranco de las Peñitas fließt, auch in den übrigen Jahreszeiten verfügen zu können, wurde 1942 unterhalb des Dorfs ein Stausee angelegt. Doch der verlandete schnell. Die verbliebene, heute fast ganz von Tamarisken zugewucherte Wasserfläche dient zahlreichen Vogelarten als Standquartier.
Ermita de Virgen de la Peña: Carretera General. Die bedeutende Wallfahrtskirche aus dem 17./18. Jh. birgt eine kleine Alabasterstatue der Inselheiligen. Während das Portal selbst noch im klaren Stil der Renaissance entstand, erinnern die im unteren Teil zwiebelförmig gestalteten Zwillingssäulen, die es seitlich flankieren, an den so genannten Kolonialbarock Lateinamerikas. Die im Mudéjar-Stil geschnitzte Holzdecke ist insbesondere über dem Altarraum reich verziert. Beachtung verdient auch der vergoldete Hauptaltar von 1769 mit schönen Gemälden, die Szenen aus der Bibel wiedergeben.
Playa de Cofete
An der Playa de Cofete und der hinter einer winzigen Felshalbinsel angrenzenden, noch einsameren Playa de Barlovento kann man stundenlange Strandspaziergänge machen und sich vom Wind mal so richtig durchblasen lassen. Ein Wermutstropfen für Badefreaks: Wegen unkalkulierbarer Unterströmungen ist Schwimmen im Meer äußerst gefährlich!
Caleta Negra
Neben der Verladeanlage am Hafen von Ajuy stehen die Reste zweier Kalköfen. Dahinter kann man zur »schwarzen Bucht« weiterlaufen, wo steile Treppenstufen zu den Cuevas hinunterführen. Der Abstieg ist nur bei ruhiger See zu empfehlen! Die zwei geräumigen Grotten in der Steilküste wurden früher als Lagerräume genutzt. Am späten Nachmittag erhellen Sonnenstrahlen die Eingangsbereiche der Höhlen ein wenig, ansonsten tut eine Taschenlampe gute Dienste.
Tennis
Fuerteventura mit seinem milden Klima und hervorragenden Tennisplätzen bietet ideale Bedingungen für Freunde des weißen Sports.
Wassersport
Urlaub auf Fuerteventura und jede Art von Wassersport gehören einfach zusammen. Die Insel ist mit ihren langen Sandstränden und dem stetigen Passatwind ein echtes Eldorado für wie Surfer, Wellenreiter, Kiteboarder und andere Wassersportfans. Anfänger sollten jedoch wegen der oft starken Winde Vorsicht walten lassen. In allen Ferienzentren haben sich meist deutschsprachige und qualifizierte Surf- und Tauchschulen etabliert. Für die kleinen Gäste werden Schwimmkurse angeboten. Außerdem werden in den Häfen Touren für Hochseefischer angeboten.
Nordic Walking
Nordic Walking ist ein Wohlfühlsport für Jedermann. Fuerteventura bietet eine ideale Umgebung sowohl für aktive Sportler als auch Ungeübte.
Tennis
Über Tennisplätze verfügen alle größeren Hotels und insbesondere die Ferienclubs. Mancherorts dürfen auch Nicht-Hotelgäste gegen Gebühr spielen. Für jedermann zugänglich ist das Jandía-Tennis-Center in Jandía Playa.
Golf
In La Pared betreibt die Golf-Akademie Fuerteventura einen 6-Loch-Golfplatz sowie eine 9-Loch-Zielgolfanlage (Tel. +34 / 928 16 10 52, Fax +34 / 928 16 10 62).
Reiten
Reitställe gibt es in Tarajalejo, Jandía Playa, Parque Holandés und La Pared. Letzterer ist auf Spanisches Reiten spezialisiert, das dem Westernreiten ähnelt.
Mountainbiking
Mountainbikes und normale Fahrräder werden in allen Ferienorten vermietet. Vor allem rund um Corralejo und Caleta de Fustes kann man auf Pisten und wenig befahrenen Nebenstraßen lohnende Touren unternehmen.
Wassersport
Für Windsurfer ist Fuerteventura ein Paradies. Im Sommer weht der Passatwind gleichmäßig aus Nordost. Anfänger werden das windarme Winterhalbjahr zu schätzen wissen und die ruhige Lagune der Playa Barca oder die Bucht von Caleta de Fustes bevorzugen. Im Winter kann es aber auch schon mal stürmisch werden, dann treffen sich die Profis am »Schießplatz« an der Nordspitze bei Corralejo oder vor der Playa Barca (Halbinsel Jandía). Schulen und Verleihfirmen gibt es viele.
Segelfreunde kommen vor allem in den großen Ferienclubs auf ihre Kosten, wo Katamaransegeln angeboten wird. Mitfahrgelegenheit auf Hochseeyachten gibt es in Corralejo, Caleta de Fustes (El Castillo) und Morro Jable. Von diesen Häfen aus werden auch organisierte Fahrten zum Hochseefischen angeboten.
Beliebt ist Fuerteventura auch bei Tauchern. Als besonders interessantes Revier gilt die Meerenge El Río zwischen Fuerteventura und Lobos. Tauchbasen gibt es in allen größeren Ferienorten.
Die schönsten Strände
Playas de Sotavento: Rund 8 km Strand zwischen Costa Calma und Risco del Paso, im Norden belebt, zum Süden hin sehr ruhig mit einer langen Lagune und riesigen Dünen.
Playa del Matorral: Goldgelber, feinsandiger Hausstrand von Jandía Playa. Die Bebauung hält Abstand, denn die flachen Dünen und die Salzmarsch an den Strandgrenzen stehen unter Naturschutz.
Playa de Cofete: Wer Einsamkeit sucht, ist hier und an der angrenzenden Playa de Barlovento goldrichtig. Für lange Spaziergänge eignen sich diese Strände hervorragend, doch wegen der hohen Brandung ist dieser Küstenabschnitt auch für erfahrene Schwimmer sehr gefährlich.
Playa del Castillo: Surfprofis lieben den 1 km langen Naturstrand im Nordwesten der Insel. Baden ist nur bei ruhiger See möglich.
Playas de Corralejo: Traumküste der Insel schlechthin, mit weiß in der Sonne funkelnden Strandabschnitten. Im Rücken der Küste schließt sich die 24 km2 große Wanderdünenfläche El Jable an.
Im Winter, wenn die Sonne auch um die Mittagszeit nicht gar so heiß brennt, tauscht mancher das Surfbrett gegen Schusters Rappen. Zu erwandern sind menschenleere Wüstenberge, unberührte Vulkanlandschaften, bizarre Küsten und kühle Palmenoasen. Die Inselregierung veranstaltet Wanderungen unter deutschsprachiger Führung (Anmeldung in örtlichen Reisebüros).
Kleine urige Tavernen und Fischrestaurants finden Sie im kleinen Örtchen Moro Jable.
In den Ferienorten speist man, was das Herz begehrt. Italienische, chinesische und deutsche Restaurants umwerben die Kundschaft. Von Fast-food bis hin zu mehrgängigen Edelmenüs französischer Art ist alles drin. Doch auch spanische und kanarische Küche finden immer mehr Zuspruch. Einheimische Köche widmen sich der bodenständigen Zubereitung von Fisch und Fleisch nun auch für Touristen, während Spezialitätenrestaurants verschiedener spanischer Regionen gehobenen Essgenuss bieten.
Frühstück & Tapas
Essenszeiten und Größe der Portionen entsprechen in den Urlaubszentren den Gewohnheiten mitteleuropäischer Touristen. Zum Frühstück (desayuno) bieten die Hotels ihren Gästen ein mehr oder weniger üppiges Buffet mit Müsli, Vollkornbrot und Rühreiern mit Schinken. Das Frühstück der Einheimischen hingegen fällt recht karg aus. Vor der Arbeit wird auf die Schnelle in einer Bar ein café con leche (Milchkaffee), dazu ein Toast oder ein Stück Gebäck (churro) konsumiert. Selbstredend hält so ein Frühstück nicht lange vor, und so findet man sich am späten Vormittag wiederum in einer Bar ein, um ein bocadillo (belegtes Brötchen) oder einige Häppchen, Tapas, zu sich zu nehmen. Tapas können sein: Gebratene Champignons mit Knoblauch, Sardinen, Tintenfischsalat und vieles mehr.
Mittagessen
Das Mittagessen (almuerzo) nimmt man traditionell gegen 14 Uhr ein, am Sonntag meist noch etwas später. In den Ferienzentren kann man sich auch schon um 12 Uhr zum Mittagstisch einfinden. Dort gibt es oft die so genannten platos combinados, Tellergerichte, bei denen die Auswahl vom großen Salatteller über Omelett (tortilla) bis zu Steak mit Pommes frites und Salat reicht. Dem des Spanischen Unkundigen wird die Auswahl durch bebilderte Speisekarten erleichtert. In den von Einheimischen frequentierten Lokalen liegt man mit dem menu del día immer richtig und vor allem preiswert. Das Tagesmenü besteht aus Suppe oder Vorspeise, Hauptgericht und Dessert, dazu Tischwein und Wasser. Zum Abschluss darf ein café solo (Espresso) oder cortado (Espresso mit viel Kondensmilch) nicht fehlen.
Abendessen
Während das üppige Abendbuffet in den Hotels oft schon um 18.30 Uhr eröffnet wird, findet das Abendessen (cena) bei den Einheimischen selten vor 21 Uhr statt. Vorher trifft man sich mit Freunden in den Bars und Straßencafés, um den Appetit mit einem Aperitif anzuregen. Das kann z. B. auch ein carajillo (Kaffee mit Cognac) oder ein ron con miel (Rum mit Honig) sein. Dazu dürfen natürlich wiederum die Tapas nicht fehlen. Anschließend wird im Familienkreis das eigentliche Abendessen regelrecht zelebriert. Es besteht aus drei Gängen und wird von Wein, Wasser und Bier begleitet.
Getränke
Da es auf Fuerteventura so gut wie keinen Weinbau gibt, wird Wein vom spanischen Festland importiert. Spitzenweine kommen meist aus der Region Rioja, aber auch in Navarra, Penedés und Valdepeñas wird ein gutes Tröpfchen erzeugt. Achten Sie auf die Herkunftsbezeichnung »Denominación de Origen« (DO). Hervorragende, allerdings nicht ganz billige Weine kommen von der Nachbarinsel Lanzarote. Rotwein (vino tinto) ist verbreiteter als Weißwein (vino blanco). Ausgezeichneter Sekt (cava) kommt aus Katalonien (Codorniu, Freixenet).
Bier (cerveza) wird auf Teneriffa (Dorado) und Gran Canaria (Tropical) gebraut, in geringen Mengen auch auf Fuerteventura (Marke Abadía). Wer Bier vom Fass möchte, bestellt eine caña. Die Auswahl an spanischen und internationalen Spirituosen ist groß. Probieren sollte man den Rum (ron) aus Gran Canaria. Mineralwasser stammt meist aus Gran Canaria oder La Palma. Agua mineral con gas enthält Kohlensäure, agua sin gas ist dagegen ein stilles Wasser.
Einkaufen
Typische Souvenirs sind Stickereien, traditionelles Kunsthandwerk aus Flechtarbeiten und Keramik sowie handgearbeitete Decken. Ebenfalls bietet die Insel wöchentlich Straßenmärkte in den Urlaubszonen, welche eine besondere Atmosphäre und Einkaufsmöglichkeiten bieten.
Diskotheken & Clubs
Zahlreiche Unterhaltungsmöglichkeiten wie Diskotheken und Bars finden Sie im lebhaften Jandia.
Die ca. 60.000 Gästebetten auf Fuerteventura verteilen sich vorwiegend auf Jandía Playa, Costa Calma, Caleta de Fustes und Corralejo. Unterkünfte der mittleren und gehobenen Kategorie sind in der Regel von Reiseveranstaltern belegt und über diese oft weit günstiger als zum Listenpreis zu buchen. Die Zimmersuche vor Ort kann sich für Individualreisende als recht beschwerlich erweisen, zumal es außerhalb der genannten Zentren nur wenige Unterkünfte gibt. Die spanischen Fremdenverkehrsämter verschicken auf Anfrage eine Liste der Hotels, Apartments und Pensionen mit Preisen und Adressen.
Apartments
In den Katalogen der Reiseveranstalter findet man neben »richtigen« Hotels vor allem Aparthotels und Apartmentanlagen. Erstere gehören meist gehobenen Kategorien an, bieten einen kompletten Hotelservice, aber auch die Möglichkeit zur Selbstversorgung. Apartmentanlagen sind meist nur zweistöckig gebaut, weitläufig und von großen Gärten umgeben. Achten sollte man auf den Unterschied zwischen Studios (schlafen, wohnen und essen in einem Raum) und Apartments (zwei, manchmal auch drei Räume).
Cluburlaub
In den verschiedenen Clubs und clubähnlichen Anlagen auf Fuerteventura trifft man fast ausschließlich deutschsprachige Urlauber. Die »klassischen« Clubs (Aldiana, Robinson) bieten für Singles und Familien eine Rundumversorgung für Körper, Geist und Seele: ein umfangreiches Sportprogramm, komplette Verpflegung und Animation »from dusk till dawn«.
Individualurlaub
Bei Apartments beträgt die Mindestmietdauer meist eine Woche. So ist der, der verschiedene Teile der Insel kennenlernen möchte, meist auf Hotels und Pensionen angewiesen. In Puerto del Rosario dürfte es kein Problem sein, ein freies (und preisgünstiges) Pensions- oder Hotelzimmer zu bekommen. Pensionen und Apartmentanlagen, die nicht von Reiseveranstaltern ausgebucht sind, findet man außerdem vor allem in Corralejo, Cotillo und Morro Jable.
Camping
»Wildes Campen« ist nicht mehr erlaubt, auch wenn dies mancherorts noch recht locker gesehen wird. Mit Genehmigung der Gemeindeverwaltung von Pájara (Plaza Central, Tel. +34 / 928 85 21 06, Fax +34 / 928 85 19 17) dürfen die offiziellen Zeltplätze (Zonas de Acampada) in Cofete, Punta Salinas und am Roque del Moro benutzt werden (keine sanitäre Einrichtungen). Ein kleines, sehr einfaches Campinggelände gibt es auch auf der Insel Lobos.

Bilder und schwarz dargestellte Texte sind aus dem DuMont Reiseverlag.
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