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Kreta

Willkommen auf Kreta
Kalós oríssate! So heißen die Kreter traditionell einen Fremden willkommen. Ihre Insel galt in der Antike als Heimat des Zeus, des Gottes der Gastfreundschaft. An den fast 1000 km langen Küsten hat er nicht mehr überall das Sagen, doch in den Dörfern im Innern der größten griechischen Insel haben alte griechische Sitten noch immer einen hohen Stellenwert. Ob zu Fuß, per Rad, Auto oder Bus: Das wahre Kreta erlebt, wer sein Hotel und die Strände verlässt und vielleicht auch einmal auf dem Land übernachtet. Und wer sich vorher ein wenig über die kretische Mentalität, über Spezialitäten, Land und Leute informiert hat, wird sicherlich dem anderen Willkommensgruß zustimmen, der häufig am Straßenrand zu lesen ist: Kalós ílthate - Gut, dass Ihr gekommen seid!

Sigá, sigá - langsam, langsam ist eine der meistgehörten Aufforderungen von Kretern an Fremde. Und sie haben Recht damit. Man wird den Charakter Kretas nicht erleben, wenn man Kilometer frisst. Wer eine Stunde sitzend und schauend in einem ländlichen Kaffeehaus verbringt, erfährt mehr über Kreta als der, der 200 km am Tag zurücklegt. Sieht vielleicht die alten Leute, die frühmorgens ihre Ziege aufs Feld führen und abends zurückholen. Sieht den Briefträger, der die Post fürs ganze Dorf im Kaffeehaus deponiert, wo sie die Dorfbewohner dann abholen. Hört, wie sie bei dieser Gelegenheit auch gleich die Stromrechnung diskutieren oder berichten, was Verwandte aus der Fremde schreiben. Kommt ins Gespräch mit jemandem, der einmal in Deutschland gearbeitet hat. Muss einen Rakí als Zeichen der Gastfreundschaft trinken, Fotos und Briefe von Urlaubern anschauen, die früher einmal hier waren.

Ganz Kreta ist das freilich nicht. Um die Insel und ihre Menschen zu verstehen, sollte man auch in die Bars und Cafés in Iráklio oder Chaniá gehen, in denen sich die studentische Jugend am Nachmittag trifft. Und abends hat man dann die Wahl zwischen zwei Welten: Discos und Bars nach internationalem Vorbild, wo man zu den neuesten CDs tanzt - oder Kritiká Kéntra, in die Kreter gehen, wenn sie zu kretischer Live-Musik traditionelle Tänze tanzen wollen.
Reisemonate:
Mai
Juni
Juli
September

Allgemeine Informationen

Körperbehinderte können zwar mit viel Hilfsbereitschaft rechnen, doch fehlen spezielle Einrichtungen ganz. Ein deutschsprachiges Reisebüro, dass sich auf behinderte Urlauber spezialisiert hat, ist Kedros Reisen.
Kedros Reisen
Harald Leutsch
P.O.Box 125
GR - 74100 Réthimno
Tel. +30 / 28 31 05 45 88
Fax +30 / 28 31 05 45 88
Ein Traum wird für Kinder wahr, wenn sie mit der Pferdekutsche durch Chaniá fahren dürfen. Ebenso toll: Ein Ponyritt am Spaßbad »Star Water Park« westlich von Liménas Chersonísou. Fahrten mit kleinen Eisenbahnzügen auf Gummirädern werden in Plakiás, Réthimno, Chaniá, Iráklio, Liménas Chersonísou und Georgioúpoli angeboten.
Flugzeug
Im Charterverkehr werden die Flughäfen von Iráklio und Chaniá im Sommerhalbjahr direkt von vielen Abflugorten in den deutschsprachigen Ländern angeflogen. Wer per Linie nach Kreta fliegen will, muss immer in Athen umsteigen; von dort fliegen griechische Fluggesellschaften mehrmals tgl. nach Iráklio und Chaniá sowie 1x wöchentlich nach Sitía. Weitere Verbindungen ab Iráklio mit verschiedenen Airlines nach Rhodos, Santorin (Thíra) und Thessaloníki.

Mietwagen können bei mehreren Gesellschaften in den Flughäfen von Iráklio und Chaniá gemietet werden, in Iráklio außerdem Motorräder und Mopeds. In beiden Flughäfen gibt es auch Bankschalter, die meist zu Flugankünften geöffnet sind.
Flughäfen
Flughafen Iráklio: 5 km östlich der Stadt. Linienbusverbindung in die Innenstadt und zum Fernbusbahnhof zwischen 5 und 23 Uhr alle 5-10 Minuten, Abfahrt direkt vor dem Terminal (ca. 0,6 €). Taxitarife in andere Orte sind am Taxistand angeschlagen. Bus- und Schiffsfahrpläne hängen am Info-Schalter der Griechischen Fremdenverkehrszentrale in der Ankunftshalle aus.

Flughafen Chaniá: 14 km nordöstlich der Stadt auf der Halbinsel Akrotiri. Busverbindung in die Innenstadt nur zu Ankünften von Olympic Airways (ca.1,5 €), sonst Taxi (ca. 8 €).

Flugplatz Sitía: 3 km nördlich der Stadt, nur Taxi (ca. 3 €).
Fähre
Von einem der italienischen Fährhäfen kann man bis Patras auf dem Peloponnes fahren, von dort über Land nach Piräus und weiter per Fähre. Innergriechisch sind Chaniá, Iráklio, Réthimno und Sitía täglich mit Piräus verbunden. Außerdem bestehen Verbindungen mit Kárpathos, Rhodos und vielen Kykladen-Inseln. Von Kíssamos Kissámou aus gelangt man mehrmals wöchentlich nach Kíthira, zu Häfen auf dem Peloponnes und 1 x wöchentlich nach Piräus. Die Hauptfährverbindungen können von deutschen Reisebüros direkt über Computer abgerufen und gebucht werden.

Strand & Meer

Sehenswertes

Iráklio
Kretas Hauptstadt ist nicht schön, aber interessant. Nach dem Zustrom kleinasiatischer Flüchtlinge 1923 platzte sie erstmals aus allen Nähten; der stete Zuzug von Landbevölkerung führte in den letzten drei Jahrzehnten zu unkontrolliertem Wildwuchs. Innerhalb der Altstadt wurde ohne jede Stadtplanung abgerissen und neu gebaut - das Ergebnis ist ein Chaos. Doch innerhalb der 3,5 km langen Stadtmauern aus venezianischer Zeit sind noch etliche historische Bauten erhalten, spielt sich noch immer das Leben der Iraklioten ab.
Chaniá
Chaniá besitzt eine Stadtmauer und die besterhaltene Altstadt Kretas mit vielen venezianischen Häusern und Palästen an engen Gassen. Die Hafenpromenade ist nicht nur die längste der Insel, sondern auch noch weitgehend autofrei. Nirgends auf Kreta gibt es zudem mehr romantische Hotels und Pensionen in historischen Gebäuden. Aus Chaniás Zeit als Hauptstadt der autonomen Insel (1889-1913) stammen noch viele klassizistische Bauten im Vorort Chalépas. Als Standort für einen Badeurlaub ist Chaniá wenig geeignet. Wer aber Stadt und gute Strände kombinieren will, kann ein Hotel in den 8-15 km westlich gelegenen Küstenorten Agía Marína, Plataniás und Geráni wählen (gute Busverbindung).
Réthimno
Réthimnos historische Altstadt bedeckt eine Halbinsel, die von den Mauern einer großen venezianischen Burg überragt wird. Mehrere Minarette ragen in den Himmel, an den engen Gassen stehen noch einige schöne türkische Häuser mit hölzernen Fassaden im Obergeschoss. Bereits am Rande der Altstadt beginnt ein breiter Sandstrand, der sich 16 km weit nach Osten bis hin zum Weiler Skaletá erstreckt. Ihn säumen in lockerer Bebauung zahlreiche Hotels. Den Übergang von der Alt- zur Neustadt markiert die Platía 4 Mártiron mit dem angrenzenden Stadtpark. Von hier dehnen sich die Neubauten der drittgrößten Stadt Kretas immer weiter entlang der Ufer und die Berghänge hinauf aus.
Mália
Einer der am stärksten vom Tourismus geprägten Orte Kretas mit langen, breiten Sandstränden und einem kleinen alten Ortskern, dessen Häuser größtenteils als Bars und Tavernen genutzt werden.

Minoischer Palast: 2 km östlich der Siedlung, von der Schnellstraße aus gut ausgeschildert. Der 1 km2 große, seit 1915 freigelegte Palastbezirk aus der Zeit zwischen 1700 und 1450 v. Chr. ähnelt in vielem dem Palast von Knossós. Da hier aber nichts rekonstruiert wurde, ist er für den Laien weniger attraktiv. Man erkennt einen Thronsaal, Pfeilersäle, die Vorratsräume, den üblichen Zentralhof, in ein nicht mehr vorhandenes Obergeschoss führende Stufen sowie die theaterähnlichen Schautreppen. Von besonderem Interesse sind der auf dem Zentralhof liegende Kernós, eine runde Steinplatte mit 35 Vertiefungen, in denen Samen und Flüssigkeiten als Opfer dargebracht wurden, sowie der durch ein Schutzdach markierte Bereich der Agorá. Dieses unter dem übrigen Bodenniveau gelegene Areal mit zehn Räumen stammt aus der Altpalastzeit; die Funktion ist unbekannt.
Ágios Nikólaos
Die erst 1870 gegründete Hafen- und Provinzhauptstadt ist der kretische Ort mit der längsten touristischen Tradition. Den Ortskern bildet ein kleiner See mit bunten Fischerbooten, der auf zwei Seiten von felsigen Steilufern und auf den anderen beiden von Cafés gesäumt wird. Ein kurzer Kanal verbindet den See mit dem Hafen. Von der Hafenmole schweift der Blick über die Bucht von Mirambéllou auf teils sanft-grüne, teils steil und kahl aufsteigende Küsten; im Hintergrund sind hohe Berge zu sehen.
Knossós
Knossós gilt als Hauptstadt Kretas in minoischer Zeit. Hier soll Minós als oberster König der Insel regiert haben. Der britische Archäologe Sir Arthur Evans legte das Palastzentrum zwischen 1900 und 1941 frei. Auf einer Grundfläche von 21.000 m2 verteilten sich über 1.300 Räume auf zwei bis vier Etagen; schätzungsweise 100.000 Menschen lebten hier. Sir Arthur ging bei seinen Ausgrabungen - zur Freude der alljährlich 700.000 Besucher - nicht streng wissenschaftlich vor. Bei der Benennung der Räume ließ er seiner Phantasie freien Lauf; zahlreiche in der Fachwelt umstrittene Rekonstruktionen vermitteln dem Laien ein anschauliches Bild davon, wie der Palast einmal ausgesehen haben könnte. Sogar Fresken, deren Originale im Archäologischen Museum ausgestellt sind, ließ Evans auf wiedererrichtete Mauern kopieren.
Festos (Phaistós)
Der minoische Palast auf einem Hügel über der Messará-Ebene gilt als der bedeutendste nach dem von Knossós. Im Gegensatz zu diesem wurde hier nur wenig restauriert. Zu sehen ist, was die Archäologen fanden - und nicht, was sie sich vorstellten. Reizvoll auch der Blick vom Ausgrabungsgelände auf die Ebene, das Psilorítis- und das Asteroúsia-Gebirge.

Rundgang: Man betritt zunächst den Westhof aus der Altpalastzeit mit einer Freitreppe und gepflasterten Prozessionswegen, wahrscheinlich Schauplatz ritueller Handlungen. In einem großen Magazin stehen unter einer modernen Betondecke noch zahlreiche große Vorratsgefäße, sogenannte Píthoi. Über eine breite Treppe gelangt man dann zum Eingangstor mit Mittelsäule. Vom Zentralhof aus der Jüngeren Palastzeit gehen verschiedene Räume ab: das Lustralbad, Magazine mit Píthoi und einem Sammelbecken für Flüssigkeiten sowie der Wohntrakt, in dem königliche Gemächer vermutet werden. In einem der Archivräume fand man den berühmten Diskós, der heute im Archäologischen Museum von Iráklio steht.
Samariá-Schlucht
Tiefe Schluchten durchziehen die Gebirge Kretas vor allem auf der südlichen Inselseite. Manche von ihnen werden ganzjährig von einem Bach durchflossen, andere sind nur zur Zeit der Winterregen und der Schneeschmelze mit Wasser gefüllt und dann meist unpassierbar. Heute sind die Schluchten eine der touristischen Attraktionen der Insel - allen voran die weltberühmte Samariá-Schlucht. Andere Schluchten sind nicht ganz so eindrucksvoll, dafür aber nicht überlaufen.

Die Wanderung (nur Mai-Okt. möglich) beginnt nach Lösen einer Eintrittskarte am Südrand der Omalós-Hochebene, Endstation mehrerer Buslinien von Chaniá, Réthimno und anderen Orten. Ein stufenreicher Waldweg, die Xylóskala, führt aus 1.227 m Höhe in gut 1 Std. in die Schlucht hinunter. Über 10 km sind in der Schlucht zurückzulegen, deren steile Wände bis zu 600 m hoch fast senkrecht aufragen. An ihrer breitesten Stelle misst sie 300 m, an der engsten gerade 3,5 m. Die letzte Stunde gehen Sie dann durch eine schattenlose Küstenebene, bevor Sie Agía Rouméli erreichen. Von dort bringen Boote die meisten Wanderer nach Chóra Sfakíon, von wo Busanschluß nach Chaniá, Réthimno, Iráklio und in andere Orte besteht. Boote fahren auch nach Soúgia und Paleochóra.
Lassíthi-Hochebene
Ringsum von Bergen umschlossene Hochebenen sind ein Charakteristikum der kretischen Landschaft. Die auf über 800 m Höhe gelegene Lassíthi-Hochebene ist ein gutes Beispiel dafür und bequem zu erreichen. Bis zu 10 km lang und 5 km breit dehnt sie sich zu Füßen des 2.148 m hohen Díkti-Gebirges aus. Grundwasser für die Bewässerung des fruchtbaren Bodens lagert dicht unter der Oberfläche. Um keinen nutzbaren Boden zu verschenken und um bei den winterlichen Hochwassern keine nassen Füße zu bekommen, liegen die 21 Dörfer der Lassíthi leicht erhöht an deren Rand. Traditionelle kretische Ländlichkeit kann man kaum irgendwo besser erleben als hier. Dafür sollten Sie freilich über Nacht bleiben.
Arkádi-Kloster
Einsam in 500 m Höhe gelegenes Männerkloster und zugleich kretisches Nationaldenkmal. Vor den hohen Klostermauern werden im frei zugänglichen Beinhaus fein sortiert die Schädel und Gebeine von fast 1.000 kretischen Männern, Frauen und Kindern aufbewahrt. Sie hatten sich 1866 während eines Aufstands im Kloster verschanzt. Die Männer starben im Kampf mit den heranrückenden Türken; Frauen und Kinder sprengten sich im ehemaligen Pulverlager - das dachlose Gebäude hinten links im Klosterhof - selbst in die Luft. Ein Museum präsentiert u. a. Ikonen und Porträts der Freiheitskämpfer. Beachtenswert ist auch die Klosterkirche im Renaissancestil aus dem Jahr 1587.

Sport & Aktivitäten

Baden
Baden ist überall erlaubt. Das Wasser ist stets sauber; Quallen kommen nur selten vor. Auf steinigem Untergrund muss man mit Seeigeln rechnen. Privatstrände gibt es nicht; Kurtaxe wird nirgendwo erhoben. Sicherheitsvorkehrungen wie an Nord- und Ostsee darf man nicht erwarten: Rote, gelbe und grüne Flaggen werden nur an wenigen Hotelstränden gesetzt; eine Art DLRG gibt es nur an langen, viel besuchten Stränden. Sonnenliegen und -schirme werden fast überall vermietet (Schirm und zwei Liegen ca. 6-8 €/Tag); Schirme aus Palmstroh ersetzen zunehmend Stoff- und Plastikschirme. Besonders kleinkinderfreundlich ist der Sandstrand von Frangokástello an der Südküste: Hier fällt das Ufer auf breiter Front extrem flach und sandig ab, so dass man gefahrlos mehrere hundert Meter weit ins Libysche Meer waten kann. Spaßbäder mit vielen Pools und langen Wasserrutschen liegen im Trend. Sie finden sie bei Chaniá, Kókkini Cháni und bei Liménas Chersonísou.
Wassersport
Wassersport kann man an vielen Stränden betreiben. Vor allem in der Nähe großer Hotels besteht die Möglichkeit, Kanus, Tretboote und Surfboards zu leihen, Wasserski zu fahren oder sich am Fallschirm übers Meer ziehen zu lassen.
Tauchen
Um den Raub archäologischer Unterwasserfunde zu verhindern, ist das Flaschentauchen nur in ausgewählten Tauchzonen und mit Führer zulässig.
Tennis
Tennisplätze findet man vor allem in den großen Strandhotels. Meist sind sie deren Gästen vorbehalten. Gute Tennisschulen gibt es in Liménas Chersonísou und Réthimno.
Reiten
Reitställe sind auf Kreta selten und erfüllen keine hohen sportlichen Ansprüche.
Golf
Golfer finden einen 9-Loch-Platz im Hotel Porto Eloúnda.
Mountainbiking
Geführte Mountainbike-Touren werden insbesondere von den Badeorten an der Nordküste aus angeboten. Die Routen wechseln täglich, die meisten Touren sind auch für Kinder ab 10 etwa Jahren geeignet. Ein Begleitbus ist immer in der Nähe, so dass Müde Bergaufstrecken auch mit dem Bus zurücklegen können.
Kretas Schluchten sind eine Erlebniswelt für sich. Manche sind wie die Imbrós-Schlucht sehr einfach von der ganzen Familie zu durchwandern, andere wie die Aradéna-Schlucht erfordern gute Kondition und außerdem Schwindelfreiheit. Bei allen Schluchtenwanderungen besteht für motorisierte Urlauber jedoch das Problem, zum Ausgangsort zurückzukommen; Linienbusreisende müssen oft lange auf einen Bus warten. Am einfachsten lassen sich Schluchten daher erleben, wenn man sich geführten Wanderungen anschließt. Touren durch die weltberühmte und deswegen völlig überlaufene Samariá-Schlucht werden von vielen Reisebüros in ganz Kreta angeboten. Geführte Wanderungen durch andere, teils bisher kaum begangene Schluchten bieten mehrere Spezialbüros an.

Kultur & Religion

Panigíria
Kirchweihfeste werden jeweils am Patronatstag des Heiligen begangen, dem die Hauptkirche im Dorf oder Stadtteil geweiht ist. Manchmal besteht solch ein Fest nur aus einem Gottesdienst, an den sich gelegentlich eine Prozession mit der Patronatsikone anschließt. Häufig werden am Vorabend des Festes und am Festtagsabend selbst Musik- und Tanzveranstaltungen auf dem Dorfplatz organisiert. In vielen Kirchen oder Klöstern kann man einen Kalender mit allen Namenstagen der orthodoxen Kirche kaufen.
Epiphanías (6. Januar)
Das Fest der Wasserweihe wird vor allem in den Küstenorten begangen. Nach dem Gottesdienst zieht eine Prozession ans Meer, der Priester wirft ein Kreuz ins Wasser, junge Männer tauchen danach. Wer es wieder heraufholt, wird im kommenden Jahr Glück haben. In Ágios Nikólaos schließt sich daran ein großes Volksfest an.
Nationaler Feiertag (23. Februar)
Gedenken an den offiziellen Beginn des griechischen Befreiungskampfes gegen die Türken 1821. In allen Städten und den meisten Dörfern ziehen Prozessionen zum örtlichen Gefallenendenkmal. Interessanter als Polizisten, Soldaten und kirchliche Würdenträger sind dabei die jüngeren Schüler, die zu diesem Anlass Nationaltrachten tragen.
Ostern (April/Mai)
Ostersamstag gegen 23 Uhr gehen nahezu alle Kreter zur Kirche. Kurz vor Mitternacht verlöschen in der Kirche alle Lichter bis auf das Ewige Licht einer Öllampe. Nach kurzem Schweigen verkündet der Priester die Auferstehung Christi und entzündet eine Kerze am Ewigen Licht. Alle Kirchgänger entzünden nacheinander ihre Kerzen daran, Kinder und Jugendliche lassen Silvesterknaller explodieren. Die Liturgie wird im Freien fortgesetzt. Am Ostersonntag werden überall Lämmer und Zicklein am Spieß gegrillt, man feiert mit Freunden und der oft von weither zusammengekommenen Familie.
Tag des »Großen historischen Neins« (28. Oktober)
An diesem Tag gedenkt man des »Großen historischen Neins«, das 1940 die Antwort des griechischen Diktators Metáxas auf ein Ultimatum Mussolinis war. Daraufhin versuchten italienische Truppen, in Griechenland einzumarschieren; Hellas trat in den Zweiten Weltkrieg ein. In Iráklio finden an diesem Tag Militärparaden statt, anderswo Prozessionen zu den Gefallenendenkmälern.

Essen & Trinken

Ein Urlaub auf Kreta kann auch zu einer kulinarischen Entdeckungsreise werden, wenn man sich von der Vorstellung löst, dass die griechische Küche nur aus Mussaká, Suvláki, Tzazíki und griechischem Bauernsalat besteht. Gerade die Gerichte, deren Übersetzung den Kretern auf Speisekarten schwer fällt, sind meist die eigentlichen Spezialitäten. Gute kretische Küche findet man in Bergdörfern und größeren Städten leichter als in den reinen Badeorten, wo die Preise zumeist auch noch höher liegen. So wie man für eine Tasse Kaffee an manchen Uferpromenaden 3 €, in Bergdörfern aber nur 1 € bezahlt, sagen auch die Essenspreise nicht immer viel über die Qualität aus.
Wie & wann
Vielen Kretern genügt eine Tasse Kaffee oder ein Glas Milch zum Frühstück, in die Brot oder Zwieback eingetunkt wird. Die Hotels haben sich auf mitteleuropäische Gewohnheiten eingestellt und bieten häufig gute Frühstücksbüffets. In Badeorten kann man außerdem den ganzen Tag über in Cafés und Tavernen ein englisches Frühstück oder Joghurt mit Honig und Nüssen bestellen. Das Mittagessen nehmen Griechen meist gegen 14 Uhr ein. Die Tavernen öffnen dennoch schon gegen 11 Uhr und bleiben traditionell bis weit nach Mitternacht geöffnet. Wo die Gäste überwiegend Urlauber sind, schließen die besseren Restaurants oft am Nachmittag zwischen 15 und 18 Uhr. Hauptmahlzeit für die Griechen ist das Abendessen. Man nimmt es häufig zusammen mit Freunden ein, im Sommer meist erst nach 22 Uhr. Sitzen Griechen zusammen an einem Tisch, zahlt einer für alle. Dass Urlauber manchmal getrennte Rechnungen verlangen, ist für viele Kellner immer noch ein Problem - man sollte es schon bei der Bestellung sagen.
Lokaltypen
Auf Kreta gibt es verschiedene Arten von Lokalen mit jeweils eigenen Bezeichnungen, aus denen man oft schon sehr genau den Schwerpunkt ihres Angebots herauslesen kann. Die wichtigsten: Estiatorión: Restaurant europäischen Stils, große Auswahl. Tavérna: Esslokal traditioneller Art, meist einfach, aber stimmungsvoll dekoriert. Die Grenzen zwischen Restaurant und Taverne verschwimmen oft. Mezedopolíon oder Ouzerí: Anderswo in Griechenland trinkt man in diesen Lokalen vor allem den Anisschnaps Oúzo, auf Kreta den heimischen Tresterschnaps Rakí. Dazu hat man eine große Auswahl an kleinen Vorspeisen und Tellergerichten, ähnlich den spanischen Tapas. Oft sind darunter exzellente kretische Spezialitäten. Neben Schnaps werden auch Bier, Wein und Softdrinks serviert. Zacharoplastíon: In der Konditorei erhält man Teigtaschen wie tirópitta, orientalisches Gebäck aller Art und häufig auch lukumádes, in heißem Fett ausgebackene Teigbällchen, die mit Honig und Sesam serviert werden.
Kaffeehäuser
Kafenío(n): Das Kaffeehaus ist traditionell der Treffpunkt der Männerwelt, aber gegen ausländische Besucherinnen hat niemand etwas einzuwenden. Hier wird vor allem Kaffee oder Rakí getrunken und endlos Karten oder Távli (eine Art Backgammon) gespielt. Zu essen gibt es meist nichts.
Getränke
Allerweltsgetränke internationaler Provenienz wie Cola und Bier aus Flaschen oder vom Fass sind überall erhältlich. Die Auswahl an kretischen Flaschenweinen ist groß; häufig wird auch Wein vom Fass (chimá) angeboten. Will man Wasser bestellen, muss man zwischen sóda (mit Kohlensäure) und neró (ohne Kohlensäure) unterscheiden.
Kaffee
Eine Wissenschaft für sich ist die Bestellung von Kaffee. Filterkaffee (kafé fíltro) gibt es nur in Touristenorten. Statt dessen trinkt man löslichen Kaffee, der grundsätzlich ness genannt wird. Man bekommt ihn heiß (sestó) oder kalt und schaumig geschlagen (frappé). Häufig muss man auch noch angeben, ob man ihn mit oder ohne Milch wünscht (mä gala oder chorís gála). Den griechischen Kaffee (kafés ellinikós) trinkt man immer ohne Milch. Das Kaffeepulver wird zusammen in einem kleinen Stilkännchen mit Wasser und Zucker aufgekocht, der Kaffee dann in kleinen Mokkatassen mit dem Satz serviert. Schon bei der Bestellung muss man - wie auch beim frappé - den gewünschten Süßegrad angeben: skétto: ohne Zucker, métrio: mittel, glikó: süß.

Insidertipps

Den ganzen Sommer über werden in den kretischen Städten und auch in manchen Dörfern Kulturfestivals veranstaltet. Theaterensembles, Ballettgruppen und Orchester aus anderen Teilen Griechenlands und manchmal gar aus dem Ausland werden zu Gastspielen eingeladen. Ein besonders hohes Niveau erreichen in der Regel das Renaissance-Festival in Réthimno und das Sommer-Festival in Iráklio. Vor allem Folklore wird bei örtlichen Erntefesten geboten wie dem Weinfest in Réthimno, dem Kastanienfest in Élos oder dem Sultaninenfest in Sitía.
Auf Kreta werden ca. 200.000 Fremdenbetten vermietet. Pensionen und kleine Apartmenthäuser stehen in nahezu allen Küstenorten; selbst in vielen Bergdörfern findet man mittlerweile zumindest einfache Unterkünfte, die sich durchaus für eine Zwischenübernachtung eignen. First-Class- und Luxushotels konzentrieren sich auf die Nordküste, gute Mittelklassehotels sind an fast allen Stränden zu finden. Wer gern stilvoll in historischen Gebäuden wohnt, findet in den Städten Réthimno und Chaniá ein großes Angebot in verschiedenen Preisklassen.
Reservierungen & Preise
Reservierungen sind nur notwendig, wenn man im August reist oder in einem ganz bestimmten Quartier unterkommen will. In diesem Fall empfiehlt es sich, zumindest am Morgen des Ankunftstages anzurufen. In jeder Art von Quartier muss der Zimmerpreis an der Rezeption und im Zimmer selbst aushängen. Die Tarife sind staatlich genehmigt und dürfen nicht überschritten werden. Außerhalb der Saison bieten aber viele Vermieter niedrigere Preise an - insbesondere, wenn man länger als vier Tage bleibt.
Hotels
Alle griechischen Hotels werden vom Staat klassifiziert. Die Kategorien reichen von Luxus über A bis E hinunter. Sie sagen zwar etwas über Zimmergröße, Einrichtung und Zusatzangebote der Hotels aus, aber nichts über Erhaltungszustand oder Service und nur ansatzweise etwas über den Preis. Frühstück ist nur in Hotels der höheren Kategorien im Preis inbegriffen; Halbpension bieten meist nur größere Strandhotels.
Pensionen & Privatzimmer
Kreta ist eine Insel der Individualisten, daher ist das Angebot an Privatquartieren groß. Unterschieden wird zwischen domátia (Zimmern), garzoniéres (Studios mit einfacher Kochgelegenheit) und diamerísmata (Apartments mit Vollküche). Die Preise sind in der Regel weitaus günstiger als für vergleichbare Hotelzimmer.
Camping
Rund um die Insel gibt es 17 Campingplätze. Die meisten sind nur von April bis Oktober geöffnet. Wildes Zelten ist verboten.
Jugendherbergen
Offizielle Jugendherbergen gibt es in Iráklio, Liménas Chersonísou, Chaniá und Sitía. Schöne private Jugendherbergen sind im Sommer in Plakiás und Mírthios an der Südküste zu finden.

Daten & Fakten

Für einen Badeurlaub sind die Monate Mai bis September am besten geeignet. Auch im Oktober und November ist das Meer noch über 18 °C warm, aber in beiden Monaten muss man schon mit jeweils sechs Regentagen rechnen. Die regenreichsten Monate sind mit zehn bzw. zwölf Regentagen Dezember und Januar. Im Landesinnern kann es dann in Höhenlagen ab etwa 500 m auch zu länger anhaltenden Schneefällen kommen. Für eine Rundreise sind April, Mai und September zu bevorzugen. Das Frühjahr ist dabei mit seinem Blütenreichtum und den teilweise noch schneebedeckten Berggipfeln landschaftlich reizvoller, der Herbst lockt mit dem wärmeren Wasser. Von kurzen Gewitterschauern abgesehen vollkommen regenfrei sind der Juli und August, die allerdings auch mit durchschnittlichen Tageshöchsttemperaturen von 29 °C aufwarten. Weht der Südwind Schirocco von der Sahara her, kann das Thermometer aber auch schon im Mai für ein paar Tage auf über 40 °C steigen.
Bus
Linienbusse verbinden die Städte untereinander sowie fast alle Dörfer mit den jeweiligen Bezirkshauptstädten. An den Haltestellen hängen keine Fahrpläne aus, wohl aber an den Bahnhöfen der Städte. Dort sind auch bedruckte bzw. hektographierte Fahrpläne zum Mitnehmen erhältlich. An Busbahnhöfen kauft man die Fahrkarte im Voraus, ansonsten beim Schaffner im Bus. 100 km Busfahrt kosten ca. 6,7 €.
Taxi
In allen Städten und Touristenzentren sind Taxen zahlreich. Man unterscheidet zwei Arten von Taxen: Das Taxi mit Taxameter und das ländliche Agoraion, in dem der Fahrpreis nach Kilometerzähler berechnet wird. Taxifahren ist relativ preiswert: Pro Kilometer zahlt man bei einfachen Fahrten ca. 0,44 €, bei Rundfahrten 0,24 €. Zuschläge werden für Fahrten von Flughäfen und Häfen, für Gepäck, für telefonische Bestellung sowie in der Weihnachts- und Osterzeit erhoben. Zwischen 0 und 5 Uhr verdoppelt sich der Fahrpreis.
PKW
Das kretische Straßennetz ist gut ausgebaut. Auf Schnellstraßen werden die Standspuren als Fahrbahn genutzt: Man muss immer mit plötzlichen Fahrbahnverengungen, stehenden oder sehr langsamen Fahrzeugen rechnen. Kretas Straßen sind sehr kurvenreich; Kreter schneiden gern die Kurven - also immer ganz rechts fahren und vor unübersichtlichen Kurven hupen! Nach Regenfällen verwandeln sich die meisten Straßen in Rutschbahnen, nach Wolkenbrüchen in Sturzbäche. Äußerste Vorsicht ist dann angebracht. Im Stadtverkehr stellen Mopeds und Motorräder die größte Gefahr dar, weil sie links und rechts überholen und sich nicht an Einbahnstraßenregelungen halten. Zulässige Höchstgeschwindigkeit innerorts 50 km/h, auf Landstraßen 90 km/h, auf Schnellstraßen 100 km/h. Promillegrenze 0,5 (Motorrad 0,1).
Mietwagen
Mietwagen werden in allen Städten und Touristenzentren in großer Zahl angeboten. Sonderangebote sind häufig, Rabatte auf Nachfrage leicht zu erzielen. Vollkaskoversicherung wird immer angeboten, deckt jedoch nie Schäden an Reifen und an der Wagenunterseite ab. Das Mindestalter für Mieter ist meist 23, manchmal nur 21 Jahre. Einen Kleinwagen wie den Fiat Punto erhält man ab etwa 190 €/Woche inkl. aller Versicherungen.
Motorrad
Mopeds werden in allen Städten und Urlaubszentren vermietet, ab 125 ccm ist ein Motorradführerschein erforderlich. Wer direkt am Flughafen auf sein Zweirad steigen möchte, kann sich in der Ankunftshalle des Flughafens Iráklio an den folgenden Vermieter wenden: Motorclub, Tel. +30 / 28 10 22 33 10, Fax +30 / 28 10 22 28 62. Eine 350er Enduro kostet je nach Saison inkl. Vollkasko ca. 220-240 € pro Woche. Promillegrenze: 0,1.
Organisierte Touren
Eine Tour wird auf ganz Kreta angeboten: die zur berühmten Ausgrabungsstätte Knossós und ins Archäologische Museum von Iráklio mit den einzigartigen Funden aus der Minoer-Zeit. Dieser Ausflug lohnt, denn mit guter Führung hat man von beiden Stätten mehr. Auch die anderen »Must«-Ziele wie die Messara-Ebene mit den Stätten von Festos (Phaistos) und Gortis (Gortyn), die Lassithi-Ebene mit der Zeus-Höhle sowie Ausflüge in die Altstädte von Réthimno und Chaniá werden als organisierte Touren mit Führung angeboten - meist schließen sie die Einkehr in einem dörflichen Lokal ein.
Die Nutzung des Auslandskrankenscheins ist umständlich, daher unbedingt eine Reisekrankenversicherung abschließen und den Arzt bar bezahlen. Nur im Notfall ist die Behandlung in staatlichen Gesundheitszentren (ESY) und in staatlichen Krankenhäusern kostenlos.
Griechische Zentrale für Fremdenverkehr auf Kreta
Büros der Griechischen Zentrale für Fremdenverkehr (EOT) gibt es in Iráklion, Réthimnon und Chaniá, städtische Auskunftsbüros in Ágios Nikólaos, Paleochóra und Sitía.
Xanthoudidou 1
GR - 71202 Iraklion
Tel. +30 / 28 10 22 82 03
Fax +30 / 28 10 22 60 20
Griechische Zentrale für Fremdenverkehr in Deutschland
Neue Mainzer Straße 22
D - 60311 Frankfurt am Main
Tel. +49 (0)69 / 23 65 61
Fax +49 (0)69 / 23 65 76
E-Mail: info@gzf-eot.de
Griechische Zentrale für Fremdenverkehr in Österreich
Opernring 8
A - 1015 Wien
Tel. +43 (0)1 / 512 53 17
Fax +43 (0)1 / 513 91 89
E-Mail: grect@vienna.at
Griechische Zentrale für Fremdenverkehr in der Schweiz
Löwenstraße 25
CH - 8001 Zürich
Tel. +41 (0)1 / 221 01 05
Fax +41 (0)1 / 212 05 16
E-Mail: eot@bluewin.ch
Griechische Zentrale für Fremdenverkehr in Griechenland
G.N.T.O.
Odos Amerikis 2
GR - 10564 Athen
Tel. +30 / 21 03 27 13 00
E-Mail: info@gnto.gr

Fit für den Urlaub

Ein gültiger Personalausweis genügt. Kinder unter 16 Jahren müssen im Pass der Eltern eingetragen sein oder einen eigenen Kinderausweis (ab zehn Jahren mit Lichtbild) besitzen. Bei der Einreise mit dem eigenen Fahrzeug sind nationaler Führerschein und Kraftfahrzeugschein vorzulegen. Die Mitnahme der internationalen grünen Versicherungskarte wird empfohlen. Für Hunde müssen mitgeführt werden: ein internationaler Impfausweis mit amtstierärztlichem Gesundheitszeugnis (max. 14 Tage alt) und ein Nachweis über erfolgte Tollwutimpfung (max. ein Jahr alt) in engl. oder frz. Sprache.

Zollbestimmungen: Beim Transfer von Waren zum persönlichen Gebrauch von einem Mitgliedsstaat der EU nach Kreta gelten keine Mengenbegrenzungen. Vor Flügen nach Griechenland in die Schweiz sind Dutyfree-Einkäufe möglich (200 Zigaretten, 1 l Spirituosen); nicht mehr jedoch bei Reisen innerhalb der EU.
Kreta ist ein unproblematisches Reiseziel; die Kreter sind fremden Verhaltensweisen gegenüber sehr tolerant. Trotzdem schätzen Sie es, wenn man sich an ihre ungeschriebenen Gesetze hält.
Beschwerden
Das Ehrgefühl der Kreter ist groß. Wer als Fremder eine Beschwerde vorbringt, wird durch scharfen Ton und Lautstärke bewirken, dass der Angesprochene sich angegriffen fühlt und kühl reagiert. Besser schildert man das Problem sachlich.
Eintrittspreise
Ermäßigungen für Senioren ab 65; z.T. freier Eintritt für Studenten aus EU-Ländern und Schüler (Int. Studenten- bzw. Schülerausweis mitbringen).
Fotografieren
Die meisten Kreter lassen sich gern fotografieren. Dennoch sollte man vorher ihr Einverständnis durch ein Nicken oder Lächeln einholen.
Freie Tische
Ein schwerer Fauxpas ist, sich unaufgefordert an einen schon besetzten Tisch zu setzen, auch wenn daran noch viele Stühle frei sind. Man fragt auch nicht um Erlaubnis, sondern wartet höchstens eine Aufforderung von den schon Sitzenden ab.
Handeln & Feilschen
Bei Waren von geringem Wert wird in Griechenland nicht um den Preis gefeilscht. Handeln ist nur bei teuren Produkten wie Lederjacken und Schmuck üblich und lohnt bei Zimmer- und Autovermietern.
Kirchen- und Klosterbesuche
Kirchen und Klöster sollte man nur mit bedeckten Knien und Schultern betreten. Zu einigen Klöstern haben Frauen in Hosen keinen Zutritt. In Kirchen sollte man die Hände nicht auf dem Rücken verschränken oder mit gekreuzten Beinen sitzen; steht man dicht vor Ikonen, wendet man ihnen nicht den Rücken zu. Fotografieren und Filmen wird in Kirchen ungern gesehen. Kerzen hingegen darf jeder anzünden (dann gibt man auch eine Spende). Die meisten Klöster sind in der Mittagszeit (13-16 oder 17 Uhr) geschlossen. Den Mittagsschlaf der Mönche und Nonnen sollte man keinesfalls stören.
Mittagsruhe
Zwischen etwa 14 und 17 Uhr wird auch außerhalb der Klöster oft Mittagsruhe gehalten. In dieser Zeit sollte man Privatpersonen weder besuchen noch anrufen.
Nackte Haut
»Topless« am Strand zu liegen, ist inzwischen überall in Hellas üblich und wird auch von vielen Griechinnen praktiziert. Sich ganz auszuziehen, ist jedoch nur an wenigen Stränden etwa in Léndas und Plakiás üblich. In Badehose oder Bikini durch ein Dorf oder die Stadt zu bummeln, gilt in Griechenland wie eigentlich überall als Zeichen von großer Geschmacklosigkeit.
Vorurteile
Auf Vorurteile gegen Deutsche wird man auf Kreta trotz der Ereignisse im Zweiten Weltkrieg kaum stoßen. Gerade in Dörfern, deren Bewohner im Krieg von deutschen Soldaten ermordet wurden, schätzt man es indes, wenn der Gast die Geschichte kennt.
Telefonieren
In Griechenland meldet sich der Angerufene fast nie mit seinem Namen - selbst am Empfang von Hotels heißt es häufig nur »Nä« (ja) oder »Embróss« (vorwärts).
Toiletten
Außerhalb der Hotels und Privatzimmer lässt der Zustand kretischer Toiletten meist arg zu wünschen übrig. Brillen fehlen oft völlig oder stehen defekt in einer Ecke. Es ist üblich - außer in erstklassigen Hotels -, das Toilettenpapier nicht in die Toilette zu werfen. Da die Abflussrohre einen zu engen Durchmesser haben, besteht Verstopfungsgefahr. Man wirft das Papier darum in offene Papierkörbe oder Eimer, die in jeder Toilette zu finden sind.
Türkei
Viele Kreter betrachten die Türkei noch immer als ihren Erbfeind. Mit positiven Erzählungen von einem früheren Türkei-Urlaub wird man sich in Griechenland kaum Freunde machen.
Wasser
In traditionellen Kaffeehäusern wird zum Kaffee oft noch kostenlos ein Glas Wasser gereicht. Es kann überall bedenkenlos getrunken werden. Man sollte zumindest ein wenig daran nippen, damit der Wirt nicht in Zukunft darauf verzichtet, Fremden Wasser zu servieren. Obwohl Kreta im Vergleich zu vielen anderen ägäischen Inseln nicht unter extremer Wasserknappheit leidet, gehen die Kreter beim Waschen und Duschen mit dem Wasser sparsam um. Das wird auch von Fremden erwartet.
Einladungen
Vor allem in den Bergdörfern werden Fremde häufig noch zu einem Schnaps oder Kaffee eingeladen. Als Fremder sollte man keine Gegeneinladung aussprechen, denn das wäre beleidigend. Wird man von einem Kreter formell zu ihm nach Hause eingeladen, ist ein kleines Gastgeschenk hingegen angebracht. Besonders beliebt sind schön verpackte Süßigkeiten.
Geld
Währung: 1 Euro (€) = 100 Cent.
Banknoten: 5, 10, 20, 50, 100, 200, 500 €.
Münzen: 1, 2, 5, 10, 20 und 50 Cent, 1 und 2 €.
Banken: in jedem größeren Ort (Mo-Do 8.30-14 Uhr, Fr. 8.30-13.30 Uhr).
Kreditkarten: MasterCard, Visa und American Express. Geldautomaten für EC/Maestro- und Kreditkarten sind vorhanden.
Notruf
Polizei: Tel. 100.
Rettungswagen: Tel. 166.
ELPA: Tel. 104.
Pannenhilfe - ADAC (Athen): Tel. +30 / 21 09 60 12 66.
Öffnungszeiten
Klöster: 7-13 Uhr; 17 Uhr bis Sonnenuntergang.
Archäologische Stätten und staatliche Museen: meist Di-So 8-15 Uhr. Die Öffnungszeiten privater Museen sind von Ort zu Ort verschieden. Im Sommer sind einige Museen und Ausgrabungen bis 17 oder 19 Uhr geöffnet.
Banken: Mo-Do 8.30-14 Uhr, Fr. 8.30-13.30 Uhr.
Postämter: Mo-Fr 7.30-15 Uhr.
Telefonämter O.T.E.: unterschiedliche Öffnungszeiten.
Geschäfte: Mo, Mi, Sa 8.30-14.30 Uhr, Di, Do, Fr 8.30-13.30, 17-20 Uhr, So 8.30-12 Uhr.
Telefonieren
Generell: Alle griechischen Telefonnummern sind zehnstellig, auch wenn man aus dem Ausland anruft.
Öffentliche Telefone: Kartentelefone sind mittlerweile die Regel. An vielen Telefonen kann man sich auch anrufen lassen.
Telefonkarten: am Kiosk und bei der O.T.E.
Vorwahl für Griechenland: +30.
Auslandsgespräche: 00 + Ländercode + Ortskennziffer (ohne 0) + Teilnehmernummer (Ländercodes: D 49, A 43, CH 41).
Diplomatische Vertretungen: Deutsches Honorarkonsulat
Odós Dikeossinis 7, 4. Stock
GR - 71202 Iraklion
Tel. +30 / 28 10 22 62 88
Fax +30 / 28 10 22 21 41
Diplomatische Vertretungen: Österreichisches Honorarkonsulat
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GR - 71202 Iraklion
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Fax +30 / 28 10 22 33 79
Diplomatische Vertretungen: Schweizer Botschaft
Iassiou 2
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Bilder und schwarz dargestellte Texte sind aus dem DuMont Reiseverlag.