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Willkommen auf Korfu
Kalós oríssate - so begrüßen die Griechen traditionell einen Fremden. Auf Korfu hört man aber auch oft die Grüße Benvenuti, Welcome oder gar Willkommen, denn die Insel ist sehr viel kosmopolitischer als ihre Schwestern in der Ägäis. Jahrhundertelang stand sie unter venezianischer Herrschaft, danach wurde sie von Briten verwaltet. Auch die Landschaft vermittelt zwischen dem verkarsteten Balkan und den grünen Hügeln Italiens. Dichte Olivenbaumwälder überziehen die gesamte Insel. Die Architektur ist ebenso wie die Musik von venezianischen Einflüssen geprägt.
Obwohl es auf Korfu fast 250 Orte gibt, findet der Besucher noch viel Stille in der Natur und Badebuchten für jeden Geschmack. Korfu ist vielseitig. Ob Wassersport, ob Wandern, alles ist möglich. Jeden Tag kann man etwas anderes unternehmen. Die Wahl der Verkehrsmittel reicht vom Linienbus bis zum Cabrio oder Jeep als Mietwagen, vom Mountainbike bis zur Enduro. Ein »Muss« ist die Inselhauptstadt Kérkira. Nur wenige andere griechische Städte haben eine so große, noch völlig intakte Altstadt, in der die Atmosphäre vergangener Jahrhunderte lebendig wird. Mit ihren vielen Museen und unzähligen Geschäften, Straßencafés und Tavernen bietet sie Interessantes und Unterhaltsames für mehr als einen Tag. Und auch am Abend ist Kérkira ein besonders lohnendes Ausflugsziel.
Anders als viele Inseln in der Ägäis lebt Korfu nicht allein vom Fremdenverkehr. Die Insel ist wasserreich und dadurch fruchtbar. Die 30 Millionen Olivenbäume erwecken zwar den Eindruck einer Monokultur; später entdeckt man aber auch viele kleine Gemüsefelder, Obstgärten und Weinanbauflächen. Insbesondere im Norden der Insel gedeiht darüber hinaus eine Zwergorange namens Koum-Kouat, die die Briten im letzten Jahrhundert aus China importierten. Ihre Früchte sind heute in ganz Griechenland die Grundlage einzigartiger Inselspezialitäten.
Reisemonate:
Mai Juni Juli September
Körperbehinderte können zwar mit Hilfsbereitschaft rechnen, doch fehlen spezielle Einrichtungen ganz. Sie sind auf jeden Fall immer auf eine Begleitperson angewiesen.
Der größte Spaß für die Kleinen ist wohl eine Fahrt mit der Pferdekutsche in der Stadt Kérkira. Cool ist es auch, startende oder landende Flugzeuge von oben zu sehen: Von den Caféterrassen in Kanóni ist das gut möglich. Ein Mini-Zug auf Gummirädern startet 11-14 und 17-23 Uhr zu jeder vollen Stunde von der Esplanade aus zu einer Rundfahrt durch die Altstadt von Korfu. Last but not least: Große Spaßbäder mit zahlreichen Riesenrutschen warten bei Ágios Ioánnis und Acharávi insbesondere auf Familien.
Flugzeug
Im Charterverkehr wird Korfu zwischen Ende April und Mitte Oktober direkt von vielen Abflughäfen in den deutschsprachigen Ländern angeflogen. Direkte Linienverbindungen gibt es aber nicht. Die Flugzeit nach Korfu beträgt ab Berlin und Saarbrücken etwa 160 Min., ab München und Innsbruck etwa 130 Min. Wer per Linie anreist, muss in Athen umsteigen. Von dort fliegen Olympic Airways und Aegean Airlines 7-8 x tgl. nach Korfu. Eine weitere Inlandsflugverbindung besteht 2-3 x wöchentl. per Propellermaschinen mit Thessaloniki.
Mietwagen können bei mehreren Gesellschaften in der Ankunftshalle des Flughafens gemietet bzw. übernommen werden. Ein Bankschalter ist zu den Auslandsankünften meist geöffnet, unmittelbar daneben stehen ein Kartenautomat.
Flugzeug - Nach der Ankunft
Der Flughafen liegt unmittelbar am Stadtrand von Korfu. Städtische Linienbusse halten nicht vor dem Terminal, sondern an der etwa 200 m entfernten Hauptstraße. Taxis vom Flughafen ins Stadtzentrum kosten etwa 5 €. Man handelt keinen Preis aus, sondern achtet darauf, dass das Taxameter eingeschaltet wird. Innerhalb der Stadtgrenzen gilt die Tarifzone 1.
Fähre
Zahlreiche Fähren verbinden Korfu mit den italienischen Adria-Häfen Ancona, Brindisi, Triest und Venedig. Am kürzesten ist die Strecke ab Brindisi (Fahrzeit etwa acht Stunden), am bequemsten ist die Anreise ab Venedig oder Triest (ca. 27 Stunden), die beide auch leicht per Bahn zu erreichen sind. Ein besonderes Bonbon bei der Reise ab Venedig ist der Blick auf den Markusplatz von Bord der großen Fähre aus.
Bei der Kalkulation der Kosten muss man neben dem Passagepreis auch die Autobahngebühren in Italien berücksichtigen. Aktuelle Auskünfte geben die regionalen Geschäftsstellen der Automobilclubs. Auskunft über die italienischen Mautgebühren erhält man auch über das Internet unter http://www.teletour.de/italien/autostrade/maut.html. Der Fährhafen von Korfu liegt am nordwestlichen Stadtrand. Der blaue Stadtbus Nr. 2 fährt von hier aus in die Innenstadt.
Agíi Déka
Das von Urlaubern nur selten besuchte Dorf liegt an der landschaftlich schönsten Strecke von Kérkira in den Inselsüden. Im Ortszentrum lädt ein einfaches Kafenío unterhalb der Kirche an der Durchgangsstraße zu einer Rast unter Einheimischen ein; unmittelbar nebenan wird das Brot noch im Holzbackofen gebacken. Kloster Pantokrátoras: Am letzten Haus in Richtung Messongí weist ein Wegweiser auf eine weitgehend zementierte Straße, die 3,5 km weit zum Kloster Pantokrátoras hinaufführt. Es liegt in einer grünen Talmulde dicht unter dem Berggipfel inmitten üppiger Obst- und Nussbaumgärten. Kirche und Bauten sind belanglos, Atmosphäre und Fernblick von der benachbarten Ilías-Kapelle aber einzigartig. Das Kloster steht leer, die Kirche ist jedoch ständig geöffnet.
Chlomós
Das auf 300-350 m Höhe gelegene Bergdorf hat noch besonders viel alte Bausubstanz bewahrt. Von der Taxiarchen-Kirche am oberen Dorfrand blickt man auf ein Meer von alten Ziegeldächern hinunter. Beim Bummel durchs Dorf erkennt man viele Torbögen, Türstürze und Fensterwandungen aus venezianischer Zeit. Wie für korfiotische Dörfer üblich, gibt es keinen markanten, großen Dorfplatz wie auf den Inseln der Ägäis, sondern nur zwei kaum merkliche Gassenerweiterungen im unteren Dorf, die hier als »Platía« bezeichnet werden. An der oberen sind abends zwei Kafenía geöffnet, an der unteren gar nur eins - ein deutlicher Unterschied zu anderen Teilen Griechenlands.
Gastoúri
Gastoúri ist eins der schönsten und am ursprünglichsten gebliebenen Binnendörfer der Insel und noch dazu bequem mit dem Linienbus zu erreichen. Vom kulturellen Engagement der Dorfbevölkerung zeugt das schon im 19. Jh. begründete Philharmonische Orchester des Dorfes. Gastoúri liegt dem Achíllion am nächsten, so dass es häufig von Kaiserin Elisabeth und Kaiser Wilhelm II. auf Spaziergängen besucht wurde.
Achíllion: Das äußerst gepflegt erscheinende Schloss in einem prächtigen Park hoch oberhalb der Ostküste ist der Stein gewordene Traum zweier vom Charakter her ganz unterschiedlicher Deutscher: der Wittelsbacherin Elisabeth, bekannt geworden durch die Sissi-Filme mit Romy Schneider in der Hauptrolle, und des Hohenzollern Wilhelm II., der bis 1918 deutscher Kaiser war. Elisabeth hatte Korfu erstmals 1861 und dann wieder 1877 besucht. Aber erst im Herbst 1888 beschloss sie, die Villa eines korfiotischen Diplomaten zu kaufen und auf dem Gelände ein Sommerschloss im pompejanischen Stil errichten zu lassen. Nach ihrer Ermordung in Genf 1898 stand das Achíllion bis 1907 leer. Dann kaufte es der deutsche Kaiser, der Korfu bereits 1889 erstmals besucht hatte. Von 1908 bis 1914 verbrachte er insgesamt fünfmal einen Urlaub hier. Das schönste am Achíllion ist heute der mit vielen Statuen geschmückte Park, der allerdings nur teilweise zugänglich ist. Die Großbronze des »Sterbenden Achill« gab Elisabeth in Auftrag, den monumentalen »Siegreichen Achill« ließ der Preuße aufstellen. Im Inneren des Schlosses sind die Wand- und Deckenmalereien im Großen Treppenhaus besonders bemerkenswert. In einigen Räumen des Erdgeschosses stehen noch Originalmöbel der beiden Majestäten; einige Vitrinen enthalten persönliches Eigentum beider sowie historische Dokumente.
Gouviá
Die völlig windgeschützte Bucht von Gouviá hat den Ort zum Zentrum der Wassersportler auf Korfu gemacht, der zusätzlich noch durch eine moderne, große Marina für Segel- und Motor-Jachten aufgewertet wird. Entlang der Dorfstraße gibt es zahlreiche Geschäfte, Restaurants, Bars und Discos. So ist Gouviá ideal für den, der einen stadtnahen, pauschal gebuchten Badeurlaub mit sportlichen Aktivitäten und Nachtleben kombinieren will.
Paléo Períthia
Paléo Períthia ist das einzige Dorf Korfus, in dem kein einziger Neubau den venezianischen Charakter der Architektur stört. Bis 1997 war das Dorf ganz verlassen, nur eine Taverne war tagsüber in Betrieb. Jetzt kehren im Sommer einige Bewohner zurück, um hier zeitweise zu wohnen. Neubauten aber sind verboten, Paléo Períthia behält seinen Reiz. Auf dem Dorfplatz kann man bis Mitternacht exzellent essen. Wer kein Fahrzeug hat, muss nach Paléo Períthia wandern: Busse fahren nur bis ins 5 km entfernte Loútses.
Kérkira / Korfu-Stadt
Kérkira galt schon als elegante Stadt, als Athen vor 170 Jahren noch ein mickriges Dorf war. Die Venezianer hatten Kérkira bereits seit dem 16. Jh. als ihre Inselhauptstadt ausgebaut; Briten und Franzosen fügten ihre Bauten zu Beginn des 19. Jh. harmonisch ein. Der historische Stadtkern breitet sich über eine weite Fläche zwischen zwei mächtigen Festungen, dem geschwungenen Ufersaum und der flachen Küstenebene auf einem niedrigen Felsplateau aus. Die Hauptstraßen sind mit Marmor gepflastert, zahlreiche Arkadengänge bieten Schutz vor Regen und Sonne.
Entlang der Uferfront und im Cambiello-Viertel stehen die alten venezianischen, oft fünf- und sechsgeschossigen Häuser dicht an dicht, über die engen Gassen ist Wäsche zum Trocknen gespannt. Kleine Plätze sind Zentren des urbanen Lebens, zu dessem abendlichen Brennpunkt das weite Grün der Esplanade zwischen Stadt und Altem Fort wird. Hier sitzt man vom späten Nachmittag an in den Straßencafés unter den hohen Arkaden des »Liston« oder bummelt auf und ab, um zu sehen und gesehen zu werden. Eine ganze Reihe von Museen lässt die Geschichte der Insel wieder lebendig werden; auf dem Markt und in den Einkaufsgassen, in den Tavernen und Musiklokalen trifft man die Korfioten von heute.
Zum Stadtgebiet von Kérkira gehören auch die historischen Vororte Garítsa und Anemómilos sowie die Halbinsel Análipsis. Auf ihr lag das antike Kérkira; hier sind noch die meisten archäologischen Spuren zu finden. Kanóni an der Spitze der Halbinsel schließlich bietet den Blick, der fast alle Reisekataloge, Reiseführer und Bildbände als Titelbild ziert: die Aussicht auf die »Mäuseinsel« Pontikoníssi und das Kloster Vlachérna. Ein längerer Aufenthalt in Kérkira lohnt das ganze Jahr über, auch im Winter. Wohnt man anderswo auf der Insel, sollte man die Stadt zweimal besuchen: Einmal vormittags, um die Museen und den Markt kennen zu lernen, und dann noch einmal am späten Nachmittag und am Abend, um die Stadt im Schein der vielen Laternen zu erleben, Griechen in Tavernen singen zu hören oder korfiotische Kultur vom Volkstanz bis zum Konzert auf den Straßen und Plätzen zu genießen.
Kinopiástes
Das kleine Dorf bei Gastoúri hat schon viel Prominenz gesehen. Der 1998 verstorbene griechische Staatsmann Konstantin Karamanlís und der französische Präsident François Mitterrand waren hier schon zu Gast, Sorbas-Darsteller Anthony Quinn, Aristotelis Onassis und Melina Mercouri. Sie alle kamen nur aus einem Grund: die Taverne Trípa zu besuchen (an der Dorfstraße, ca. 40 m vor dem Dorfplatz, Tel. 2661 - 056 333, Reservierung empfehlenswert): Spíros Anifántis, auch Mister Trípa genannt, war ursprünglich Gemischtwarenhändler im Dorf. Als Kinopiastes kurz nach dem Krieg elektrifiziert wurde, bewirtete er die Arbeiter der Elektrizitätsgesellschaft in seinem Laden. Sein Essen war so gut, dass sie später wiederkamen und auch Freunde und Bekannte mitbrachten. So kam Spíros auf die Idee, eine Taverne zu eröffnen. Inzwischen ist sie mehrfach erweitert worden und bietet jetzt auch regelmäßig griechische Abende mit Folklore und sogar Bauchtanz. Die alten, verstaubten Flaschenregale und die Würste, Zierkürbisse und Knoblauchknollen unter der Decke erinnern an eine spanische Bodega; die Vorspeisen, der Lammbraten vom Spieß und die Desserts genießen weithin einen exzellenten Ruf.
Lákones
Das alte Bergdorf Lákones ist der Balkon des Ionischen Meeres. Weit schweift der Blick von hier über die mit Ölbäumen und Zypressen bestandenen Hänge auf die Buchten von Paleokastrítsa und entlang der Steilküste in Richtung Süden. Moderne Tavernen und traditionelle Kaffeehäuser, die zugleich Gemischtwarenhandlungen sind, laden zum stundenlangen Verweilen; ein an der Hauptstraße ausgeschilderter Fußpfad führt in etwa 30 Min. nach Paleokastrítsa hinunter.
Lefkími
Das größte Dorf im Inselsüden erstreckt sich über mehrere Kilometer Länge zwischen den Ortsteilen Ano Lefkími und Melíkia. Die Umgebung ist ausgesprochen fruchtbar; hier wachsen nicht nur Oliven, sondern auch viel Wein und Gemüse. Der schönste Teil des vom Tourismus noch unberührten Dorfes ist das Viertel am ganzjährig Wasser führenden Fluss Pótamos, der 1500 m nördlich von Lefkími ins Meer mündet. Er dient heute Fischer- und Ausflugsbooten als sicherer Hafen. Einige alte Lagerhäuser am Fluss zeugen davon, dass dieser in straßenlosen Zeiten ein Handelshafen war, von dem die Produkte der Region in die Stadt Kérkira und aufs Festland verschifft wurden. Auf dem kleinen Platz südlich der Brücke kann man vom Kafenío aus das Dorfleben bestens beobachten: Hier in Lefkími tragen noch viele ältere Frauen schlichte Alltagstracht mit dem typischen hutartigen Kopftuch.
Kloster Panagía Theotókos tis Paleokastrítsas
An der Spitze der grünen Halbinsel zwischen Ambeláki- und Spíridon-Bucht, tgl. 7-13 und 15-20 Uhr.
Hoch über dem Meer thront das blendend weiße Männerkloster der Allheiligen Gottesgebärerin von Paleokastrítsa. Es wurde zwar schon 1228 gegründet, seine heutigen Gebäude stammen jedoch aus dem 18. Jh. Mit seinem von Stützbogen überspannten Laubengang, dem Münzen schluckenden Brunnen, dem Blumenreichtum und dem blitzsauberen Zellentrakt rund um den kleinen Innenhof ist es sicherlich das romantischste der korfiotischen Klöster. In der Kirche mit einer bemalten Flachdecke sind zwei Ikonen aus dem Jahr 1713 im Stil der Ionischen Schule besonders bemerkenswert. Sie stellen in je vier Feldern Szenen aus der Schöpfungsgeschichte dar. Im kleinen Klostermuseum sind weitere Ikonen aus dem 17.-19. Jh., eine Bibel aus dem 13. Jh. und das Gästebuch des Klosters ausgestellt, in das sich 1909 der deutsche Kaiser Wilhelm II. und 1985 Jimmy Carter eintrugen.
Baden
Baden ist überall erlaubt. Grundregel für Korfu: Die schöneren Buchten und Strände liegen an der Nord- und Westküste, die besseren Wassersportmöglichkeiten bietet die dem Festland zugewandte Ostküste. Quallen sind selten, mit Seeigeln muss jedoch auf steinigem Untergrund gerechnet werden. Der im Winter angespülte Tang wird erst Mitte Mai entfernt - wer früher kommt, muss manchmal durch meterdicke Tangschichten ins Wasser stapfen. Eine Art DLRG gibt es nur sporadisch an den viel besuchten Stränden. Sonnenliegen und -schirme werden fast überall vermietet (Schirm plus zwei Liegen 6-10 €/Tag). Die Swimmingpools vieler Hotels stehen auch Nicht-Hotelgästen ohne Eintrittsgebühr offen; es wird dann allerdings erwartet, dass diese etwas an der Poolbar verzehren.
Die schönsten Strände
Ágios Geórgios Argirádon: Ideal für Dünen-Fans. Kilometerweise feiner Sand vom Ortszentrum bis an den Koríssion-See.
Mirtiótissa Beach: Kleine Sandstrände weitab von allen Dörfern; die meisten baden nackt.
Longás Beach: Ein langer, schmaler Sandstreifen unter hoher Steilküste bei Perouládes.
Golf
Golf kann man ganzjährig auf dem 18-Loch-Platz im Rópa-Tal bei Érmones spielen (Green Fee für den ersten Tag ca. 60 €, dann zurückgehend bis auf 20 €).
Mountainbiking
Mountainbikes kann man zwar in vielen Küstenorten leihen (ab 9 €/Tag); geführte Mountainbike-Touren werden bisher allerdings nur von einer Station in Dassiá angeboten (ab 42 €/Tag inkl. Mittagessen).
Reiten
Reitställe liegen vor allem in der nördlichen Inselhälfte bei Dassiá, Érmones und Kassiópi. Die Betreiber sind meist Briten, die Pferde gut gepflegt. Man kann sie jedoch nicht individuell ausleihen, sondern muss an geführten Ausritten teilnehmen.
Tennis
Tennisplätze besitzen die meisten Großhotels. Eine ganzjährig geöffnete, professionelle Tennisanlage findet man in Dafníla.
Wassersport
Wassersport kann man an vielen Stränden betreiben. Vor allem bei den großen Hotels besteht die Möglichkeit, Tretboote, Segeljollen und Surfboards zu leihen, Wasserski zu fahren (6 Starts ca. 100-120 €) oder sich am Fallschirm übers Meer ziehen zu lassen. Vor allem in der Gegend um Paleokastrítsa und Kassiópi sowie auf der Nachbarinsel Páxos werden Motorboote mit 8-25 PS auch an Kunden vermietet, die keinen Bootsführerschein besitzen (15-PS-Boot für 5 Pers. ab 60 €/Tag plus Benzin). Tauchsportler kommen ebenfalls auf ihre Kosten. Es gibt mehrere gut ausgerüstete Tauchschulen; die besten Tauchgründe liegen an der felsigen Westküste bei Érmones und Paleokastrítsa sowie südlich von Kassiópi.
Zuschauersport
Korfu ist die einzige griechische Insel, auf der man das urbritische Cricket praktiziert. Das Spielfeld liegt auf dem Grün der Esplanade vor dem Alten Palast in Kérkira; das Zuschauen ist kostenlos.
Zum Wandern ist Korfu von der Landschaft und dem vielen Baumschatten her ideal. Es fehlen jedoch markierte Wege und gute Wanderkarten. Viele alte Bauernpfade wuchern zudem immer stärker zu. Einige Reiseveranstalter bieten Wanderwochen auf Korfu an (z. B. Alpinschule Innsbruck, Studiosus, TUI). Auf Privatinitiative soll demnächst ein ganz Korfu durchquerender Fernwanderweg ausgewiesen werden. Beim Wandern sind feste Schuhe unbedingt notwendig: Der Untergrund ist manchmal rutschig; es gibt viele - zumeist ungiftige - Schlangen.
Die beweglichen Feiertage fallen in Griechenland nur selten auf den gleichen Tag wie bei uns, weil sie nach dem in der orthodoxen Kirche gültigen Julianischen Kalender berechnet werden. Die Abweichung beträgt zur Zeit 13 Tage.
Ostern
April; Ostersamstag gegen 23 Uhr gehen die meisten Korfioten zur Kirche. Kurz vor Mitternacht verlöschen alle Lichter bis auf das »Ewige Licht« einer Öllampe. Nach kurzem Schweigen verkündet der Priester die Auferstehung Christi und entzündet eine Kerze am Ewigen Licht. Alle entzünden nacheinander ihre Kerzen, Kinder und Jugendliche lassen Silvesterknaller explodieren. Am Sonntag werden Lämmer und Zicklein am Spieß gegrillt, man feiert mit Freunden und der oft von weither zusammengekommenen Familie.
Kirchweihfeste (Panigíria)
Sie werden jeweils am Patronatstag des Heiligen begangen, dem die Hauptkirche im Dorf oder Stadtteil geweiht ist. Manchmal besteht solch ein Fest nur aus einem Gottesdienst, an den sich oft eine Prozession anschließt. Häufig werden am Vorabend und am Festtagsabend selbst Musik- und Tanzveranstaltungen auf dem Dorfplatz organisiert.
Spíridon-Prozessionen
Sonntag vor Ostern, Ostersamstag, 11. August und 1. Sonntag im November; An diesen Tagen wird die Reliquie des »National-Heiligen« von Korfu in feierlicher Prozession und begleitet vom Bischof und vielen Priestern aus seiner Kirche durch die Straßen der Stadt und zurück getragen. Man bedankt sich damit für geleistete Wundertaten.
Ochi-Tag
28. Oktober; Am »Ochi-Tag« gedenkt man des »Nein«, das 1940 die Antwort des griechischen Diktators Metaxás auf ein Ultimatum Mussolinis war und zum Kriegseintritt Griechenlands führte.
Souvlaki, Moussaka und Tzatziki kann man auch in griechischen Restaurants daheim essen. Auf Korfu sollte man daher die ungewöhnlichen Angebote der meist abwechslungsreichen Speisekarten bevorzugen. Aufläufe und gefüllte Gemüse werden traditionell hoch geschätzt; in den letzten Jahren sind aus den verschiedensten Gemüsen und Fleischsorten zubereitete Kroketten immer beliebter geworden. Fleisch und Fisch werden meist über Holzkohle gegrillt, es gibt aber auch köstliche Schmorgerichte. Spezielle korfiotische Salate bestehen aus Roter Bete samt Blättern, Mangold oder Löwenzahnblättern. Wer all das nicht mag, findet natürlich überall Pizza, Spaghetti und Hamburger.
Frühstück
Das griechische Frühstück ist an sich nicht sehr üppig, doch haben sich die großen Hotels auf mitteleuropäische Gewohnheiten eingestellt und bieten häufig gute Frühstücksbüffets. In den Badeorten kann man außerdem den ganzen Tag über in Cafés und Tavernen ein englisches Frühstück oder Joghurt mit Honig bestellen, gute Snacks sind auch tirópitta (Teigtasche mit Schafskäse) oder bugátsa (mit Griespudding).
Essenszeiten
Wo die Gäste überwiegend Urlauber sind, öffnen die Lokale gegen 10, sonst gegen 12 Uhr. Mitunter schließen sie zwischen 15 und 18 Uhr, viele bleiben bis nach Mitternacht geöffnet. Hauptmahlzeit ist in Hellas das Abendessen. Man nimmt es häufig mit Freunden ein und insbesondere im Sommer erst nach 21 Uhr.
Lokaltypen
Auf Korfu gibt es verschiedene Arten von Lokalen mit jeweils eigenen Bezeichnungen: Estiatório: Restaurant europäischen Stils, große Auswahl. Tavérna: Traditionelles Esslokal, oft einfach, aber stimmungsvoll. Die Psarotavérna hat sich auf Fisch spezialisiert. Psistaría: Einfaches Grill-Lokal, manchmal nur eine Imbissbude. Mezedopolío / Ouzerí: Große Auswahl an originellen Vorspeisen und Tellergerichten. Man trinkt dazu bevorzugt Oúzo. Zacharoplastío: Konditorei, man erhält Kuchen und orientalisches Gebäck aller Art, etwa lukumádes, ausgebackene Teigbällchen, mit Honig und Sesam serviert. Kafenío: Kaffeehaus, traditionell der Treffpunkt der Männer, die hier Karten oder Távli (Backgammon) spielen. Gegen ausländische Besucherinnen hat man nichts einzuwenden. Es gibt Kaffee, Bier, Wein, aber meist nichts zu essen.
Fisch & Meeresfrüchte
Fisch wird, teils frisch, teils tiefgefroren, überall angeboten, ist aber ausgesprochen teuer. Der Preis wird nach Gewicht berechnet. Man sollte beim Abwiegen dabei sein, um unangenehmen Überraschungen vorzubeugen.
Getränke
Cola und (auch deutsches) Bier aus Flaschen oder vom Fass sind überall erhältlich. Die Auswahl an Flaschenweinen aus ganz Griechenland ist groß; als bester Wein der Ionischen Inseln gilt der weiße Rombóla von Kefalliniá. Überall kann man auch Retsína kosten, den typischen geharzten Weißwein. Will man Wasser bestellen, muss man sóda (mit Kohlensäure) und metallikó neró (ohne Kohlensäure) unterscheiden. Filterkaffee (kaffé fíltro) gibt es nur selten. Statt dessen trinkt man löslichen Kaffee, der grundsätzlich ness genannt wird. Man bekommt ihn heiß (sestó) oder kalt und schaumig geschlagen (frappé), wahlweise mit oder ohne Milch (mä gala oder chorís gála). Den griechischen Kaffee (kafés ellinikós) trinkt man immer ohne Milch. Bei der Bestellung muss man (wie auch beim frappé) den gewünschten Süßegrad angeben: skétto: ohne Zucker; métrio: mittel, glikó: süß.
Die betrunkene Ente
Der temperamentvolle Nikos und seine holländische Frau Anna sorgen in Dassia täglich ab 20 Uhr für gute Stimmung. In ihrer Bar The Drunken Duck gegenüber dem Hotel Corfu Chandris wird nur griechisch getanzt. Das Wirtspaar und seine griechischen Gäste bringen auch den Urlaubsgästen mit Vergnügen die Grundschritte bei. Für die gute Stimmung sorgen auch das kostenlose Popcorn und die günstigen Preise.
Konzerte
Klassische und griechische Musik, gelegentlich treten in Kérkira auch griechische Popstars und weltbekannte Interpreten wie María Farandoúri oder Geórgios Daláras auf. Termine und Veranstaltungsorte werden meist kurzfristig und meist nur auf Griechisch plakatiert.
Discos
Griechen gehen kaum vor Mitternacht in die Disco. Vor 23 Uhr sind die großen Discos selten geöffnet; über die gähnende Leere zu Beginn trösten oft ermäßigte Getränkepreise (»Happy Hour«) hinweg.
Folklore
In größeren Hotels treten meist einmal wöchentlich Folklore-Gruppen auf; am Ende kann man oft mittanzen. Viel interessanter ist es aber, unverkleidete Griechen auf ihren Kirchweihfesten tanzen zu sehen. Dort ist das Mittanzen nicht immer gern gesehen, so dass man es beim Zuschauen belassen sollte.
Auf Korfu werden ca. 75.000 Fremdenbetten vermietet. Großhotels stehen vor allem an der Ostküste zwischen Messongí und Dassiá. In allen Küstenorten werden Privatzimmer, Studios und Apartments angeboten, auch in manchen Orten abseits des Meeres kann man Unterkunft finden. Stilvolle Hotels in historischen Häusern findet man leider nur wenige; die beiden besten, das »Cavalieri« und das »Bella Venezia«, stehen in der Inselhauptstadt.
Reservierungen & Preise
Reservierungen sind nur notwendig, wenn man im Juli oder August reist oder in einem ganz bestimmten Quartier unterkommen will. In diesem Fall empfiehlt es sich, zumindest am Morgen des Ankunftstages anzurufen. In jeder Art von Quartier vom Luxushotel bis zum Privatzimmer muss der Zimmerpreis im Zimmer und - wenn vorhanden - an der Rezeption aushängen. Die genannten Tarife sind staatlich genehmigt und dürfen nicht überschritten werden. Außerhalb der Saison bieten viele Vermieter weit unter Tarif liegende Preise an - insbesondere, wenn man länger als drei Nächte bleibt. Hauptsaison ist von Juli bis September; in den übrigen Monaten liegen die Preise bis zu 40% niedriger.
Hotels
Alle griechischen Hotels werden vom Staat klassifiziert. Die Kategorien reichen von Luxus über A bis E hinunter: Sie sagen zwar etwas über Zimmergröße, Einrichtung und Zusatzangebote der Hotels aus, aber nichts über Zustand und Service sowie nur ansatzweise etwas über den Preis. Frühstück ist nur in Hotels der höheren Kategorien im Preis inbegriffen, Halbpension bieten meist nur größere Strandhotels.
Pensionen, Studios & Apartments
Etwa die Hälfte des korfiotischen Fremdenbettenangebots entfällt auf Pensionen sowie private Zimmer und Apartments. Unterschieden wird zwischen domátia (Zimmern), gazoniéres (Zimmern mit Spüle, Kühlschrank und einfacher Kochgelegenheit) sowie diamerísmata (Apartments mit Vollküche). Die Preise sind in der Regel weitaus günstiger als für vergleichbare Hotelzimmer - und die Vermieter meist herzlicher.
Camping
Auf Korfu gibt es elf Campingplätze. Die in Dassiá, Káto Korakiána und Róda bieten sogar einen Pool.
Für einen Badeurlaub sind die Monate Mai bis September am besten geeignet. Auch im Oktober ist das Meer noch über 18° C warm, aber man muss schon mit neun Regentagen rechnen. Der niederschlagsreichste Monat ist mit 15 Regentagen der Dezember. Schnee fällt auf Korfu selten; nur der Inselberg Pantokrátor ist manchmal für einige Tage schneebedeckt. Wer viel wandern möchte, kommt am besten im Mai, wenn die Natur in Blüte steht. Am regenärmsten ist der Hochsommer, die Monate Juni bis August, in denen mit durchschnittlich 30-33° C auch die höchsten Temperaturen gemessen werden. Nachts sinkt das Thermometer zwischen Juni und September auf durchschnittlich 16-18° C ab, von November bis Januar auf 4-5° C.
Bus
Auf Korfu gibt es zwei Kategorien von Bussen: die blauen Stadtbusse, die auch außerhalb der Stadt bis nach Dassiá, Benítses, Pélekas und zum Achíllion fahren, sowie die grünen Fernbusse. Die Busse sind das meistbenutzte und preiswerteste öffentliche Verkehrsmittel auf Korfu. Für 10 km Busfahrt zahlt man etwa 0,6 €. So kostet z. B. die 25 km lange Fahrt von Kérkira nach Paleokastrítsa nur 1,5 €.
Stadtbus
Zentraler Abfahrtspunkt in Kérkira ist für die meisten Stadtbusse die Platía M. Theotóki, im Volksmund Platía San Rocco genannt. Hier gibt es einen ganztägig besetzten Auskunftsschalter, an dem man auch Fahrkarten kaufen kann (zwei Preisstufen je nach Entfernung). Fahrkarten sind außerdem an einigen Kiosken erhältlich, aber bei weitem nicht in der Nähe jeder Haltestelle. Man frage im Hotel, ob ein Fahrkartenverkauf in der Nähe ist. Es gibt noch Stadtbusse mit Schaffner, bei dem man auch Fahrkarten kaufen kann, aber die Zahl der schaffnerlosen Busse nimmt ständig zu. Am besten kauft man also einen kleinen Fahrkartenvorrat, wo und wann immer es geht.
Fernbus
Alle Busse in die Inselorte fahren am Busbahnhof an der Odós Avramíou in Kérkira ab (Auskunft: Tel. +30 / 22 61 03 06 27). Verbindungen in die Inselorte sind bei den jeweiligen Zielorten angegeben. Außerdem besteht eine Fernbusverbindung mit Athen 2-4 x tgl., mit Thessaloníki 2 x tgl.
Mietwagen
Auf Korfu gibt es nur wenige gut ausgebaute Straßen. Die meisten sind schmal und oft kurvenreich, so dass vorsichtiges Fahren dringend anzuraten ist. Vor unübersichtlichen Kurven sollte man hupen, nach Regenfällen besonders langsam fahren: Der Asphalt verwandelt sich dann oft in eine Rutschbahn.
Mietwagen werden in der Stadt und in allen Touristenzentren in großer Zahl angeboten. Sonderangebote sind außer im August häufig, Rabatte auf Nachfrage leicht zu erzielen. Vollkaskoversicherung wird immer angeboten, deckt jedoch nie Schäden an den Reifen und an der Wagenunterseite ab. Außerdem ist fast immer eine Selbstbeteiligung von 130 oder 150 € vorgesehen. Das Mindestalter für Mieter ist meist 23, manchmal nur 21 Jahre. Einen Kleinwagen wie den Opel Corsa erhält man im Sommer ab etwa 40 € pro Tag inkl. aller gefahrenen Kilometer, Steuern und Versicherung.
Mietwagen - Verkehrsregeln & Tanken
Promillegrenze 0,5 (geplant ist Absenkung auf 0,25). Anschnallpflicht auf den Vordersitzen, Helmpflicht auch für Moped- und Motorradfahrer. Die Bußgelder für Verkehrsverstöße sind drastisch. So zahlt man für falsches Parken etwa 50 €.
Tankstellen: Die Preise sind etwa 25 % niedriger als in Deutschland, bei Diesel ist der Kostenvorteil noch größer. Benzin heißt venzína, bleifrei almólivdi.
Moped & Fahrrad
Werden in allen größeren Urlaubsorten vermietet. Für Mopeds und Roller muss ein Auto-Führerschein vorgelegt werden, für Motorräder ein der jeweiligen Klasse entsprechender. Verkehrsregeln: Zulässige Maximalgeschwindigkeit innerorts 50 km/h, auf Landstraßen 110 km/h (Motorräder nur 80 km/h).
Taxi
In der Stadt und in den Touristenzentren sind Taxen zahlreich. Sie können telefonisch gerufen, am Halteplatz bestiegen oder auch unterwegs durch Handzeichen angehalten werden. Man unterscheidet zwei Arten von Taxen: Das Taxi mit Taxameter und das ländliche Agoraion, in dem der Fahrpreis nach Kilometerzähler berechnet wird. Die Tarife sind die gleichen. Taxifahren ist relativ preiswert. Pro Kilometer zahlt man bei einfachen Fahrten ca. 0,24 €, sonst 0,44 €. Geringe Zuschläge werden für Fahrten vom Flughafen und Hafen, für Gepäck, für telefonische Bestellung sowie in der Weihnachts- und Osterzeit erhoben. Für Fahrten zwischen 24 und 5 Uhr zahlt man auch innerorts 0,44 €/km.
Unfälle versorgen die Nationalen Gesundheitszentren (ESY) in Lefkími und Ípsos sowie das einfache Krankenhaus in Kérkira (Korfu-Stadt) kostenlos. Bei allen anderen Problemen wendet man sich an Privatärzte. Da die Nutzung des Auslandskrankenscheins umständlich ist, schließt man besser eine Auslandskrankenversicherung ab, bezahlt die Ärzte bar und lässt sich das Geld daheim erstatten.
Griechische Zentrale für Fremdenverkehr in Deutschland
Neue Mainzer Straße 22
D - 60311 Frankfurt am Main
Tel. +49 (0)69 / 23 65 61
Fax +49 (0)69 / 23 65 76
E-Mail: info@gzf-eot.de
Griechische Zentrale für Fremdenverkehr in Österreich
Opernring 8
A - 1015 Wien
Tel. +43 (0)1 / 512 53 17
Fax +43 (0)1 / 513 91 89
E-Mail: grect@vienna.at
Griechische Zentrale für Fremdenverkehr in der Schweiz
Löwenstraße 25
CH - 8001 Zürich
Tel. +41 (0)1 / 221 01 05
Fax +41 (0)1 / 212 05 16
E-Mail: eot@bluewin.ch
Griechische Zentrale für Fremdenverkehr in Griechenland
G.N.T.O.
Odos Amerikis 2
GR - 10564 Athen
Tel. +30 / 21 03 27 13 00
E-Mail: info@gnto.gr
Griechische Zentrale für Fremdenverkehr auf Korfu
Nur in Kérkira (Korfu-Stadt) gibt es ein Büro der Griechischen Zentrale für Fremdenverkehr E.O.T. Bei den zahlreichen Reisebüros kann man oft bessere Auskünfte erhalten.
Rizospaston Vouleuton & Iakovou Polyla
GR - 49100 Kérkira
Tel. +30 / 06 61 03 75 20
Fax +30 / 06 61 03 02 98
Ein gültiger Personalausweis genügt für Deutsche, Österreicher und Schweizer. Kinder unter 16 Jahren müssen im Pass der Eltern eingetragen sein oder einen Kinderausweis besitzen. Bei der Einreise mit dem eigenen Fahrzeug sind nationaler Führerschein und Kraftfahrzeugschein vorzulegen. Die Mitnahme der Internationalen Grünen Versicherungskarte wird empfohlen. Von der Mitnahme von Hunden ist abzuraten, da die meisten Hotels keine Haustiere akzeptieren.
Zollbestimmungen: Für die Einfuhr von Waren zum persönlichen Gebrauch aus einem Mitgliedsland der EU gelten keine Mengenbegrenzungen. Für Schweizer Staatsbürger gelten jedoch die alten Grenzen: 200 Zigaretten und 1 l Spirituosen.
Korfu ist ein unproblematisches Reiseziel. Es ist zwar nicht immer alles perfekt organisiert, doch dafür zeigt man sich äußerst geschickt im Improvisieren.
Beschwerden
Das Ehrgefühl der Griechen ist groß. Wer als Fremder eine Beschwerde vorbringen will, sollte daran im Guten wie im Schlechten denken. Scharfer Ton und heftige Lautstärke bewirken, dass der Angesprochene sich angegriffen fühlt und kühl reagiert. Besser ist es, das Problem sachlich zu schildern und zum Ausdruck zu bringen, dass man auf seine Freundlichkeit und Fähigkeit hofft, es zu lösen.
Fotografieren
Die meisten Korfioten lassen sich gern fotografieren. Dennoch sollte man vorher ihr Einverständnis durch ein Nicken oder Lächeln einholen.
Freie Tische
Ein schwerer Fauxpas ist es, sich unaufgefordert an einen schon besetzten Tisch zu setzen, auch wenn daran noch viele Stühle frei sind. Man fragt auch nicht um Erlaubnis, sondern wartet eine Einladung zum Setzen ab.
Handeln & Feilschen
Bei Waren von geringem Wert wird in Griechenland nicht um den Preis gefeilscht. Man handelt nur bei teuren Produkten wie Schmuck und Lederjacken, beim Zimmerpreis und außerhalb der Hochsaison auch bei Autovermietern.
Kirchen- und Klosterbesuche
Kirchen und Klöster sollte man nur mit bedeckten Knien und Schultern betreten. In Kirchen verschränkt man die Arme nicht auf dem Rücken oder sitzt mit gekreuzten Beinen. Steht man dicht vor einer Ikone, wendet man ihr nicht den Rücken zu. Fotografieren und Filmen wird in Kirchen ungern gesehen. Kerzen darf hingegen jeder anzünden, dann gibt man eine Spende in den Opferstock.
Liegestühle
Hotelliegestühle schon am frühen Morgen durch Auflegen eines Handtuchs für sich zu reservieren, ist eine viel bespöttelte deutsche Eigenart. Griechen haben dafür kein Verständnis; in vielen Hotels ist es auch ausdrücklich verboten.
Mittagsruhe
Zwischen etwa 14 und 17 Uhr hält man in Griechenland Mittagsruhe. In dieser Zeit sollte man nicht an Klostertoren läuten und auch keine Privatpersonen anrufen oder besuchen.
Nackte Haut
»Topless« am Strand zu liegen, ist inzwischen überall in Hellas üblich und wird auch von Griechinnen praktiziert. Sich ganz zu entblößen, ist jedoch nur an wenigen Stränden wie Mirtiótissa üblich. In Badehose oder Bikini durch ein Dorf oder die Stadt zu bummeln, gilt als Zeichen von großer Geschmacklosigkeit.
Sicherheit
Griechenland hat die niedrigste Kriminalitätsrate aller EU-Staaten.
Tageslicht
Im Sommer sind auf Korfu die Tage kürzer als bei uns, im Winter etwas länger. So geht die Sonne Mitte Juni etwa um 5.15 Uhr auf und um 20 Uhr unter.
Toiletten
Außerhalb der Hotels, Privatzimmer und guten Restaurants lässt der Zustand griechischer Toiletten manchmal arg zu wünschen übrig. Brillen fehlen oft völlig oder stehen defekt in einer Ecke. Außer in erstklassigen Hotels ist es überall üblich, das Toilettenpapier nicht in die Toilette, sondern in daneben stehende Papierkörbe oder Eimer zu werfen. Da viele Abflussrohre einen zu engen Durchmesser haben, besteht nämlich Verstopfungsgefahr.
Trinkgelder
In Restaurants lässt man sich das Wechselgeld zunächst herausgeben und das Trinkgeld danach auf dem Tisch liegen. 5-10 % vom Rechnungsbetrag sind angemessen. Zimmermädchen gibt man etwa 0,5 €/Person und Tag; Taxifahrer erwarten ein Aufrunden des Rechnungsbetrages. Trinkgelder unter 0,5 € wirken beleidigend.
Euro = Teuro?
Auch in Griechenland haben viele Tavernenwirte die Einführung des Euro zu kräftigen Preiserhöhungen genutzt. Bevor man sich irgendwo zum Essen niederlässt, sollte man darum unbedingt einen Blick in die Speisekarte werfen. Die Preisunterschiede sind gewaltig. So können z. B. zwei Spiegeleier mit Brot bei völlig gleicher Qualität sowohl gleicher sowohl 2 als auch 6 € kosten.
Endáxi
Mit dem oft gehörten Wort Endáxi bestellen die Griechen nicht etwa andauernd Taxis, sondern meinen schlicht »okay«. Das Semikolon ersetzt im Griechischen das Fragezeichen. Ein sanftes, schräg zur Seite hin geneigtes Kopfnicken mit angedeutetem Schmatzmund bedeutet »Ja, ich glaube schon«. Legt jemand sanft den Kopf in den Nacken und zieht dabei mit halb geschlossenen Augen die Stirn nach oben, ist das ein wortloses »Nein«. Beim Zählen mit den Fingern beginnt man nicht mit dem Daumen, sondern mit dem Zeigefinger, der Daumen wird erst für die Fünf gebraucht. Und sagt ein Grieche »nä«, dann heißt das »Ja«.
Geld
Währung: 1 Euro (€) = 100 Cent.
Banknoten: 5, 10, 20, 50, 100, 200, 500 €.
Münzen: 1, 2, 5, 10, 20 und 50 Cent, 1 und 2 €.
Banken: in jedem größeren Ort (Mo-Do 8.30-14 Uhr, Fr. 8.30-13.30 Uhr).
Kreditkarten: MasterCard, Visa und American Express. Geldautomaten für EC/Maestro- und Kreditkarten sind vorhanden.
Notruf
Polizei: Tel. 100.
Erste Hilfe: Tel. 166.
Pannenhilfe - ELPA: Tel. 104.
Pannenhilfe - ADAC (Athen): Tel. +30 / 21 09 60 12 66.
Öffnungszeiten
Klöster: 7-13 Uhr; 17 Uhr bis Sonnenuntergang.
Archäologische Stätten und staatliche Museen: meist Di-So 8-15 Uhr. Die Öffnungszeiten privater Museen sind von Ort zu Ort verschieden. Im Sommer sind einige Museen und Ausgrabungen bis 17 oder 19 Uhr geöffnet.
Banken: Mo-Do 8.30-14 Uhr, Fr. 8.30-13.30 Uhr.
Postämter: Mo-Fr 7.30-15 Uhr.
Telefonämter O.T.E.: unterschiedliche Öffnungszeiten.
Geschäfte: Mo, Mi, Sa 8.30-14.30 Uhr, Di, Do, Fr 8.30-13.30, 17-20 Uhr, So 8.30-12 Uhr.
Telefonieren
Generell: Alle griechischen Telefonnummern sind zehnstellig, auch wenn man aus dem Ausland anruft.
Öffentliche Telefone: Kartentelefone sind mittlerweile die Regel. An vielen Telefonen kann man sich auch anrufen lassen.
Telefonkarten: am Kiosk und bei der O.T.E.
Vorwahl für Griechenland: +30.
Auslandsgespräche: 00 + Ländercode + Ortskennziffer (ohne 0) + Teilnehmernummer (Ländercodes: D 49, A 43, CH 41).
Diplomatische Vertretungen: Deutsches Honorarkonsulat
Odós Guilford 57
GR - 49100 Kérkira
Tel. +30 / 26 61 03 14 53
Fax +30 / 26 61 03 14 50
Diplomatische Vertretungen: Österreichisches Honorarkonsulat
Zavitsianou 3
GR - 49100 Kérkira
Tel. +30 / 26 61 04 42 52
Fax +30 / 26 61 02 65 45
Diplomatische Vertretungen: Schweizer Konsularagentur
Hotel Corfu Palace
Leof. Dimokratias 2
GR - 49100 Kérkira
Tel. +30 / 26 61 03 94 85
Fax +30 / 26 61 03 17 49

Bilder und schwarz dargestellte Texte sind aus dem DuMont Reiseverlag.
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