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Teneriffa

Teneriffa ist die größte der Kanarischen Inseln mitfaszinierenden Naturlandschaften, schönen Stränden, dem Pico del Teide als Wahrzeichen und beeindruckenden Kontrasten zwischen dem grünen Norden und dem sonnenverwöhnten, trockenen Süden. Vor allem im Süden Teneriffas ist der Ausbau der touristischen Infrastruktur noch nicht abgeschlossen.

Willkommen auf Teneriffa
Teneriffa wird, ähnlich wie Mallorca, auf dem scharfzüngigen Grill der Gerüchteküche gewendet, gebraten und geröstet. Was aber nichts nützt, denn aus aller Welt kommen die Reisenden weiterhin in Scharen. Im letzten Jahr waren es 4,5 Mio.! Wer von Teneriffa nur den kurzen Abschnitt zwischen dem Flughafen Reina Sofía und dem Fähranleger in Los Cristianos kennt, weil er auf dem Weg nach Gomera ist, wird den Kopf über Freizeitwahn und Bauwut schütteln und hat doch das Wesentliche versäumt. Wer Teneriffa nur an den Zentren des Tourismus misst, übersieht seine grandiose Natur, seine Kostbarkeiten im Detail und den wohltuenden Lebensrhythmus der »canarios«, wie er zwischen »siesta« und »salsa«, zwischen Müßiggang und Ausgelassenheit hin und her pendelt.

Ein absolutes Highlight ist der Teide, denn er ist nicht nur der höchste Berg Spaniens, sondern auch einer der mächtigsten Vulkane der Erde. Südlich erstreckt sich ein riesiger Urkrater - die Cañadas -, eine Mondlandschaft mit bizarren Felsformationen und Aschekegeln. Wenn im Frühsommer der Teide-Ginster blüht, verwandelt sich diese ansonsten so unwirtliche Gegend in ein gelb-weißes Blütenmeer, das vom Summen der Bienen erfüllt ist. Und wenn in einer Winternacht Schnee fällt, werden tinerfeños und Touristen gleichermaßen in das dick eingepuderte Reich des Teide gelockt, um dort auf Plastiktüten die Abhänge hinunterzuschlittern, als wären sie Alpenkinder.

Und wie steht es mit dem Badevergnügen? Teneriffa hat seltsamerweise keinen besonderen Ruf als Badeinsel, obwohl überall im Süden Sandstrände angelegt sind, die von vorgelagerten Wellenbrechern geschützt werden. Im Norden kann man in zahlreichen Meerwasserschwimmbecken selbst bei stürmischer See baden. Für die künstlich aufgeschütteten Strände Las Teresitas bei Santa Cruz und Playa Jardín bei Puerto de la Cruz gäbe man manchen naturbelassenen Strand der Südsee hin. An der Playa Bolullo bei Puerto de la Cruz wiederum breitet man sein Badetuch inmitten von ungeschlachten Felsen auf schwarzem Vulkansand an einem herrlichen Naturstrand aus.
Reisemonate:
März
April
Mai
September

Allgemeine Informationen

Die Fundación OID in Santa Cruz, Calle José Hernández Alfonso, 16 bajo, Tel./Fax +34 / 922 20 28 86, bietet Behinderten Hilfe an.

Rollstühle stellt bereit Le Ro, Los Cristianos, Tel. +34 / 922 75 02 89, und Puerto de la Cruz, Tel. +34 / 922 37 33 01 (auch Betreuung von Behinderten).
Wird’s den Kindern am Strand zu langweilig, sind Ausflugsfahrten angesagt. Vom Hafen in Los Cristianos starten Wal- und Delfinsafaris, mit der Yellow Submarine taucht man von Las Américas zum Meeresboden ab. Viel Spaß verspricht der Besuch des Aguaparks Octopus mit seinen Riesenrutschen (Ortsteil San Eugenio). Reiseveranstalter organisieren einmal wöchentlich Touren zum Zoo (mit Kamelsafari) und zum angrenzenden Kaktuspark, teurer, aber schöner ist der Tier- und Vogelpark an der Straße nach Arona und natürlich auch der Loro Parque im nördlichen Ferienort Puerto de la Cruz.
Flugzeug
Der Flug von Mitteleuropa nach Teneriffa dauert 4 bis 5 Stunden. Zielflughafen ist der Aeropuerto Reina Sofía (Tenerife Sur, Tel. +34 / 922 75 90 00). Die günstigsten Tarife für Direktflüge gibt es bei Hapag Lloyd; dort ist es neuerdings auch möglich, den eigenen Pkw oder das Motorrad nach Teneriffa mitzunehmen. Sondergepäck (z. B. Sportgeräte) muss beim Buchen angemeldet werden. Die Mitnahme von Haustieren bedarf der Genehmigung. Für den Transport werden Spezialboxen angeboten.
Schiff
Von Cádiz auf dem spanischen Festland verkehrt einmal in der Woche eine Autofähre der Compañía Trasmediterránea nach Teneriffa.
Deutsches Reisebüro Gmbh (DER)
Emil-von-Behring-Straße 6
D - 60439 Frankfurt am Main
Tel. +49 (0)69 / 95 88 58 00
Fax +49 (0)69 / 95 88 58 22
E-Mail: ocean24@dertour.de

Compañía Trasmediterránea
Estación Marítima, Muelle de Ribera
E - 38001 Santa Cruz de Tenerife
Tel. +34 / 902 45 46 45
Fax +34 / 922 84 22 44

Strand & Meer

Auf Teneriffa sind die Strände öffentlich. Es gibt keine Privatstrände. An den Hauptstränden können Liegen und Sonnenschirme gemietet werden.

Sehenswertes

Santa Cruz

Sehenswert ist die historische Altstadt der Hauptstadt Santa Cruz. Hier begann die traditionsreiche Zeit der Eroberer zum Aufbruch in die „Neue Welt“. Prunkvolle Herrenhäuser zeigen eine interessante Mischung maurisch-andalusischer und typisch kanarischer Elemente. Die Canarios sind ein geselliges Volk und ihr Festkalender beinhaltet viele farbenfrohe Prozessionen und Umzüge, z.B. die Fiesta de la Candelaria zu Ehren der „Licht bringenden Madonna” (im August).

Loro Parque

Der weltberühmte Loro Parque mit seinen vielen Attraktionen wird Sie begeistern. Papagein-. Seelöwen- und Delfinshows, der bekannte Haitunnel, die lustigen Pinguine undeinzigartig in Europa, die Killerwale!

Anaga-Gebirge
Das kleine Dorf Punta del Hidalgo liegt an einem Küstenstreifen am Meer am Fuß des westlichen Anaga-Gebirges. Am Ende der asphaltierten Straße kann man von einer Art Mirador aus den ersten Eindruck von der Stärke des Passatwindes und vom zerklüfteten Anaga-Gebirge gewinnen. Der Ort selbst ist sehr ruhig. Mehrere Ausflüge ins Anaga-Gebirge sind von hier aus möglich. Ein Wanderweg führt vom Straßenrondell am Ende des Ortes hoch nach Chinamada. Der Weg ist bereits von unten weithin zu überschauen.
Santa Cruz de Tenerife
Die größte Stadt der Insel, Santa Cruz de Tenerife, liegt am Meer vor den graugrünen Süddabhängen des Anaga-Gebirges. Sie teilt sich zusammen mit Las Palmas de Gran Canaria die Hauptstadtfunktion in der Autonomen Region der Kanarischen Inseln und besitzt eine entsprechende Vielzahl von repräsentativen Verwaltungsgebäuden. Einige schattige Parks und brunnengeschmückte Plazas unterbrechen die ansonsten dichtbebauten Straßenzüge. Am Meer entlang verläuft eine breite Promenade, von der man auf die ausgedehnten Hafenanlagen blickt. Im Stadtzentrum lädt eine Fußgängerzone mit vielen Einzelhandelsgeschäften und Boutiquen zum Einkaufsbummel ein. Cafés, Kneipen und Restaurants gibt es dort, wie auf den Plätzen und an den Promenaden in ausreichender Zahl und in allen Stilrichtungen.

Das Nachtleben von Santa Cruz wird allerdings in der städtischen Presse häufig als provinziell verspottet. Wenn jedoch auf der Plaza de España ein großes Open-air-Festival angesagt ist oder der Karneval regiert, feiert und tanzt die Stadt bis in den frühen Morgen. In kultureller Hinsicht haben vor allem die bildende Kunst und die klassische Musik ein starkes Standbein. Das Symphonieorchester von Santa Cruz gehört zu den besten Europas.
La Orotava
Am östlichen Rand des einst von Humboldt wegen seiner Lieblichkeit und vielfältigen Flora gepriesenen Orotava-Tals, 400 m über dem Meer am zuweilen steilen Hang liegt die Stadt La Orotava. Sie hat sich in unserer Zeit zu einer Art janusköpfigen Doppelstadt entwickelt: im Westen die erhabene und gut erhaltene historische Altstadt, in der eine eher beschauliche Stille herrscht - trotz vieler Besucher. Im Osten die pulsierende, lebendige Neustadt mit einem Konglomerat aus Geschäftshäusern, Wohnblocks, Gewerbegebieten und aufgemotzten Plätzen. Der Altstadtkern beeindruckt weniger durch einzelne herausragende Bauwerke als vielmehr durch seine Homogenität und die konsequente Konservierung seiner historischen Bausubstanz. Schlichtere Häuser aus vergangenen Epochen findet man im oberhalb der Altstadt gelegenen Mühlenviertel Farrabo.
Puerto de la Cruz
Trotz einer Skyline, die an manch verschandelte Mittelmeerküste erinnert, hat Puerto de la Cruz als das Urlaubszentrum des Nordens an einigen Stellen den Charme eines Fischerdorfes bewahrt und durch den Tourismus auch einige Kostbarkeiten hinzugewonnen. An das Fischerdorf erinnern noch der Hafen mit den farbenfrohen Booten auf dem grauschwarzen Kies und der verwinkelte Ortsteil La Ranilla südwestlich davon, in dem einige der gemütlichsten Lokale angesiedelt sind. Die Plaza del Charco, wo sich eine bunte Mischung aus Einheimischen und Urlaubern tummelt, ist das Herz der Stadt. Auf die Zeit, als Puerto nach dem Niedergang Garachicos zum bedeutendsten Handelshafen des Nordens aufstieg, verweisen das alte Zollhaus am Hafen, die Kapelle San Telmo an der Promenade über der zentralen Steilküste, das Fort San Felipe im Westen und einige der erhaltenen, alten Kaufmannshäuser wie die Casa Iriarte in der Calle San Juan oder die zu Hotels umgewandelten Häuser Marquesa und Monopol.
Garachico
Garachico hat sich, eine lobenswerte Ausnahme auf Teneriffa, sein traditionelles äußeres Erscheinungsbild weitgehend bewahrt. Die Palette der historischen Gebäude reicht von der zentralen Kirche über die Klöster und Adelshäuser bis hin zu einfachen, einstöckigen Behausungen. Der einst reichste Handelshafen der Insel wurde 1706 bei einem Vulkanausbruch von mehreren Lavaströmen zum großen Teil verschüttet. Was die Katastrophe überstanden hatte, wurde bis heute gut gepflegt und erhalten.
Barranco de Masca
Wegen seiner endemischen Pflanzenwelt wurde der Barranco de Masca, eine der spektakulärsten Schluchten der Insel, unter Naturschutz gestellt. 2-3 Std. benötigt man für den Abstieg durch den barranco bis zum Meer, wo bei Niedrigwasser ein kleiner, heißer, schwarzer Sandstrand auf Badelustige wartet. Vorsicht: Felsen im Wasser, bei starker Brandung gefährlich!
Icod de los Vinos
Icod liegt 200 m über dem Meer an den steilen Abhängen des Teide-Massivs. Vom Rathausplatz hat man den beeindruckendsten Blick auf den Teide. Nirgends steht man so dicht und zugleich so tief unter ihm. der Stadt kundtut, Icod liegt, wie der Beiname sagt, mitten in einem fruchtbaren Weinbaugebiet. Der Tourismus beschränkt sich fast ausschließlich auf den Besuch des Drachenbaums und die umliegenden Plätze. Der übrige Ort hat trotz seiner modernen Bebauung mittelalterlich enge Gassen und bietet architektonisch sonst nur wenig.

In der Umgebung sind für den Tourismus zwar nicht erschlossen aber sehenswert: die größte vulkanisch gebildete Höhle der Welt, die Cueva del Viento, und eine kleine Pyramide im Ortsteil Santa Barbara, deren Entstehung und ursprünglicher Zweck noch im Dunkeln liegen. Bei der unter Naturschutz stehenden Höhle handelt es sich um ein Röhrensystem auf mehreren Ebenen, von dem z. Zt. Gänge von rund 15 km Länge erkundet sind. Der Hauptzugang befindet sich oberhalb von Icod. In der Höhle leben mehrere endemische Tierarten.

Überall im Ort ist der Weg zum Drago Milenario ausgeschildert: er ist die meistfotografierte Pflanze der Insel und vermutlich nicht einmal halb so alt wie der Name weismachen möchte. Er ist eigentlich kein Baum, sondern entweder ein Liliengewächs oder eine Agavenart, wie neuerdings behauptet wird. Seinem farblosen Saft, der sich an der Luft dunkelrot färbt und deshalb »Drachenblut« genannt wird, sagte man heilende Wirkung nach. Die Guanchen benutzten ihn zur Einbalsamierung ihrer Toten. Unterhalb des Drachenbaums flattern Dutzende exotischer Schmetterlinge in einem Schmetterlingsgarten.
Teide-Nationalpark
Der seit 1954 naturgeschützte Teide-Nationalpark (136 km2) umfaßt den Pico del Teide und den nach Osten, Süden und Westen vorgelagerten riesigen Urkrater einschließlich der Kraterwände. Die auf einer Höhe von 2.000 m und darüber liegende Landschaft bietet den Anblick einer Steinwüste aus erkalteten Lavaströmen, Vulkankegeln, Bimssteinfeldern, Schwemmlandebenen und bizarren Felsformationen.
Adeje
Adeje liegt am vielbesuchten Barranco del Infierno. Die recht ruhige Hauptstraße des Ortes säumen ein paar schlichte Cafés und Restaurants. Der Ort hat vom Boom des weitgehend zu ihm gehörigen Las Américas profitiert, außer- und unterhalb des alten Ortskerns wurden moderne Gebäude errichtet. An das feudale Adeje erinnert u.a. die Ruine der Casa Fuerte, der Herrensitz derer von Adeje, an der Zufahrt zum Barranco del Infierno.
El Médano
Der Ort ist bis auf wenige Ausnahmen ein nüchternes Neubaugebiet am Meer. Im Zentrum ist für Feste und zum Flanieren eine großzügige, zur See hin offene Plaza angelegt, die von Eisdielen, Cafés und Restaurants gesäumt wird. Der immerwährende Wind zieht seit Jahren Windsurfcracks und deren Nacheiferer aus der ganzen Welt nach El Médano. Sie prägen die Klientel des Ortes.

Sport & Aktivitäten

Wanderungen in die Mascaschlucht, in das Anaga-Gebirge, grandiose Touren im Teide-Nationalpark, Mountainbike- Touren, Wind-Surfing und Jet-Ski sind nur einige der sportlichen Aktivitäten, mit denen Sie Ihren Urlaub abwechslungsreich gestalten können. Teneriffa, ein großartiges Urlaubsparadies, hat für jeden etwas zu bieten. Die sonnenverwöhnten Strände im Süden der Insel laden zum Baden ein. An der Küste bietet die Unterwasserwelt Riffe zwischen 2 und 35 m Tiefe sowie kleine niedrige Grotten. Anfänger tauchen im Meer gut geschützt bis zu 5 m tief. Freunde des Golfsports finden im Südwesten mehrere Golfplätze vor.

 

Teneriffa bietet Aktivurlaubern ein breites Betätigungsfeld. Das beginnt bereits in der Hotelanlage, die meist über Fitnessräume, Tennis- und Squashplätze, Schwimmbäder, Poolbillardtische und Tischtennisplatten verfügt. Groß ist auch das Angebot an Sportkursen, die zwar häufig an Hotels angebunden, aber oft auch für Nichthotelgäste offen sind.
Golf
Es gibt sieben Golfplätze auf der Insel, vier weitere sind geplant.
Motorrad- & Radfahren
Roller und Motorräder kann man günstig mieten, z.B. bei Topacio oder bei Hobby Motor (auch Roller, Trikes und Mountain Bikes).

Cats in Las Américas ist eine der größten Mountainbike-Stationen der Insel. Hier sind Scott-Räder in allen Größen ausleihbar, es gibt eine eigene Werkstatt und es werden geführte Tagestouren angeboten.
Topacio
Calle Venezuela, 4
Costa Adeje
Tel./Fax +34 / 922 75 26 05

Hobby Motor
Las Flores, 4, Pueblo Canario
Las Américas
Tel. +34 / 922 79 44 67
Fax +34 / 922 79 60 01
E-Mail: hobbymot@arrakis.es

Cats
Centro Comercial El Paradero
Av. Quinto Centenario
Tel. Fax +34 / 922 79 35 84
Paragliding
Eine Übersicht über sämtliche Startplätze für Paraglider erhält man in der Oficina de Turismo in Puerto de la Cruz. Die bekannteste Schule für diese Sportart ist die Escuela de Parapente »Izaña« in Güimar, Tel. +34 / 922 52 45 26. Weitere Schul- und Klubadressen erhält man in der Oficina de Turismo in Las Américas, Plaza del City Center.
Reiten
Es gibt Ausreitgelegenheiten im oberen Orotava-Tal, im Valle San Lorenzo und bei La Laguna. Auskunft über weitere Reitmöglichkeiten erhält man beim Club Hípico La Atalaya in La Laguna, Tel. +34 / 922 63 26 44.
Segeln & Motorbootfahrten
Nach Liege- bzw. Ankerplätzen kann man sich in folgenden Häfen erkundigen: Las Americas (Tel. +34 / 922 71 42 11), Los Cristianos (Tel. +34 / 922 79 11 63), Los Gigantes (Tel. +34 / 922 86 06 30), Radazul (Tel. +34 / 922 68 09 33) und Santa Cruz (Tel. +34 / 922 59 12 47).

In den Häfen von Los Cristianos, Las Américas, Playa San Juan und Los Gigantes werden Schiffsausflüge auf unterschiedlichen Bootstypen angeboten.
Tauchen
Hier ist für Taucher das Besondere die vulkanisch geprägte Unterwasserlandschaft, in der es Höhlenlabyrinthe, Steilwände und bizarre Felsformationen gibt sowie eine Vielfalt von Fischarten.
Tennis
Im Norden bieten das Hotel Maritim wie das Tenniscenter Miramar in Los Realejos Unterrichtsstunden mit deutschsprachigen Tennislehrern an. Im Süden lädt man zu Unterricht und Spiel im Tennisclub »La Florida« an der Hauptstraße zwischen La Camelia und Valle San Lorenzo.
Windsurfen & Wellenreiten
Geübte Windsurfer treffen sich in der Bucht von El Médano und in einigen Nachbarbuchten. Vorwiegend Einheimische surfen (also ohne Segel) an verschiedenen Stränden, z. B. am Strand El Socorro bei Los Realejos (Surfkurse), an der Playa Jardín in Puerto de la Cruz, entlang der Steilküste unterhalb des Café Melita östlich von Bajamar, an der Küste zwischen Roque de las Bodegas und Benijo.
Nur wer die Wanderstiefel schnürt, wird das Natur- und Landschaftserlebnis Teneriffa in seiner ganzen Vielfalt auskosten können. In allen Regionen der Insel gibt es markierte Wanderwege. Man kann sich auch organisiert mehrsprachigen, sehr erfahrenen Bergführern anschließen.

Die Verwaltung des Teide-Nationalparks veranstaltet kostenlos Wanderungen durch die Cañadas (Anmeldung am Besucherzentrum bei El Portillo bzw. Tel. +34 / 922 29 01 29 oder +34 / 922 29 01 83).

Kultur & Religion

Romerías
Das ganze Jahr über finden in den einzelnen Ortschaften Teneriffas am jeweiligen Tag des Dorfpatrons romerías statt. Bei diesen Festen wird in einer Prozession das Abbild des Schutzheiligen durch die Straßen zur Hauptkirche getragen. Im Zug folgen Hirten, Bauern, Tänzer und Musikanten in traditionellen Trachten. Knallkörper und Böller untermalen das Geschehen. An den Abenden der meist mehrtägigen Festivitäten mündet das Ganze in ein großes Dorffest, bei dem der Tanz auf dem geschmückten Kirchplatz im Mittelpunkt steht.
Karneval (Februar/März)
Der Termin des Karnevals wird Jahr für Jahr in jedem Ort eigens so festgelegt, dass man sich möglichst nicht mit den Veranstaltungen in anderen Orten ins Gehege kommt. Am spektakulärsten wird er in Santa Cruz gefeiert. Dort ist er zu einer Prestigeveranstaltung geworden, die sich mit keinem geringeren Konkurrenten als Río zu messen bereit ist. Ein erster Höhepunkt ist die Wahl der Karnevalsköniginnen in dem neuen Kongress- und Messezentrum im Südwesten der Stadt. Am Wochenende danach verwandelt sich die Innenstadt von Santa Cruz nach Mitternacht regelmäßig in ein tänzerisches Bacchanal. Im Rahmen eines großen Straßenumzugs präsentieren sich die Karnevalsköniginnen noch einmal der städtischen Öffentlichkeit, eingebunden in eine schier endlose Kette von Festwagen, Tanz- und Musikgruppen.
Ostern (März/April)
Die Beteiligung der mit Kapuzenmänteln bekleideten, religiösen Bruderschaften und Büßergruppen machen die Osterprozessionen und Umzüge, die in fast allen Orten der Insel in der Karwoche (Semana Santa) stattfinden, zu einem mystischen Erlebnis. Marienfiguren mit Schwertern in der Brust als Zeichen ihres Schmerzes über den Kreuzestod Christi und überaus realistisch nachgestaltete Szenen aus dessen Passion verstärken diesen Eindruck noch. Am prunkvollsten sind die Feierlichkeiten in La Laguna.
Fronleichnam (Juni)
In der Mitte des letzten Jahrhunderts begründeten adelige Damen in La Orotava mit der Ausschmückung des Fronleichnamsprozessionswegs vor ihrem Haus mit ausgelegten Blüten eine Tradition, die mittlerweile zu einer der größten Touristenattraktionen der Insel geworden ist. Zentrales Interesse finden dabei die großen, aus Vulkanerden von einer einheimischen Künstlerfamilie gestreuten Bilder auf dem Platz vor dem Rathaus. In anderen Orten eifert man diesem Beispiel mit gefärbtem Salz und Reis nach.
Andreasnacht (29./30. November)
Die Wiedereröffnung der Weinkeller nach den Arbeiten der Lese und Einkellerung wird in der Andreasnacht gefeiert. Im Orotava-Tal und in Puerto de la Cruz schleifen junge Leute die ganze Nacht scheppernde Töpfe, Büchsen und andere Utensilien hinter sich her und veranstalten ein Heidenspektakel. In Icod de los Vinos schlittern Jugendliche auf eingefetteten Holzbrettern mit höllischem Tempo die Straßen hinunter, was nicht selten zu Unfällen führt.

Essen & Trinken

Die bodenständige kanarische Küche entwickelte sich aus der Kochtradition der Spanier und der der späteren Rückwanderer aus Venezuela und Cuba. Der gofio, ein sehr bekömmliches, geröstetes Gersten-, Weizen- oder Maismehl, wurde schon von den Guanchenhirten als Wegzehrung mitgenommen und mit etwas Wasser oder Milch vermengt als kleine Bällchen gegessen. Heute sorgen Fast-Food-Ketten und Tourismus für neue Einflüsse. In größeren Städten reicht die Palette von der »Schwarzwaldstube« über das »Viet-Nam« bis hin zum Spezialitätenrestaurant.
Essgewohnheiten
In den Tourismuszentren hat man sich weitgehend an die Essenszeiten und -gewohnheiten der ausländischen Klientel angepasst. Während der Einheimische in seiner Stammbar vor der Arbeit meist nur ein kurzes Frühstück (desayuno), bestehend aus café con leche oder cortado, Toast, churros oder Croissant, und einen kleinen Cognac zu sich nimmt, warten die Urlauberhotels mit einem Frühstücksbüffet auf, das vom Müsli bis zu Spiegeleiern mit Speck reicht. Neben Tee und Filterkaffee, café alemán, gibt es häufig gegen Aufpreis auch frisch gepressten O-Saft. Zwischenmahlzeiten von Vormittags bis zum Abend oder von Nachtschwärmern zwischendurch zum Drink genossen sind kleine Häppchen, tapas. Diese reichen von gefüllter Aubergine über Omelette (tortilla) bis zu eingelegtem Tintenfisch.
Essenszeiten
Wer einem deftigen einheimischen Frühstück nicht abgeneigt ist, sollte sich morgens in den Marktlokalen, z. B. von Santa Cruz, einfinden. Im Hotel und in den Urlaubszentren gibt es kurz nach 12 Uhr ein Mittagessen (almuerzo) der internationalen Küche, darunter so genannte platos combinados. Die Einheimischen nehmen das Mittagessen um ca. 14 Uhr ein. Es ist in vielen Familien und Lokalen die Hauptmahlzeit und besteht in diesem Fall aus drei Gängen.

Während der Hotelurlauber oft schon kurz nach 18 Uhr wieder in den Speisesaal gebeten wird, ist das Abendessen (cena) der Einheimischen mit seinem späten Beginn nach 20 Uhr eher ein ausgiebiges Nachtmahl. Zum Essen trinkt man das leichte und süffige einheimische Bier, importierte Biere aus Mittel- und Nordwesteuropa, tinerfenischen Wein aus kontrollierten Anbaugebieten oder vom spanischen Festland eingeführte Tröpfchen. Ein starker Kaffee und ein süßer ron miel oder eine crema de banana beschließt das Mahl.
Fleisch & Fisch
Wer herzhaft kanarisch essen will, begibt sich am besten ins Hinterland. Ein echtes Hauptgericht ist ein puchero canario genannter Eintopf aus mehreren Sorten Fleisch, Gemüse und Kichererbsen. Man isst dazu wie die alten Guanchen in der Brühe geformte kleine Gofiobällchen. Neben conejo en salmorejo (Kaninchen) gehören Ziegenfleisch und Wachteln zur Palette der einheimischen Küche.

Vor allem in Hafenorten wie Los Abrigos und San Andrés bestimmt frischer Fisch die Speisekarte: Seehecht (merluza), Zackenbarsch (mero), Seeteufel (sama), Seezunge (lenguado) und ein Papageienfisch namens vieja. Dazu kommen Thunfisch (atún), Schwertfisch (pez espada) und Hai (tiburón). Fischpfannen (zarzuela) und Goldbrassen im Salzmantel (dorada a la sal) sind sehr lecker. Meeresfrüchte wie Krebs (cangrejo), Garnele (gamba) und Languste (langosta) gibt es ebenso in verschiedenen Zubereitungen wie Tintenfisch (calamares) und Krake (pulpo). Letztere gern eingelegt als tapas.

Insidertipps

Einkaufen

Zu den beliebten Souvenirs zählen Tischdecken mit typisch kanarischen Stickereien, kunstvoll von Hand hergestellte Kerzen und Handschnitzereien.
Auch „Ron Miel“ (Honig-Rum), Weiß- und Rotwein aus Orotava, Tacoronte oder Icod de los Vinos sind beliebte Mitbringsel.

Diskotheken & Clubs

Abendliche Unterhaltung finden Sie bei der spanischen Tanzshow auf der Unterhaltungsmeile „Veronicas“ in Las Americas und darüber hinaus in zahlreichen einheimischen Diskotheken und Bars in Los Cristianos sowie in Puerto de la Cruz (meist am Wochenende). Im Norden sorgt die „Tenerife Palace Show“ für eine abendliche Unterhaltung. In den Sommermonaten werden viele Fiestas aufgrund religöser Anlässe gefeiert. Dadurch kann es tageweise in den Städten und Dörfern etwas lauter werden, außerdem kann es zu Einschränkungen bei den Transfers kommen. Unser Tipp: Genießen Sie die Lebensfreude und feiern Sie mit!

 

Unterhaltung
Im Januar und Anfang Februar stellen sich im Rahmen des Kanarischen Musikfestivals einige der besten Orchester der Welt im Teatro Guimerá zu Santa Cruz vor. Die illustre Liste der aufgebotenen Dirigenten und Solisten würde jeder Weltstadt zur Ehre gereichen, ganz zu schweigen davon, dass das OST (Orquesta Sinfónica de Tenerife) selbst zur europäischen Spitzenklasse gehört.
Unterkunft
Der Tourismus konzentriert sich im Wesentlichen auf zwei große und zwei kleinere Zentren: die Gegenpole Las Américas mit der weiteren Umgebung und Puerto de la Cruz einerseits, Los Gigantes und Bajamar andererseits. Hier sind Unterkünfte der mittleren und gehobenen Kategorie in großer Zahl vorhanden. Meist werden sie schon beim Flug mitgebucht. Für Individualreisende ist deshalb die Zimmersuche vor Ort beschwerlich, zumal es außerhalb dieser Zentren nur wenige gute Unterkünfte gibt. Bei den Fremdenverkehrsämtern kann man sich eine Liste der Unterkünfte mit Preisen und einer sehr pauschalen Einstufung geben lassen.
Turismo rural
Der grüne Tourismus soll weiter gefördert werden. Einige der schönsten Häuser können über Karin Pflieger gebucht werden, die sich schon als Vermittlerin auf La Palma einen Namen gemacht hat. Weitere Angebote findet man bei Canarias Spezial.

Infos und Reservierungen vor Ort bei ATTUR, Calle Eduardo Westerdahl 13, Santa Cruz, (Tel./Fax +34 / 922 23 09 26) sowie AECAN, Calle Villalba Hervás 4, Santa Cruz (Tel. +34 / 922 24 08 16, Fax +34 / 922 24 40 03).
Karin Pflieger
Lohkoppelweg 26
D - 22529 Hamburg
Tel. +49 (0)40 / 560 44 88
Fax +49 (0)40 / 560 44 87
E-Mail: turismorural.pflieger@t-online.de

Canarias Spezial Reisen
Konrad-Adenauer-Straße 44
D - 69221 Dossenheim
Tel. +49 (0)62 21 / 87 62 -0
Fax +49 (0)62 21 / 87 62 20
E-Mail: info@canarias-spezial.com
Camping
Camping ist bislang auf Teneriffa kaum möglich. Wildes Zelten in Naturschutzgebieten und barrancos ist verboten. Um im Orotava-Tal (La Caldera, Ramón el Caminero, Chanajiga) und im Esperanza-Wald (Las Raíces) zu zelten, braucht man die Erlaubnis vom Umweltschutzamt an der Carretera La Esperanza, km 0,8, bei La Laguna (Tel. +34 / 922 25 64 40). Das beste Angebot im Süden bietet Camping Nauta.
Camping Nauta
Las Galletas
E - 38627 Cañada Blanca
Tel. +34 / 922 78 51 18
Fax +34 / 922 79 50 16

Daten & Fakten

Wegen der immer frühsommerlichen Temperaturen an der Küste hat Teneriffa das ganze Jahr über Saison. Im Durchschnitt liegen sie zwischen 15-21 im Januar sowie 20-29° C im August. Der Norden ist etwas gemäßigter, feuchter und zuweilen bewölkt, der Süden ständig sonnig und fast niederschlagsfrei. Die meisten Niederschläge fallen zwischen November und Februar. Im Winter kommt es auf dem Teide gelegentlich zu Schneefall. Die Wassertemperaturen schwanken zwischen 18 und 22° C.
Bus
Alle größeren und viele kleine Ortschaften werden von den grünen Bussen der öffentlichen Busgesellschaft TITSA angefahren. Fahrpläne gibt es in den Tourismusbüros und an größeren Busbahnhöfen wie in Santa Cruz de Tenerife oder La Laguna. Dort gibt es auch verbilligte, individuelle bzw. Gruppen-Fahrkarten. Im Bus wird vom Ticket der Fahrpreis abgebucht. Telefonische Auskünfte über Fahrpläne und Buslinien erteilt die TITSA (auf spanisch und englisch) unter Tel. +34 / 922 53 13 00. Der deutschsprachige, 14-tägige »Wochenspiegel« enthält die wichtigsten Busfahrpläne.
Taxi
Taxifahren ist nicht teuer (etwa 0,80 €/km). Es lohnt sich, vorher den Preis mit dem Fahrer auszuhandeln. Für Überlandfahrten gibt es eine offizielle Preisliste, die jeder Fahrer mitführen muss. Über den Daumen gepeilt gilt: Abends und an Sonn- und Feiertagen ist ein Aufschlag auf den normalen Fahrpreis zulässig.
Mietwagen
Es gibt zahlreiche Anbieter. Bei den großen internationalen Verleihern, aber auch vielen kleineren, kann man bereits zu Hause buchen und vereinbaren, dass das Fahrzeug bei der Ankunft am Flughafen steht. Wer die Konkurrenz vor Ort ausnutzen will, findet in der Flughafenhalle die Schalter der größten Mietwagenfirmen. Häufig ist die Buchung auf Teneriffa günstiger als von Mitteleuropa aus. aus.

Neue und gut gewartete Wagen sowie Filialen in allen touristisch wichtigen Orten bietet die kanarische Firma CICAR - preiswert und zuverlässig. Für eine längere Mietdauer und in der Nebensaison gibt es Rabatte.

Die wichtigsten Verkehrsregeln: In Ortschaften darf höchstens 60 km/h, auf Landstraßen 90 km/h gefahren werden. Die Alkoholgrenze liegt bei 0,5 Promille, es besteht Anschnallpflicht. Durchgezogene gelbe Linien am Straßenrand bedeuten Parkverbot.
CICAR
Carretera Arrecife-Aeropuerto, km. 3,700
E - 35550 San Bartolomé
Tel. +34 / 928 82 29 00
Fax +34 / 928 82 12 63
E-Mail: info@cicar.com
Flugzeug zu den Nachbarinseln
Flugzeuge von Iberia, Avianca, Binter, Spanair und Europa Air verkehren täglich mehrmals zwischen den Kanarischen Inseln. Ein Rückflugticket kostet zwischen 80 und 140 €. Man kann beim heimischen Reisebüro, vor Ort und bei Iberia direkt buchen. Der interinsulare Flugverkehr wird über den Flughafen Los Rodeos bei La Laguna abgewickelt. Informationen: Aeropuerto Tenerife Norte (Los Rodeos), Tel. +34 / 922 63 58 00, und Aeropuerto Sur (Reina Sofía), Tel. +34 / 922 75 90 00.
Fähre zu den Nachbarinseln
Den Fährverkehr zwischen Teneriffa und den übrigen Inseln betreiben die staatliche Gesellschaft Trasmediterránea Naviera Armas und die Privatreederei Fred Olsen. Die Hafenbüros aller Reedereien, aber auch normale Reisebüros nehmen Buchungen an. Informationen: Compañía Trasmediterránea in Santa Cruz (Tel. +34 / 902 45 46 45, Fax +34 / 922 28 61 00), bei Naviera Armas (Tel. +34 / 922 28 90 12) oder bei Fred Olsen S. A. in Santa Cruz bei der Reservierungszentrale (Central de Reservas, Tel. +34 / 922 62 82 31, Fax +34 / 922 62 82 01) und in Los Cristianos (Muelle de los Cristianos, Tel. +34 / 922 79 05 56).
Um im Krankheitsfall einen Arzt der staatlichen Ambulanz (ambulatorio) aufsuchen zu können, benötigen Versicherte einer gesetzlichen Krankenkasse den Auslandskrankenschein E 111, den man vor der Reise bei der heimischen Kasse besorgen muss. Für alle Fälle sollte man eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung abschließen.

Viele Ärzte auf Teneriffa sprechen Deutsch oder Englisch. Fragen Sie an der Hotelrezeption nach Adressen. In den meisten Orten gibt es eine Rote-Kreuz-Station.

Apotheken sind durch ein grünes oder rotes Malteserkreuz kenntlich gemacht. Sie sind Mo-Fr von 9-13 und 16-20 Uhr, Sa von 9-13 Uhr geöffnet. An jeder Apotheke hängt eine Liste mit den Apotheken, die den Nacht- und Notdienst (farmacia de guardia) versehen. Wer auf Medikamente angewiesen ist, sollte den Beipackzettel nicht vergessen, damit er im Notfall ein entsprechendes spanisches Präparat erhalten kann.
In praktisch allen von Reisenden frequentierten Orten gibt es eine Touristeninformation, eine Oficina de Turismo. Hier bekommt man Auskünfte zu den Öffnungszeiten der Monumente, zu den Unterkünften und der Gastronomie am Ort, zu Verkehrsverbindungen, Sportangeboten etc. Stadtpläne werden nicht immer kostenlos verteilt.
Spanisches Fremdenverkehrsamt in Deutschland
Kurfürstendamm 63
D - 10707 Berlin
Tel. +49 (0)30 / 882 65 43
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Fit für den Urlaub

Teneriffa gehört zu Spanien, deshalb genügt für deutsche, österreichische und schweizer Staatsangehörige ein gültiger Personalausweis oder Reisepass. Kinder müssen im Pass eingetragen oder im Besitz eines Kinderausweises sein. Aufgrund der Zugehörigkeit zur EU findet für Bürger aus Deutschland und Österreich in der Regel keine Ausweiskontrolle mehr statt.

Zoll: EU-Bürger können Waren zum persönlichen Gebrauch in Haushaltsmengen einführen. Bei der Rückreise nach Deutschland und Österreich gelten wegen des Sonderstatus der Kanaren in der EU die gleichen Höchstmengen wie für Nicht-EU-Bürger: 200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak sowie 2 l Wein und 1 l Spirituosen.
Buchung des Hotels
Wer kein Quartier vorgebucht hat, wird sich sowohl in den Tourismuszentren als auch im Hinterland schwer tun. Für die Tourismuszentren ist es allemal besser, reserviert zu haben, ansonsten zahlt man einen unverhältnismäßig hohen Preis vor Ort. Im Hinterland gibt es nicht überall Quartiere und häufig entsprechen sie nicht dem gewohnten Standard. Allerdings haben einige Langzeitresidenten diese Marktlücke entdeckt und Pensionen und kleine Hotels im Hinterland gegründet. Der »Ferien-auf-dem-Land«-Tourismus ist den Kinderschuhen entwachsen und bietet eine Reihe guter Übernachtungsangebote.
Kleidungsvorschriften
Auf Teneriffa tummelt sich ein so internationales Publikum, dass die canarios, was Kleidungssitten angeht, sich über fast nichts mehr wundern. In den Lounges der besseren Hotels und bei formellen Anlässen wird allerdings erwartet, dass man dezent gekleidet erscheint. Die Regel für Herren heißt normalerweise bedeckte Beine und ein korrektes Hemd, je nach Witterung und Anlass auch noch Krawatte und Jackett. Den Damen ist alles gestattet, was als elegant durchgehen kann. In den Spielcasinos gibt es keinen Krawattenzwang, wohl aber in manchem Casino, dem traditionellen Herrenclub der arrivierten canarios. Dezente Kleidung bei Kirchenbesuchen versteht sich von selbst, auch wenn den Urlaubern da manches mit verzogener Miene nachgesehen wird. An den Swimmingpools der Hotels und an den vorwiegend von Touristen besuchten Badestränden erregt »oben ohne« kein besonderes Aufsehen mehr. Nacktbaden ist dort jedoch ebenso wie an Familienstränden der Einheimischen unerwünscht.
Trinkgeld
In der Regel ist das Geld für die Bedienung im Endbetrag der Rechnung enthalten. Dennoch ist es üblich, in den Urlaubszentren und besseren Lokalen für guten Service ein Trinkgeld von rund 10% des Gesamtbetrags zu geben.
Verkehr
Mit dem (Miet-)Wagen unterwegs, trifft man auf die unterschiedlichsten Fahrstile, darunter auch auf diejenigen aus allen europäischen Ländern. Allgemein lässt sich sagen, dass die tinerfeños, abgesehen von einigen Privatrallyefahrern, nicht peinlich genau auf die eigene Vorfahrt pochen und in der Regel sehr kooperativ sind, so dass man an unübersichtlichen Stellen durchaus einen Wagen aus der Nebenstraße sich einfädeln lässt oder geduldig ein umständliches Parkmanöver abwartet. Im übrigen signalisiert man bei Verkehrsstockungen dem nachfolgenden Fahrer diese Störung mit dem Setzen des linken Blinkers.
Immer noch »todo tranquilo«?
Verlässt man die Urlaubszentren und die ausgefahrenen Routen des Sightseeing-Tourismus, trifft man, leider zunehmend seltener, auf ein sehr anderes Teneriffa. Da gibt es noch den bodenständigen Kellner, den man mit einem Trinkgeld verwundern kann oder die hilfsbereiten Pannenhelfer, die auch noch darauf bestehen, die gemeinsam anschließend eingenommenen cortados zu bezahlen. Noch manche Bäuerin am Wegesrand schüttelt verständnislos den Kopf über die freiwillig unternommene Wanderung durch den barranco. Dort kennt das Leben noch eine ruhigere Gangart, »todo tranquilo«, wie die tinerfeños sagen. Dennoch beginnt auch hier der Tourismus seine Spuren einzugraben. Das ergibt eine seltsame Gleichzeitigkeit und Mischung von alten Werten und neuen Haltungen. Im privatwirtschaftlichen Bereich sind mitteleuropäische Gepflogenheiten bereits zum Vorbild geworden, auch wenn sie überall dort, wo man sich noch eine gewisse Gelassenheit erlauben kann, belächelt und karikiert werden.
Geld
Währung: 1 Euro (€) = 100 Cent.
Banknoten: 5, 10, 20, 50, 100, 200, 500 €.
Münzen: 1, 2, 5, 10, 20 und 50 Cent, 1 und 2 €.
Banken: in jedem größeren Ort (Mo-Fr 8.30-14, Sa bis 13 Uhr, Mai-Sept. Sa geschl.).
Kreditkarten: MasterCard, Visa und American Express. Geldautomaten für EC/Maestro- und Kreditkarten sind landesweit vorhanden.
Notruf
Allgemeine Notrufnummer: Tel. 112.
Ambulanz: Tel. 061.
Guardia Civil: Tel. 062.
Feuerwehr: Tel. 080.
Polizei: Tel. 091 (national) / Tel. 092 (lokal).
Pannenhilfe: Tel. +34 / 900 11 22 22.
Seenotruf: Tel. +34 / 900 20 22 02.
Öffnungszeiten
Banken/Post: Mo-Fr 8.30-14, Sa bis 13 Uhr, Mai-Sept. Sa geschl.
Geschäfte: 9.30/10-13.30/14, 17/17.30-20/20.30 Uhr, Sa meist bis 13.30 Uhr, So geschl.
In Urlaubsorten geänderte Öffnungszeiten möglich.
Telefonieren
Generell: Die neunstellige Teilnehmernummer muss immer komplett gewählt werden, auch wenn man sich bereits vor Ort befindet.
Öffentliche Telefone: Münz- und Kartentelefone. An vielen Telefonen kann man sich auch anrufen lassen.
Telefonkarten: (tarjetas telefónicas) an Kiosken (kioskos) und in Tabakläden (estancos).
Vorwahl für Spanien: +34.
Telefonauskunft: Tel. 10 03 (national), Tel. 025 (international).
Auslandsgespräche: 00 + Ländercode + Ortskennziffer (ohne 0) + Teilnehmernummer (Ländercodes: D 49, A 43, CH 41).
Mobiltelefon: Handys mit deutschen Karten funktionieren. Weitaus günstiger ist es aber, eine Prepaid-Karte mit Telefonnummer einer spanischen Gesellschaft zu kaufen.
Diplomatische Vertretungen: Deutsches Konsulat
Calle Albareda, 3-2
E - 35007 Las Palmas de Gran Canaria
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Fax +34 / 928 26 27 31
Diplomatische Vertretungen:Österreichisches Konsulat
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